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02.05.2014 17:52
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 Hartes Training: Für seine Mountainbike-Tour nach Wacken trainiert Burkhard Hof fast täglich – ein großes Opfer für den guten Zweck. Foto: tika

Hartes Training: Für seine Mountainbike-Tour nach Wacken trainiert Burkhard Hof fast täglich – ein großes Opfer für den guten Zweck. Foto: tika

Spendentour zum Wacken-Festival

Quälen für den guten Zweck

tika - Es gibt kein Zurück mehr. Burkhard Hof ist sich dieser Tatsache bewusst. „Aus einer Idee musste eine Tat werden. Und dann hatte ich schon Muffe“, gibt der Birkefehler zu. In wenigen Wochen will Burkhard Hof seine Fahrradtour nach Wacken starten – 500 Kilometer für den guten Zweck. „Manche sagen, dass ich verrückt sei. Aber ich will aufrütteln, ich will wachrütteln – ich möchte Menschen dafür sensibilisieren, zu helfen“, sagt er. Seit Dezember trainiert er fast täglich für sein großes Ziel, mit dem Mountainbike zum Wacken-Festival zu fahren – das zehrt an den Kräften. Auf seiner dreieinhalbtägigen Tour Ende Juli will er Geld sammeln. Jeder gefahrene Kilometer, lautet das erklärte Ziel, soll am Ende einen Euro einbringen. Und jeder Euro aus der Spendenaktion kommt vollständig der Uwe-Seeler-Stiftung zu Gute.

„Die kleinen Dinge des Lebens sind die wichtigen“

Der 50-jährige Birkefehler hat gelernt, die Freuden des Lebens zu genießen und zu schätzen. Und er ist dankbar dafür, dass er diese Möglichkeit hat. „Unsere Tochter Laura hat uns zum Umdenken gebracht. Die kleinen Dinge des Lebens sind die wichtigen“, sagt Burkhard Hof, der nicht das erste Mal für den guten Zweck einsteht. Und wohl auch nicht zum letzten Mal. Der zweifache Familienvater und seine Frau Sabine haben viel durchstehen müssen: Die jüngere ihrer beiden Töchter, Laura, ist mit dem Down-Syndrom geboren worden und erkrankte im Alter von sechs Jahren an Leukämie. Heute ist Laura 19 Jahre jung - und lacht, scherzt und flachst mit ihrem Vater herum.

Für Stiftung von „Uns Uwe“ gekegelt

„Als wir damals in einer Notsituation waren, haben wir von anderen viel Hilfe bekommen. Uns geht es heute gut, doch man überlegt sich nun, wie man etwas zurückgeben kann“, erklärt Burkhard Hof. Und plötzlich stellt sich die Frage, warum sich der Birkefehler eine derartige Tortur antut, nicht mehr. Er meint es Ernst mit dieser Sache. Dass er die Uwe-Seeler-Stiftung für die Spenden auserkoren hat, hat dabei einen guten Grund. Tochter Laura ist ein großer Fan von Uwe Seeler, kennt das Urgestein des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV sogar persönlich - durch einen Zufall. Vor drei Jahren nahmen Laura und Burkhard Hof an einem Marathon-Kegeln in Norderstedt teil – zu Gunsten der Stiftung. Dabei erfuhr Uwe Seeler vom Schicksal der jungen Birkefehlerin – und wollte sie kennenlernen. Der Kontakt besteht noch immer – und hat sich zu einer Freundschaft entwickelt. „Ich habe selten einen derart honorigen Mann kennengelernt, der zugleich so bodenständig geblieben ist. Auch deshalb wollte ich die Stiftung unterstützen“, erzählt Burkhard Hof.

„Sie wollen sehen, dass ich mich quäle“

Auf seinem Internet-Blog informiert er nun über seine Trainings- und die Spendenfortschritte, Planungen und will Spender und Interessenten auch auf seinem Weg nach Wacken Ende Juli auf dem Laufenden halten - bisher haben sich vier Spender gefunden. „Die Menschen können alles sehen: Meine Trainingsfortschritte, den Spendenstand und meine Reise nach Wacken. Transparenz ist sehr wichtig dabei. Denn ich stehe im Wort der Spender. Sie wollen sehen, dass ich mich quäle. Dafür haben sie gespendet“, sagt Burkhard Hof. Es gibt jetzt kein Zurück mehr für ihn.

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