Lokales
15.11.2017 08:03
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 Lautet die Diagnose „Krebs“, wird Eltern und ihren Kindern oftmals der Boden unter den Füßen weggezogen. Da können kurze Wege von der ersten Operation bzw. Chemotherapie (Foto) bis hin zur ambulanten Nachbehandlung, und vor allem hier, das Leben der betroffenen Familien nur erleichtern. Archivbild: dpa

Lautet die Diagnose „Krebs“, wird Eltern und ihren Kindern oftmals der Boden unter den Füßen weggezogen. Da können kurze Wege von der ersten Operation bzw. Chemotherapie (Foto) bis hin zur ambulanten Nachbehandlung, und vor allem hier, das Leben der betroffenen Familien nur erleichtern. Archivbild: dpa

Neuerung zum Jahreswechsel

Onkologe für krebskranke Kinder

ch - „Es reicht!“ Christian Pilz ist noch immer sauer. Und freut sich doch. Weil er als 1. Vorsitzender der Elterninitiative krebskranker Kinder eigentlich von einer glücklichen Wendung dank ehrenamtlichen Engagements berichten kann: Die Vorstände „seines“ Vereins und der Westerwälder Kinderkrebshilfe Gieleroth haben jüngst beschlossen, eine halbe Facharztstelle zu finanzieren. 50.000 Euro jährlich werden die beiden Vereine aus Spenden bezahlen, damit ein ausgewiesener Onkologe des Universitätsklinikums Gießen und Marburg an der DRK-Kinderklinik aktiv werden kann. Er soll zum Jahreswechsel eine onkologische Ambulanz auf dem Siegener Wellersberg eröffnen. „Damit können wir vielen krebskranken Kindern und ihren Eltern im Nachsorge-Alltag viele Fahrten durch die Gegend ersparen“, so Christian Pilz.

Idee: Ambulanz auf dem Wellersberg

Angedacht ist die Ambulanz schon lange. Vor Jahren wurde die onkologische Station zur Versorgung krebskranker Kinder in der DRK-Einrichtung geschlossen; die NRW-Gesundheitspolitik hatte die Behandlung dieser Kinder in wenigen Zentren – etwa in Köln oder in Münster – organsiert. Um Geld zu sparen. Auch der NRW-Krankenhausrahmenplan 2015 setzte keine anderen Schwerpunkte, verschaffte den Eltern der kleinen Patienten, die zunächst in den großen, spezialisierten Kliniken behandelt und später in der Heimat ambulant betreut werden, keine Erleichterung. Da reifte schnell die Idee einer Ambulanz auf dem Wellersberg. „Seit anderthalb Jahren arbeiten wir an einer Lösung“, so Dr. Gebhard Buchal, Chefarzt der pädiatrischen Abteilung der Kinderklinik.

Hessen wollte das Vorhaben nicht finanzieren

Während die zuständigen Stellen in Nordrhein-Westfalen – die Bezirksregierung in Arnsberg bzw. die Krankenkassen – das pragmatische Vorhaben im Prinzip befürworten, lehnten die Kostenträger im Nachbarland Hessen – wiederum die Krankenkassen bzw. hier das Sozialministerium in Wiesbaden – bislang eine Beteiligung an der Kooperation über Landesgrenzen hinweg ab. 

Mehr Infos im E-Paper

Was die Elterninitiative davon hält und was nach drei begrenzten Jahren der Kostenübernahme geschehen soll, lesen Sie in unserem E-Paper

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