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09.02.2017 15:00
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Ohne Uros Paladin (rechts neben Lucas Schneider) muss sich die Abwehr des TuS Ferndorf neu justieren.
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Ohne Uros Paladin (rechts neben Lucas Schneider) muss sich die Abwehr des TuS Ferndorf neu justieren.

2. Handball-Bundesliga

TuS Ferndorf erneut im Osten

geo - Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Dessau ist der TuS Ferndorf in Thüringen  unterwegs. Die Umkehrung des Hinrunden-Spielplans mit der nun beginnenden Rückrunde beschert den Teams nämlich entweder zwei Heim- oder zwei Auswärtsspiele in Folge. Ferndorf muss von den noch zu absolvierenden 19 Begegnungen ohnehin eine mehr in gegnerischen Hallen austragen.

Eisenach gewann acht von neun Heimspielen

Statt nach Sachsen-Anhalt geht es nun aber zum ehemaligen DDR-Meister ThSV Eisenach, der bekanntlich letzte Saison in der Bundesliga spielte, derzeit Rang 7 mit 22:16 Punkten in Liga 2 einnimmt. Das Hinspiel gewannen die Ferndorfer vor eigenem Publikum zwar mit 24:22, doch seitdem ist viel passiert. Die Thüringer, die nach einem fulminanten Zwischenspurt wieder an das Tor zur Bundesliga-Rückkehr klopften, mussten im Dezember erkennen, dass die Trauben für Plätze ganz oben noch etwas zu weit oben hängen: in den drei Spielen gegen das Spitzentrio Bietigheim, Hüttenberg und N-Lübbecke (gegen die Ferndorf dann ab kommenden Freitag spielt ...) holte man 1:5 Punkte und musste trotz bekannter Heimstärke (acht von neun Spielen gewonnen) ehrgeizigere Pläne wohl erstmal auf die Zeit nach dem Bau einer neuen Sporthalle verschieben.

Schlimmer Autounfall Schliedermanns

Am Samstag wird also um 19.30 Uhr noch einmal in der ehrwürdigen Werner-Aßmann-Sporthalle am Fuße der Wartburg gespielt, in der Ferndorf im ersten Zweitliga-Jahr aufspielte und im Dezember 2012 eine 25:35-Klatsche mit auf den Heimweg bekam. Aktuell haben sich die Koordinaten aber verschoben, hat der TuS Ferndorf durch seinen Auswärtssieg in Dessau aufhorchen lassen, wo Eisenach im November noch mit 20:28 unterlag. Der seit Saisonbeginn amtierende ThSV-Trainer Christoph Jauernik beklagt aktuell großes Ausfallpech. Da ist zum einen der tragische Autounfall Marcel Schliedermanns, der nach dem Unglück bei Bad Oldesloe möglicherweise noch lange ausfällt (SZ berichtete). Aber auch Daniel Luther, Jonas Richardt, Willy Weyhrauch und Kreisläufer Marcel Niemeyer fehlten letzte Woche gegen Konstanz. Somit verblieben gerade drei gestandene Rückraumspieler (Gerlich, Miljak, Ragnarsson), die aber immerhin zusammen die Hälfte der 26 Treffer zum 26:22-Erfolg gegen die HSG Konstanz beisteuerten. Dennoch war der Substanzverlust am Ende spürbar, als die Bodensee-Handballer noch einmal herankamen.

Paladin und Bettig fallen aus

So gesehen hat es der Gast aus dem nördlichen Siegerland etwas besser, denn bis auf Uros Paladin und den verletzten Patrick Bettig, dem der schon lange lädierte Ellenbogen der Wurfhand wieder Probleme bereitet, kann Trainer Michael Lerscht die „volle Kapelle“ aufbieten Größtes Problem der Ferndorfer dürfte jedoch die Baustelle Abwehr sein, die sich in Dessau als reichlich löchrig erwies. Hier war schon zu erkennen, wie sehr der mit Bandscheibenvorfall weiter ausfallende Paladin im Innenblock vermisst wird. So sehr sich die beiden Kreisläufer Andreas Heyme und Tim-Oliver Brauer im Zusammenspiel mit den Linkshändern Lucas Schneider und Michelin Celestin auch mühten - an den Schnittstellen auf den Halbpositionen hakte es zum Teil gewaltig. Erst in der 2. Halbzeit, als die Gastgeber etwas müder wurden, schnappte das Defensivkonstrukt der Ferndorfer besser zu und gewann die Oberhand.

Gorobtschuk stärker geworden

Spielerisch bot der TuS hingegen mit vielen Varianten und Spielzügen eine sehr ordentliche Vorstellung - 33 Tore schießt man in des Gegners Halle auch nicht immer. Dagegen wird aber ThSV-Torhüter Stanislav Gorobtschuk etwas haben, der früher das Ferndorfer Trikot trug und sich im Laufe der Hinrunde mit 150 Paraden zu einem der besten Keeper mauserte.

„Wir sind hungrig und haben Bock“

„Wir sind hungrig und haben Bock. Jetzt müssen wir mit Engagement und Herzblut wett machen, was uns an Eingespieltheit hinten noch fehlt“, meinte Trainer Michael Lerscht am Donnerstag. Denkt da einer etwa an den „Aufbau Ost“ mal andersrum ....?

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