Lokales
18.06.2017 10:00
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 Trial-Vize-Weltmeister Nils-Obed Riecker sorgte mit waghalsigen Kunststücken auf seinem Fahrrad für Staunen und Begeisterung gleichermaßen. Der Westerwälder gastierte im Rahmen der Arfelder Zelttage im Edertal. Foto: tika

Trial-Vize-Weltmeister Nils-Obed Riecker sorgte mit waghalsigen Kunststücken auf seinem Fahrrad für Staunen und Begeisterung gleichermaßen. Der Westerwälder gastierte im Rahmen der Arfelder Zelttage im Edertal. Foto: tika

Arfelder Zelttage

Trialshow begeistert Publikum

tika - In aller Ruhe erklärte Nils-Obed Riecker, was nun folgen würde – nicht weniger als der Höhepunkt seiner Show. Ausgerechnet der Trial-Vize-Weltmeister strahlte eine Gelassenheit aus, die im Publikum ihresgleichen suchte. Dann sprang der 22-jährige Westerwälder mit seinem Fahrrad auf ein Auto – aus dem Stand –, um dann vom Dach auf die Motorhaube und den Boden zu springen. Ein echter Routinier, der seinen Sport versteht. „Das ist ein Sport, bei dem man manchmal über sich hinauswachsen muss“, gab Nils-Obed Riecker zu. Der Leistungssportler hat ein Rezept gefunden – und wollte mit seiner Stuntshow im Rahmen der Arfelder Zelttage der Freien evangelischen Gemeinde Arfeld seine Botschaft übermitteln. Es passte nur auf den ersten Blick nicht zusammen, dass ein Leistungssportler sein Können im Rahmen einer christlichen Veranstaltung präsentierte. Auf den zweiten Blick ergaben sich aber Ansätze, die durchaus harmonierten. „Im Sport gibt es immer Emotionen und die kochen manchmal über, egal ob im Sieg oder in der Niederlage. Das sind die Situationen, in denen man sich selbst am besten erkennt – da kommt es dann auf die Selbstreflektion an. Und da beginnt der Glaube“, erklärte der Herr der Zweiräder.

Adrenalin war garantiert

Dass er, der Vize-Weltmeister und Deutsche Meister, derartige emotionale Ausbrüche durchaus schon ob seiner Erfolge erlebt hat, daran ließ er keine Zweifel. Millimeterarbeit bewies er in seiner Show, die er mehrfach an diesem Donnerstagnachmittag darbot. Er sprang auf Europaletten, über Felsbrocken oder Menschen aus dem Publikum. Adrenalin war garantiert, vor allem für die Zuschauer. „Man muss die Dinge in die Hände Gottes legen, die man im Stande ist zu leisten – und dann daran glauben, dass man über sich hinauswachsen kann. Es kommt dabei auf Vertrauen an. Das ist ein ganz besonderer Wert, man braucht Vertrauen in sich selbst“, konstatierte Nils-Obed Riecker, zu dem der Kontakt über den Verein Sportler ruft Sportler zu Stande gekommen war – eine christliche Organisation aus dem Westerwald. Der Leistungssportler tritt nicht nur im Rahmen von Wettkämpfen an, er gibt auch Seminare und Workshops speziell für Nachwuchssportler. Und vermittelt dabei Werte, die zwar auf denen seines Vereins basieren, keinesfalls aber an den christlichen Glauben gekoppelt sind: Vertrauen, Respekt und Wertschätzung. Werte, die für die Gemeinschaft im Alltag durchaus zuträglich sind. „Ich möchte die Werte weitergeben, denn sie sind an vielen Stellen im alltäglichen Leben notwendig“, erklärte Nils-Obed Riecker nach einer seiner Shows. Das Publikum stand derweil immer noch da und staunte.

„Es kommt auf den Spaß am Sport an“

Rund 50 Menschen waren gekommen, um ihn und seine Vorstellung an Fronleichnam zu sehen – abends wiederholte er sie im Rahmen einer Talkrunde noch einmal direkt im Zelt. Dass Nils-Obed Riecker derart ruhig auftrat, war wohl vor allem durch seine Erfahrung und Routine bedingt – er misst sich schließlich mit der Weltspitze. „Ich bin im vergangenen Jahr vor 10 000 Zuschauern in Karlsruhe gefahren. Es ist letztlich aber egal, wie viele Zuschauer da sind, ich würde auch für nur einen Besucher fahren. Es kommt auf den Spaß am Sport an“, betonte der 22-Jährige. Abgehoben ist er keinesfalls, sondern ist trotz seiner Erfolge realistisch geblieben. Neben seiner großen Leidenschaft absolviert er eine Ausbildung als Physiotherapeut. „Es ist wie mit jedem Sport – irgendwann ist Schluss. Und dann möchte ich im physiotherapeutischen Bereich professionell einsteigen“, verriet Nils-Obed Riecker. Es ist wohl gerade diese Bodenständigkeit, die ihn auf dem Rollfeld so gelassen wirken lässt. Und das Vertrauen – zu Gott und sich selbst.

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