Bahnhof Neunkirchen muss weichen

 Seit einigen Jahren siecht das alte Neunkirchener Bahnhofsgebäude vor sich hin, obwohl die Station weiterhin bedient wird. Jetzt hat die Deutsche Bahn das Objekt an den benachbarten Schrotthandel verkauft. Foto: Tim Lehmann
  • Seit einigen Jahren siecht das alte Neunkirchener Bahnhofsgebäude vor sich hin, obwohl die Station weiterhin bedient wird. Jetzt hat die Deutsche Bahn das Objekt an den benachbarten Schrotthandel verkauft. Foto: Tim Lehmann
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tile - Ein für Neunkirchen einst wichtiges Bauwerk wird demnächst zu einem Großteil der Abrissbirne zum Opfer fallen. Die Gräb Schrotthandel GmbH hat das alte Bahnhofsgebäude kurz vor dem Jahreswechsel gekauft. Das bestätigten nun Geschäftsführer Reinhold Gräb sowie die Deutsche Bahn (DB) auf SZ-Anfrage. „Das Gebäude ist nicht mehr im Besitz der Deutschen Bahn. Es wurde mit Kaufvertrag vom 20. Oktober 2017 veräußert. Der Besitzübergang war am 1. Dezember 2017“, teilte ein Bahnsprecher mit. Das Unternehmen hat das Gebäude erworben, um sich auf Perspektive weiterentwickeln zu können. Der bestehende Bahnbetrieb bleibt unterdessen gewährleistet.

Beschäftigt habe er sich mit dem Areal schon seit längerer Zeit, verriet Gräb. Die gute wirtschaftliche Lage und das florierende Geschäft erforderten eine Arrondierung. „Zu viel Platz haben wir schon lange nicht mehr“, beschrieb der Neunkirchener Unternehmer schmunzelnd die aktuelle Situation. Konkret sei man vor etwa zwei Jahren mit der Bahn in Kontakt getreten, um die Möglichkeiten eines Kaufs des Bahnhofgebäudes zu erörtern. Die Gespräche seien, auch im Rahmen der später folgenden Kauf- und Vertragsverhandlungen, sehr gut gewesen. Wie das Unternehmen die Fläche künftig nutzen wird, sei noch nicht final entschieden. 

Wichtig für die Fahrgäste: Der Fahrbetrieb geht uneingeschränkt weiter. Am Fahrplan werde sich nichts ändern, versicherte Günter Padt, Geschäftsführer des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd. Laut aktuellem, bis zum 8. Dezember gültigen Fahrplan fährt die Hellertalbahn (RB 96) werktags insgesamt rund 20 Mal täglich von Neunkirchen in beide Richtungen, also nach Betzdorf und Dillenburg, ab. Der ZWS sei zwar nicht der Verhandlungsführer seitens des Verkäufers gewesen, erklärte Padt weiter, habe aber seine „Ziele zur Verbesserung für die Fahrgäste“ mit in die Gespräche eingebracht. 

Dies bedeute unter anderem eine Verlegung des Zugangs zu den Bahnsteigen. Wie diese „Verbesserung“ en détail aussehen wird, darüber führten die Firma Gräb, der ZWS, die Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) NRW und auch die Kommune derzeit weiterhin „positive Gespräche“, wie eine Sprecherin der BEG mit Sitz in Essen erklärte.  Das Thema „Verkehrssicherheit“ sei allen, nicht zuletzt der Gemeinde Neunkirchen, ein großes Anliegen, betonte Reinhold Gräb. Fahrgäste müssten heute noch einen Teil des Betriebsgeländes queren. Auch Schüler seien dort unterwegs. Er glaube aber, dass dies unter anderem mit einer entsprechenden Verkehrsplanung in den Griff zu bekommen sein wird. Daran orientiert werde das Unternehmen sein Betriebsgelände ebenfalls anpassen und entwickeln.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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