Lokales
11.10.2017 10:42
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 Hochkonzentriert fuhren die Viertklässler der Grundschule Erndtebrück in den Kreisverkehr im Kernort – ein Knackpunkt auf ihrer Rundtour. Foto: Timo Karl

Hochkonzentriert fuhren die Viertklässler der Grundschule Erndtebrück in den Kreisverkehr im Kernort – ein Knackpunkt auf ihrer Rundtour. Foto: Timo Karl

Radfahrausbildung in Erndtebrück

Sicher auf zwei Rädern

tika - Es ist eine Lektion für ein ganzes Leben – und sie rettet im Ernstfall Leben. Gerade deshalb trainiert die Grundschule Erndtebrück mit ihren Schülern richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Im Rahmen der Radfahrausbildung absolvierten daher insgesamt 53 junge Zweiradfahrer aus den vierten Klassen direkt in Erndtebrück. „Für die meisten Kinder ist dies der erste direkte Kontakt mit dem Straßenverkehr. Uns ist es sehr wichtig, sie dafür entsprechend zu sensibilisieren“, erklärte Thorsten Denker.

Der Schulleiter der Grundschule Erndtebrück hob daher die Notwendigkeit der insgesamt drei Einheiten umfassenden Radfahrausbildung hervor – nach zwei Trainingssfahrten steht in der kommenden Woche der Abschluss ins Haus, inklusive des Erwerbs des sogenannten Fahrradführerscheins. „Eltern sollten wissen, dass ihre Kinder auch danach noch keine sicheren Radfahrer sind, aber sie wissen, wie sie mit möglichen Gefahren im Verkehr umgehen müssen“, machte Thorsten Denker deutlich. Daher appellierte er zugleich an die Eltern, ihre Kinder auch über die schulischen Übungseinheiten hinaus zu unterstützen: „Letztlich müssen die Eltern einschätzen, wie gut ihre Kinder Fahrrad fahren können.“

Kreisverkehr ist komplettes Neuland

Apropos Eltern: Dass die Ausbildung für diese eine Herzensangelegenheit ist, machten sie gestern durch ihr großes Engagement am Straßenrand deutlich. Eine Vielzahl stand betreuend zur Seite und half, die Übungseinheit reibungslos über die Bühne zu bringen. Die führte von der Grundschule in die Bergstraße bis zum Kreisverkehr an den Eder-Arkaden. „Der Kreisverkehr ist für die Schüler komplettes Neuland. Das ist ein Knackpunkt auf der gesamten Fahrt“, machte Martin Schmidt deutlich. Der Hauptkommissar der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein geleitete die Schüler sicher durch den Kreisverkehr und stand dabei auf der Verkehrsinsel unterstützend zur Seite.

Teilnahme am Verkehr ist nicht einfach

Danach setzten die jungen Radfahrer ihre Tour durch die Tal- und Weiherstraße fort, zurück in die Bergstraße und dann zur Grundschule. „Es ist enorm wichtig, dass die Kinder die Erfahrung im Kreisverkehr machen. Ohnehin ist eine Teilnahme am Verkehr in Erndtebrück eine schwierige Aufgabe, der Anspruch ist hoch. Daher ist dies eine gute Übung“, erklärte Martin Schmidt, der die laufende Ausbildung nach zwölf Jahren letztmals betreut. „In all der Zeit ist es nie zu einem Unfall gekommen, das ist mir sehr wichtig“, berichtete der Polizist. Lob erhielt der Gesetzeshüter wiederum aus der Lehrerschaft.

„Martin Schmidt hat die Ausbildung in all den Jahren immer toll organisiert“, brachte es Lehrerin Renate Krack-Schneider auf den Punkt. Tatsächlich nahm der Polizist seine Aufgabe im Kreisverkehr äußerst Ernst. Ein besonderes Anliegen war ihm dabei, dass alle Schüler die Fahrt durch selbigen absolvieren. „Für die Kinder ist das enorm schwer, sie sind bisher meist immer auf dem Gehweg gefahren. Hinzu kommt, dass es im Teilnehmerfeld deutliche Leistungsunterschiede gibt. Manche Kinder sind zu Hause bereits oft gefahren, andere absolvieren ihre ersten Übungseinheiten überhaupt auf dem Fahrrad“, berichtete Martin Schmidt.

„Bedingte Verkehrstüchtigkeit“

Ab dem zehnten Lebensjahr fordert das Gesetz eine „bedingte Verkehrstüchtigkeit“, die gewährleistet, dass die Kinder mit dem Fahrrad auch auf der Straße fahren können. „Manche Kinder sind mit dem Kreisverkehr vollkommen überfordert. Das ist nicht verwerflich, man kann ihnen da keinen Vorwurf machen. Trotzdem sollen auch sie den Weg meistern. Wir lassen sie zusehen, wie einige andere Schüler fahren, ehe wir sie dann ebenfalls auf die Runde entsenden“, erklärte Martin Schmidt. Nur auf diese Weise lernen die Schüler ihre Lektion für ein ganzes Leben – und können im Ernstfall auch ohne polizeiliche Hilfe richtig reagieren.

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