Lokales
08.01.2016 07:58
Drucken Vorlesen Senden
 Dieses Handy-Foto löste im September 2014 eine Ermittlungswelle von Polizei und Staatsanwaltschaft aus, die aufgrund des aufwendigen Verfahrens noch nicht abgearbeitet ist. Foto: Polizei

Dieses Handy-Foto löste im September 2014 eine Ermittlungswelle von Polizei und Staatsanwaltschaft aus, die aufgrund des aufwendigen Verfahrens noch nicht abgearbeitet ist. Foto: Polizei

Nach Skandal in Burbacher Flüchtlingseinrichtung

Über 50 Personen beschuldigt

kalle - Es ist eines der aufwendigsten Verfahren der Staatsanwaltschaft Siegen in den vergangenen Jahren. Dabei geht es um die Vorwürfe der Freiheitsberaubung, der Nötigung und der Körperverletzung zum Nachteil von Bewohnern der Notaufnahmeeinrichtung Burbach im Zeitraum September 2013 bis Ende September 2014. Ans Licht der Öffentlichkeit kamen die ersten Vorwürfe am 28. September 2014 im Rahmen einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium Hagen. Die besondere Dramatik der Vorfälle wurde durch ein Handy-Foto unterstrichen, das zwei Wachmänner zeigt, die einen damals 28-jährigen Algerier misshandelten. Ein Video zeigte dann noch weitere üble Szenen in der Notaufnahmeeinrichtung. Die schrecklichen Bilder ging um die Welt. Die Gemeinde Burbach geriet unverschuldet in die Schlagzeilen.

Über 50 Beschuldigte nach Burbacher Vorfällen

Bis zum Januar 2016, gut 16 Monate nachdem die Tatvorwürfe bekannt wurden, ist einiges passiert. Die Ermittlungen der Sonderkommission „Heim“ dazu sind weitgehend abgeschlossen, so Oberstaatsanwalt Johannes Daheim im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Noch immer habe man es mit mehr als 50 Personen zu tun, denen strafrechtlich relevante Verfehlungen vorgeworfen werden. Es handelt sich um Beschuldigte aus dem Bereich des damaligen Wachdienstpersonals in der Notaufnahmeeinrichtung, um von der Firma European Homecare eingesetzte Sozialbetreuer, um den ehemaligen Heimleiter und sonstige Verantwortliche der Firma EHC einschließlich deren Geschäftsführer. Darüber hinaus besteht ein Anfangsverdacht wegen Freiheitsberaubung und Nötigung durch Unterlassen gegen zwei Bedienstete der Bezirksregierung Arnsberg. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen sollen die beiden Beschuldigten nicht gegen ihnen bekannt gewordene Übergriffe und rechtswidrige freiheitsentziehende Maßnahmen durch Wachleute und Sozialbetreuer eingeschritten sein.

Zeugen mittlerweile über ganz Deutschland verstreut

Ein Sondersachbearbeiter der Staatsanwaltschaft hat monatelang die Akten geprüft. Daheim erklärte weiter: „Trotz des hohen Personaleinsatzes waren die bisherigen Ermittlungen insgesamt sehr zeitaufwendig. Allein das Auffinden der Zeugen, die über ganz Deutschland verteilt sind, ist für dieses große Zeitfenster verantwortlich“.

Beschuldigte müssen noch mit Ermittlungsergebnissen konfrontiert werden

Auf einen eventuellen Termin, wann es in diesem Verfahren zu einer ersten Anklage vor Gericht kommen könnte, ließ sich der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht festlegen. „Es wird sicher einige Zeit dauern, weil einzelne Beschuldigte noch mit den vollständigen Ermittlungergebnissen konfrontiert werden müssen, um ihnen dann Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben!“

SOCIAL BOOKMARKS
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

Weitere Lokalnachrichten

 

Missbrauch des Rettungsdienstes?

Bussard steckte in Auto fest

Fahrer wurden aus Wracks befreit

U-Haft für junge Verdächtige

Starthilfe für nötige Investitionen

Baustart an der B480 nicht vor 2021

Aktuelle Fotostrecken

Die Fotos der Siegener Brandserie

Vormwald feiert Jubiläum

Impressionen zur NRW-Landtagswahl 2017

Maifeiern im Siegerland

- Anzeige -

Sportnachrichten

 

„Spektakel“ trotz Großbaustelle

209,577 km: Tuna triumphiert

TV Jahn schafft Sensation

Ferndorf holt Kreisläufer Rink

Aktuelle Videos

Bauernhof brannte nieder

Brand in Obdachlosenheim

Unfall auf der HTS

Brand in Wahlbach

Aus aller Welt

 

Ingolstadt vergibt bei Abschiedsvorstellung Sieg gegen S04 Fußball-Bundesliga

Kulturnachrichten

 

Benefiz für Familie Spies

Apollo-Preise gehen nach Berlin

Gymnasiasten auf Zeitreise

Monopol für die Kunst