Lokales
04.01.2017 13:05
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 Zwangspause auf der Siegbrücken-Baustelle: Ein Fall von Vandalismus hat dazu geführt, dass die Baustelle von der Strom- und der Wasserversorgung abgeschnitten war. Noch immer konnten nicht alle Schäden behoben werden. Foto: damo

Zwangspause auf der Siegbrücken-Baustelle: Ein Fall von Vandalismus hat dazu geführt, dass die Baustelle von der Strom- und der Wasserversorgung abgeschnitten war. Noch immer konnten nicht alle Schäden behoben werden. Foto: damo

Siegbrücke: Strom- und Wasserversorgung kaputt

Vandalismus legt Baustelle lahm

damo - Ein bislang unbekannter Querulant hat an der Kirchener Brückenbaustelle einen ausgesprochen effektiven Weg gefunden, gleichzeitig einen beträchtlichen Sachschaden anzurichten und tausenden Autofahrer gewaltig auf die Nerven zu gehen: Der Unbekannte hat der Baustelle quasi den Stecker gezogen, und zwar mit brachialer Gewalt. Der unmittelbare materielle Schaden liegt nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität wahrscheinlich im fünfstelligen Bereich. Und die Bauarbeiten verzögern sich um eine zusätzliche Woche.

Die Sachbeschädigung hat sich in der Weihnachtspause ereignet. Am 21. Dezember hatten die Mitarbeiter der Baufirma Eurovia die Baustelle verlassen – eigentlich hätten die Männer an diesem Montag wieder die Arbeit aufnehmen sollen. Aber dazu ist es nicht gekommen: Die Eurovia-Beschäftigten haben am 2. Januar eine Baustelle ohne Wasser- und ohne Stromversorgung vorgefunden.

Laut dem Projektleiter des Landesbetriebs Mobilität, Helmut Kohlhauer, hat ein Unbekannter die Wasserleitung der Baustelle mit massiver Gewalt traktiert. Problem dabei: Um ein Zufrieren der Leitung zu verhindern und damit eine stetige Wasserversorgung der Baustelle zu garantieren, war die Wasserleitung mit einer elektrischen Heizspirale ummantelt. Und die dafür nötige Stromleitung hat der Unbekannte aus dem zentralen Schaltschrank gerissen, berichtete Kohlhauer. „So gab es einen Kurzschluss und danach einen Stromausfall.“

Das blieb nicht ohne Folgen: In sämtlichen Containern, in denen z.B. sanitäre Anlagen und Baubüros untergebracht sind, ist das Wasser in den Leitungen gefroren, so dass es zu massiven Frostschäden gekommen ist. Zudem war die Baustelle zu Wochenbeginn auch ohne Strom und Wasser.

Ergo gingen die ersten Tage auf der Baustelle dafür drauf, Schäden aufzunehmen und zu beheben, informierte Jose Cabrera, Bauleiter von Eurovia. Er berichtete gestern im Telefongespräch, dass noch immer nicht alle Vandalismus-Folgen ausgeräumt werden konnten.

„Das kostet etwa eine Woche“, bilanziert Kohlhauer. Und das trifft nicht nur alle privaten Autofahrer, sondern verursacht auch weitere materielle Schäden: Für viele Unternehmen (z.B. Speditionen) bedeutet jeder zusätzliche Tag mit Stau und Umleitungen weitere Einbußen.

Ob dem Unbekannten die Tragweite seines Handelns wirklich bewusst war? Kohlhauer jedenfalls ist sich sicher, dass der Täter gewusst hat, was er tat: Um überhaupt an die Wasserleitung und das Stromkabel zu gelangen, muss man die Baustellenzäune überwinden und sich auf die Suche nach den entsprechenden Leitungen begeben. „Da ist jemand sehr gezielt vorgegangen“, meinte Kohlhauer.

Vielleicht wird ja irgendwann die Motivation des Randalierers noch bekannt: Die Firma Eurovia hat laut Cabrera die Polizei eingeschaltet. Daniel Montanus

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