Lokales
05.01.2016 08:32
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 Wer in der Nachbarschaft zu den Windkraftanlagen wandert, sollte zurzeit einen Helm tragen. Foto: privat

Wer in der Nachbarschaft zu den Windkraftanlagen wandert, sollte zurzeit einen Helm tragen. Foto: privat

„Lebensgefahr auf der Kalteiche“

Windräder „warfen“ Eisbrocken

dima - Wer zurzeit am Rothaarsteig zwischen Hainchen und Wilgersdorf unterwegs ist, sollte zu den Wanderschuhen besser einen stabilen Helm tragen. Am Wochenende flogen zentimeterdicke und kiloschwere Eisbrocken von den Rotorblättern der drei neuen Windkrafträder auf den beliebten Wanderweg. Obwohl die Anlagen mit den „Füßen“ auf Dillbrechter Boden, also im hessischen Haiger, stehen, flogen die Brocken über die Landesgrenze – bis zu 150 Meter von den Rotoren entfernt.

Bürgerinitiative konservierte Eisbrocken

Von Wanderern alarmiert, dokumentierten Christian Boch und Johannes Müller von der Bürgerinitiative „Erhaltet die Kalteiche“ am Samstag und Sonntag den Eisschlag fotografisch, konservierten sogar einzelne Eisbrocken im Kühlschrank. Laut Beschreibung von Christian Boch erreichten diese „Geschosse“ eine Kantenlänge von bis zu 60 Zentimetern. Seiner Meinung nach bestand „Gefahr für Leib und Leben“ auf dem Rothaarsteig. Der Weg von der Tiefenrother Höhe Richtung Hainchen sei übersät mit Eisbrocken.

Eiserkennung soll an Windrädern installiert werden

Jens Christian Berger, der während der Bauarbeiten für die Windkraftfirma Vestas Central Europa, Standort Husum, als Bauleiter vor Ort zuständig gewesen war, sagte am Montag, dass noch in dieser Woche eine Eiserkennung installiert werde. Offensichtlich hatte man in Husum nicht mit einem derart frühen Wintereinbruch auf der Tiefenrother Höhe gerechnet. Ein Tipp: Dort sollen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zum Jahreswechsel nicht unüblich sein. Zumal sich die Rotorblätter noch einmal 200 Meter über dem Rothaarsteig drehen. Am Montag gegen 16 Uhr meldete sich schließlich die Bürgerinitiative von der Baustelle und berichtete: „Alle Anlagen stehen still.“ 

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