Lokales
08.11.2016 18:23
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 Zum ersten Bürgertreffen hatte jetzt der „Arbeitskreis Zukunft“ in Hesselbach die Bürger eingeladen. Rund 30 Personen überlegten, wie das Dorf vorangebracht werden kann. Foto: privat

Zum ersten Bürgertreffen hatte jetzt der „Arbeitskreis Zukunft“ in Hesselbach die Bürger eingeladen. Rund 30 Personen überlegten, wie das Dorf vorangebracht werden kann. Foto: privat

„Arbeitskreis Zukunft“ in Hesselbach gebildet

Plattform zum Wohle des Dorfes

bw - In vielen Ortschaften in Wittgenstein haben sich in den vergangenen Jahren Dorfvereine gegründet, um Kräfte zu bündeln und das dörfliche Leben voran zu bringen. Genau das haben die Hesselbacher im Sinn, die sich seit einiger Zeit im neuen „Arbeitskreis Zukunft“ engagieren. Nach drei Treffen in kleinerer Runde fand nun die erste größere Zusammenkunft statt. Die Resonanz der Hesselbacher auf diese Initiative ist gut: Aus anfänglich rund einem halben Dutzend Mitstreiter, die sich zunächst in den Arbeitsgruppen trafen, wurde im Bürgertreff eine größere Runde von 30 Personen.

Wie soll Hesselbach wohl in fünf Jahren aussehen?

Der Arbeitskreis hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität des Ortes zu erhalten und auszubauen. Alle Bürger können jederzeit in diesen Prozess einsteigen und sich beteiligen – zum Wohle des Dorfes und der Dorfgemeinschaft. Die zu stärken, ist auch das Ziel von Mitinitiator Dirk Messerschmidt. Zwar habe Hesselbach ein sehr reges Vereinsleben – aber für diejenigen, die in keinem der Vereine aktiv seien, gebe es keine Plattform sich zu engagieren oder zu informieren. Das soll der „Arbeitskreis Zukunft“ werden. Unter dessen Dach haben sich sieben Arbeitsgruppen gebildet – anfänglich habe es sogar rund 30 Ideen für Gruppen gegeben, erklärt Dirk Messerschmidt im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Entstanden ist der Arbeitskreis aus dem Heimat- und Verkehrsverein heraus und über allem steht die Frage, wie Hesselbach in fünf Jahren aussehen soll.

Auch brisante Themen sollen besprochen werden

Das Bürgertreffen, das jetzt seine Premiere feierte, soll in Hesselbach zur regelmäßigen Einrichtung werden, zu einer Plattform, auf der Themen besprochen werden, die für die Hesselbacher Dorfgemeinschaft wichtig sind. Auch brisante Themen sollen dabei nicht ausgeklammert werden. Denn in Hesselbach ist eben mehr los als der Protest gegen Windkraft-Anlagen und die Kritik am Straßenbau „Zum Ebsch“. Diskutiert wurde innerhalb des Arbeitskreises die mögliche Schließung des Kindergartens in der Ortschaft. Auch die Erhaltung des örtlichen Freibades ist eine Herausforderung, die die Hesselbacher stemmen. Eine harte Nuss ist darüber hinaus das Gebäudemanagement. „Da wird es künftig auf die Dorfgemeinschaft ankommen“, ist sich Dirk Messerschmidt sicher. Denn es ist bekannt, dass sich die Stadt von kommunalen Gebäuden trennen möchte, auch wenn der Bad Laaspher Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann gleichzeitig angekündigt habe, dass jedes Dorf ein städtisches Gebäude behalten solle. Doch Hesselbach hat ja verschiedene Einrichtungen, daher stellen sich auch im „Arbeitskreis Zukunft“ die Fragen: Was soll erhalten werden und was ist wichtig?

„Hanz“ und „Bücherzelle“ sind die ersten Projekte

Neben dem Bürgertreffen soll der Hesselbacher Anzeiger („Hanz“) als Informationsquelle dienen. Schon Ende des Jahres oder spätestens Anfang des neuen Jahres soll die erste Ausgabe erscheinen. Christof Blecher übernimmt den Druck der ersten beiden Ausgaben. Ebenfalls in der Mache ist eine „Bücherzelle“, in der die Hesselbacher Literatur austauschen können. Schon im Frühjahr soll die „lebendige Bibliothek“ aufgestellt werden, das kündigt Dirk Messerschmidt an – ein Standort ist gefunden.

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