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11.01.2017 08:34
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Mehr Aufenthaltsqualität soll die Siegtalstraße – im Volksmund „Schossi“ genannt – den Kunden künftig bieten. Foto: pebe
Mehr Aufenthaltsqualität soll die Siegtalstraße – im Volksmund „Schossi“ genannt – den Kunden künftig bieten. Foto: pebe

Gewerbetreibende wollen Parkplätze

Schönheitskur für die Schossi

ihm Es gab gute und schlechte Nachrichten am Dienstagabend auf der Anliegerversammlung im Niederscheldener Volkshaus. Rund 60 Betroffene – meist Grundstückseigentümer und Geschäftsleute – waren gekommen, um sich über die Pläne zum Umbau der Siegtalstraße informieren zu lassen. Die gute Nachricht: Die Schossi wird nach dem Bau der HTS nicht zur Gemeindestraße abgestuft, sondern sie bekommt den Rang einer Kreisstraße. Ihr neuer Name: K 9. Das hat die Stadt Siegen durch energischen Protest beim Land durchgesetzt. Vorteil für die Anlieger: Sie müssen sich nicht mit 10 Prozent Eigenanteil an den Baukosten für die Fahrbahn beteiligen.

Schossi könnte zur Sackgasse werden

Die schlechte Nachricht: Für die Sanierung der Brücke an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz soll diese Brücke drei bis vier Monate voll gesperrt werden. Die Baumaßnahme plant Rheinland-Pfalz für das Jahr 2017. Die Schossi würde in dieser Zeit zur Sackgasse – ein „Riesenproblem“ für die Betriebe, wie Stefan Henke prophezeite. Bürgermeister Steffen Mues versprach den Anliegern, „ganz intensiv“ für eine nur halbseitige Sperrung zu kämpfen, wollte aber nichts versprechen. Die Vollsperrung ist, so die Stadt, offenbar vor allem den strengen Vorschriften der Berufsgenossenschaft geschuldet, soll also die Bauarbeiter schützen.

Breitere Gehwege

Die Schossi soll mehr Aufenthaltsqualität bekommen.  Die Fahrbahn wird von 7 auf 6 Meter verschmälert. Die Gehwege, die derzeit 1,90 m bis 4 m breit sind, werden zwischen 2,50 und 5,50 m breit. Statt zweier Busbuchten wird es zwei Buscaps geben, sodass die Busse künftig auf der Straße halten. Aus derzeit 40 Parkplätzen werden 37, vier davon werden allerdings nicht vor den Geschäften, sondern auf der Siegbrücke liegen. Zu den bisherigen fünf Straßenbäumen sollen zehn weitere kommen.

Auf die Anlieger kommen Beiträge nach dem Kommunalabgabengesetz zu. Auf rund 30 betroffene Grundstückseigentümer werden nach bisherigen Schätzungen 320 000 Euro umgelegt.  

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