Lokales
01.12.2015 13:17
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 Das Modell des menschlichen Fußes, das Dr. Ralf-Achim Grünther mit in die Grundschule Im Odeborntal gebracht hatte, weckte die Aufmerksamkeit der Kinder. Foto: Björn Weyand

Das Modell des menschlichen Fußes, das Dr. Ralf-Achim Grünther mit in die Grundschule Im Odeborntal gebracht hatte, weckte die Aufmerksamkeit der Kinder. Foto: Björn Weyand

Chefarzt besuchte Grundschule Im Odeborntal

Schüler durften rauf auf den Tisch

bw - Auf den Tisch steigen dürfen die Erstklässler der Grundschule Im Odeborntal in Schüllar-Wemlighausen ja üblicherweise nie. Der Dienstagmorgen bildete da eine Ausnahme – aus gutem Grund, hatten die Schüler doch hohen Besuch von Dr. Ralf-Achim Grünther. Schon im sechsten Jahr in Folge besucht der Chefarzt der Fachklinik für Orthopädie und Traumatologie der Helios-Kliniken in Bad Berleburg mehrere Grundschulen im Stadtgebiet, um sich von den Erstklässlern die Füße zeigen zu lassen. Zwar riefen die Mädchen und Jungen lautstark „Nein“, nachdem der Mediziner sie gefragt hatte, ob er mal ihre Füße sehen dürfte. Ein kleiner Schokonikolaus und ein Aufkleber stimmten die 22 Kinder um.

Lehrer war gespannt auf die Fußballerfüße

Die Füße gerade in diesem Alter zu kontrollieren, sei sehr wichtig, verriet Dr. Ralf-Achim Grünther im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Füße erreichen erst in einem Alter von zwölf bis 14 Jahren die endgültige Form, daher könnten sie zu einem früheren Zeitpunkt noch geformt und trainiert werden. „Deshalb ist die Aktion auch so wichtig“, sagte der Helios-Chefarzt. Der bat die Schüler der Reihe nacheinander zu Tisch, beziehungsweise auf selbigen. Dort stellten sich die Mädchen und Jungen barfuß oder mit Strumpfhose auf ein Blatt Papier, wo Dr. Ralf-Achim Grünther die Umrisse der Füße nachzeichnete.

Nur ein einziges Kind muss zu der Kontrolle

Das kitzelte zwar so manches Kind, trotzdem ließen sie die Prozedur ohne Murren über sich ergehen. Bei den meisten Kindern lautete der Befund: „Alles okay.“ Nur in einem Fall erhielt ein Grundschüler die Empfehlung an die Eltern, die Füße in einem halben Jahr kontrollieren zu lassen. Dabei hatte Klassenlehrer Rainer Nohn ja vorher noch orakelt: „Ich bin gespannt, wie die Fußballerfüße aussehen. Die sind ja wahrscheinlich alle platt getreten.“ Doch diese Vermutung entpuppte sich als falsch. Im Rahmen der Aktion Orthofit „Zeigt her Eure Füße“ des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie besuchen rund 200 Orthopäden im November und im Dezember bundesweit Grundschulen.

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