Lokales
19.03.2017 17:19
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 So hatten sich das die Verantwortlichen von Straßen NRW sicherlich nicht vorgestellt: Der Rollsplitt auf der Landesstraße 553 zwischen Aue und den „Jagdstuben Grünewald“ ist im Winter sprichwörtlich weggerollt. Foto: Martin Völkel

So hatten sich das die Verantwortlichen von Straßen NRW sicherlich nicht vorgestellt: Der Rollsplitt auf der Landesstraße 553 zwischen Aue und den „Jagdstuben Grünewald“ ist im Winter sprichwörtlich weggerollt. Foto: Martin Völkel

Oberflächenbehandlung auf der L 553 bei Aue

Rollsplitt ohne Wirkung

- Karl-Josef Fischer, Pressesprecher von Straßen NRW in Südwestfalen, redete im SZ-Gespräch nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir werden da noch mal dran müssen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.“

Konkret geht es um die Oberflächenbehandlung der Landesstraße 553 zwischen dem Auer Ortsausgang und dem Gasthof „Jagdstuben Grünewald“. Kurz vor Wintereinbruch, im Herbst 2016, war auf diesem Streckenabschnitt eine Schicht mit Rollsplitt aufgetragen worden. Karl-Josef Fischer: Eine notwendige Maßnahme zur Oberflächenbehandlung, weil die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Risse im Belag festgestellt hätten. Zielsetzung sei es, die Risse so zu schließen, dass kein Wasser eindringen könne.

Es gehe um die Vermeidung von Schäden im Untergrund, der bei einer acht Jahre alten Straße eigentlich noch zu 100 Prozent in Ordnung sein müsse. Dafür sei der Rollsplitt mit Bitumenkleber eine gängige Lösung. In diesem Fall allerdings nicht, denn der Rollsplitt ist in den vergangenen Monaten sprichwörtlich weggerollt. „Warum das so ist, darüber rätseln wird noch. Normalerweise hält das Material, das Verfahren ist gängig. Wir werden da nacharbeiten müssen. Daran führt kein Weg vorbei.“

Rollsplitt werde nach wie vor dann eingesetzt, „wenn wir uns kurzfristig eine Problemlösung davon versprechen“, so der Sprecher von Straßen NRW. Eine dauerhaftere Lösung sei beispielsweise das Aufbringen einer neuen Decke. Irgendwann werde dann Rollsplitt unwirtschaftlich.

Karl-Josef Fischer unterstrich, dass es sich bei dem vorliegenden Streckenabschnitt nicht um eine Passage handele, die in das PPP-Projekt auf der L 553 zwischen Kirchhundem und der hessischen Landesgrenze handele. Die Straße zwischen Aue und Berghausen unter der Regie von Straßen NRW vor einigen Jahren ausgebaut worden. Inklusive der aufwändigen Hangsicherung wurde eine siebenstellige Summe in die Straße investiert, die nicht zuletzt in der Bad Berleburger Kommunalpolitik wiederholt Thema gewesen war.

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