Lokales
11.01.2017 13:50
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Das Zentrum des Kreisels in Niederschelderhütte bleibt vorerst ohne Kunstwerk.
Foto: thor
Das Zentrum des Kreisels in Niederschelderhütte bleibt vorerst ohne Kunstwerk.
Gemeinde grübelt über Finanzierung

Vorerst keine Kunst am Kreisel

thor - Für die hohe Kunst ist in Freusburg eigentlich der Förderverein zur Erhaltung geschichtlicher und kultureller Werte zuständig, nicht aber die Firma Gebr. Schmidt. Doch die Tiefbauprofis müssen jetzt ausnahmsweise auch mal gestalterische Aufgaben übernehmen – zumindest in Niederschelderhütte. Die Firmenplakate, die seit geraumer Zeit das Zentrum des neuen Kreisels schmücken, werden vorerst die einzigen Kunstwerke an diesem so markanten Punkt bleiben. Denn: Auf den geplanten Ring aus Corten-Stahl müssen die Schelder und alle Verkehrsteilnehmer noch etwas länger warten – wenn er denn überhaupt kommt.

Dabei hatte der Mudersbacher Ortsgemeinderat im Herbst eigentlich einen eindeutigen Beschluss gefasst. Und der sei nach wie vor gültig, versicherte Ortsbürgermeister Maik Köhler auf Nachfrage der SZ. Problem ist bekanntlich nicht das Kunstwerk als solches – das war im Rat auf große Zustimmung gestoßen –, sondern vielmehr die damit verbundenen Kosten. Inklusive aller Nebenleistungen stehen rund 100 000 Euro für das Kreisel-Kunstwerk im Raum, das sowohl an die Industriegeschichte vor Ort erinnern als auch das „Tor nach Rheinland-Pfalz“ symbolisieren soll. Bürgermeister Jens Stötzel hatte den Mudersbachern vorgeworfen, hier etwas installieren zu wollen, das sich die Gemeinde aufgrund ihrer Schuldensituation gar nicht leisten kann.

Maik Köhler jedenfalls gab jetzt zu Protokoll: „Unser Ziel ist es, die Finanzierung zu optimieren.“ Man strebe auf der Einnahmen- und Ausgabenseite Verbesserungen an. Hierzu habe es zwischenzeitlich auch Gespräche mit den Fraktionen und der Kommunalaufsicht in Altenkirchen gegeben. Auf einen Zeitplan wollte sich der Ortsbürgermeister nicht festlegen lassen: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“ Das bedeutet wohl auch, dass der Kreisel auch bei der offiziellen Einweihung der neuen HTS-Trasse (nach Fertigstellung des Eiserfelder Abzweigs) im später Frühjahr ohne Kunstwerk dasteht – es sei denn, die Gebr. Schmidt kommen noch auf die Idee, kurzfristig zu einer Vernissage einzuladen.

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