Kultur
07.02.2017 11:32
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 Sechs farbintensive, expressive Bildkompositionen präsentiert der gebürtige Weidenauer Steffen Meier unter dem Motto „von hier aus“ beim „szenenwechsel XXXIV“ im Kreuztaler Kulturbahnhof. Foto: aww

Sechs farbintensive, expressive Bildkompositionen präsentiert der gebürtige Weidenauer Steffen Meier unter dem Motto „von hier aus“ beim „szenenwechsel XXXIV“ im Kreuztaler Kulturbahnhof. Foto: aww

„von hier aus“ ist das Motto der Ausstellung

Steffen Meier im Kulturbahnhof

aww - Der Bezug zum Siegerländer Wald ist nicht auf den ersten Blick evident. Auch nicht auf den zweiten. Dennoch ist er vorhanden. Und für den Künstler gar bedeutsam. Steffen Meier, der den „szenenwechsel XXXIV“ im Kreuztaler Kulturbahnhof mit sechs farbintensiven und ausgesprochen dynamisch-bewegt wirkenden Großformat-Bildern bespielt, die zunächst einmal so gar nichts mit einem Sonntagsspaziergang auf dem Kindelsberg gemein haben wollen, lässt sich von der heimischen Natur zu seinem künstlerischen Tun inspirieren: „Die ersten Eindrücke stammen oft von Fotos, die ich im Wald mache“, erklärte der 41-Jährige im Pressegespräch zu seiner Ausstellung „von hier aus“, die am Donnerstag, 19 Uhr, im schon seit Jahren als Kunstraum etablierten alten Bahnhof eröffnet wird und bis zum 21. April läuft. Spuren dieser Wald-Eindrücke, so die Deutung des Künstlers, fänden sich trotz aller Abstraktion in seinen Arbeiten wieder.

Kurator ist Prof. Jürgen Königs

Kuratiert wird die Präsentation von Prof. Jürgen Königs, bei dem Steffen Meier einst Malerei und Fotografie an der Siegener Uni lernte und der die künstlerische Entwicklung seines ehemaligen Studenten „mit großem Vergnügen“ beobachtet. Ihm gefalle, wie Meier verschiedene Verfahrensweisen und Materialien verarbeite, sagt Königs: „Das ist eine ziemlich große Palette, die er handhabt.“ Auf jener Palette wiederzufinden sind etwa Dekostoffe, die Meier als Malgrund dienen. Und mit denen, so der Künstler selbst, wiederum ein Bezug zu den „Schaufenstern“ des Kulturbahnhofs gegeben sei. Der ornamentale Charakter der Stoffe tritt in den seit 2015 entstandenen Bildern teils offenkundig zutage. Dieses „Vorgefertigte“ findet seine Fortsetzung in der Verwendung von Schablonen (etwa Verpackungsmaterialien aus dem Supermarkt oder Kreppband), mit denen der Künstler seine Bilder bei der Komposition abdeckt/-klebt. Die daraus resultierenden strengen Konturen lassen einen spannungsreichen Kontrast zum expressiven Farbauftrag entstehen, bei dem Steffen Meier nur bedingt kontrollierbare Sprüh- oder auch geschüttete und verriebene verdünnte Acrylfarben verwendet.

„Ein bisschen schräg darf es sein“

Die Farbgebung ist durchaus auffällig, springt mitunter gar ins Auge und ist nicht primär auf die Erzeugung von Wohlempfinden und Harmonie ausgerichtet. So findet sich in einem Werk (unter anderem) Pink neben Orange neben Violett neben Rot. „Ein bisschen schräg darf es sein“, sagt der gebürtige Weidenauer (der in Bonn lebt, in Bornheim als Lehrer arbeitet und sich tief verwurzelt im Siegerland sieht). Das sei ein wenig so wie in der Musik: Immer nur C-Dur ist eben auf die Dauer auch ganz „schön“ langweilig.

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