Lokales
11.08.2017 17:00
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 Die Firma Bikar realisiert derzeit im Industriegebiet Berghausen/Raumland eine weitere Millionen-Investition. Der Fachkräftebedarf der heimischen Unternehmen wächst – für Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann eine der entscheidenden Herausforderungen in der Zukunft. Foto: vö

Die Firma Bikar realisiert derzeit im Industriegebiet Berghausen/Raumland eine weitere Millionen-Investition. Der Fachkräftebedarf der heimischen Unternehmen wächst – für Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann eine der entscheidenden Herausforderungen in der Zukunft. Foto: vö

Wirtschaftswegekonzept

Thematik mit vielen Facetten

vö - Es war ein Abend der klaren Worte in der Schwarzenauer Mehrzweckhalle – obwohl die Ausgestaltung des Wirtschaftswegekonzeptes noch nach allen Seiten völlig offen ist und der Entwurf erst im Oktober stehen soll. Bürgermeister Bernd Fuhrmann machte deutlich, dass sich die Odebornstadt mit ihren nicht einmal mehr 20 000 Einwohnern bestimmte Dinge einfach nicht leisten könne. Zumal bis 2030 mit einem Bevölkerungsrückgang von sieben Prozent zu rechnen sei. Macht noch einmal 1400 Berleburger weniger. Bad Berleburg sei mit einer Fläche von 275 Quadratkilometern die zweitgrößte Flächenkommune in Nordrhein-Westfalen, „auch größer als unsere Landeshauptstadt Düsseldorf“. Das Problem: Hier unterhalte man sich über andere Einwohnerzahlen. Besagte Einwohnerzahlen könnten noch bei einer weiteren Thematik zum Problem werden. Anders gesagt: Sie sind es längst, wenn man die aktuellen Pressemitteilungen vieler Firmen auch zwischen den Zeilen genau liest. Bernd Fuhrmann definierte die Fachkräftegewinnung für die heimischen Unternehmen als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. „Die entscheidende Frage wird sein, wie es uns gelingt, neue Kräfte in die Region zu locken.“ Mit einer Arbeitslosenquote, die zwischen 3,4 und 3,5 Prozent pendele, „haben wir fast Vollbeschäftigung“.

„Auf einem guten Weg“

Bad Berleburg könne stolz sein auf seine mittelständischen Betriebe, die für Arbeitsplätze vor Ort sorgten: „Wir haben Unternehmer in Bad Berleburg, die hier leben, wohnen und investieren. Das ist gar nicht hoch genug zu bewerten.“ Dass die Firmen mit ihren aktuellen Investitionen – EJOT oder Bikar seien nur zwei Beispiele – zusätzliche Mitarbeiter benötigten, liege auf der Hand. Damit nicht genug: Mit den sprudelnden Gewerbesteuern, die in den vergangenen Jahren in schöner Regelmäßigkeit auf Rekordniveau geklettert sind, leistet die Wirtschaft einen wesentlichen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. Bernd Fuhrmann prognostizierte, „dass wir nach wie vor auf einem guten Weg sind, im Jahr 2018 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen“. Erklärtes Ziel der Stadt Bad Berleburg sei es, das Heft des Handelns in der Hand zu behalten: „Es wäre der falsche Weg, von Düsseldorf oder Arnsberg reinregiert zu bekommen.“

Insgesamt 1000 Kilometer Wirtschaftswege

Dennoch, trotz aller Erfolge der Vergangenheit stellt sich für die Odebornstadt die Frage, wie viel Infrastruktur man sich mit 70 Einwohnern je Quadratkilometer Fläche leisten kann und will. Die Kommune unterhält 280 Quadratmeter Gemeindestraßen und 1000 Kilometer Wirtschaftswege. Bei überregionalen Veranstaltungen komme oft die Frage auf, so der Bürgermeister, wie das mit 20 000 Einwohnern überhaupt zu stemmen sei. Nicht ganz von ungefähr sprach Kommunalberater Bernd Mende am Mittwochabend in Schwarzenau und auch Donnerstagabend in Berghausen noch einmal das Thema Brückenbauwerke an: „Aus unserer Sicht wären da einige über.“ Ob sich auch in Sachen Wirtschaftswege in den nächsten Wochen ebenfalls mögliche Streichresultate auftun werden, bleibt abzuwarten. Nach der Veranstaltung in der Fest- und Kulturhalle Berghausen steht die dritte und letzte Ortskonferenz am kommenden Montag, 14. August, ab 19.30 Uhr im Bad Berleburger Bürgerhaus auf dem Programm.

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