A-45-Brücke Büschergrund 2020 dran

 Die Autobahn-Talbrücke in Büschergrund wird wohl bereits in zwei Jahren gesprengt werden – das Bauwerk muss im Tal zerkleinert und abtransportiert werden. Dafür müssen vorübergehend asphaltierte Baustraßen angelegt werden. Foto: Christian Schwermer
  • Die Autobahn-Talbrücke in Büschergrund wird wohl bereits in zwei Jahren gesprengt werden – das Bauwerk muss im Tal zerkleinert und abtransportiert werden. Dafür müssen vorübergehend asphaltierte Baustraßen angelegt werden. Foto: Christian Schwermer
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cs - Die Autobahn-Talbrücke in Büschergrund wird schon bald Geschichte sein. „Unser Ziel ist klar: Der Ersatzneubau soll im Jahr 2020 starten. Das ist unser Aufgabenschwerpunkt hier“, berichtete Karl-Hermann Metz, Projektgruppenleiter des A-45-Ausbaus bei Straßen NRW, am Donnerstagabend im Freudenberger Rat. Die im Jahr 1971 fertiggestellte Brücke soll – ähnlich wie die Talbrücke Rälsbach bei Wilnsdorf im vergangenen Winter – gesprengt und dann sechsstreifig wieder errichtet werden. Dass damit ein Bauvorhaben enormen Ausmaßes auf die Region zukommt, macht allein ein Blick auf die bloßen Zahlen deutlich. Mit einer Höhe von 70 Metern und einer Länge von 387 Metern gehört die Büschergrunder Talbrücke, die als zweizellige Hohlkastenbrücke konstruiert ist, zu den drei höchsten Talbrücken der gesamten A 45. „Das Thema Umwelt spielt bei uns eine ganz zentrale Rolle“, meinte Karl-Hermann Metz zwar, dessen Kollegin Katharina Erbismann stellte aber klar: „Das Bauwerk muss nach der Sprengung im Talbereich zerkleinert und abtransportiert werden.“

Zwar werde der Überbau der neuen Konstruktion vormontiert und Stück für Stück auf die neu errichteten Brückenpfeiler geschoben, das Anlegen von bis zu sechs Meter breiten, asphaltierten Baustraßen im Tal sei dennoch unausweichlich. „Diese Baustraßen werden aber an bestehende Wirtschaftswege angeknüpft und nach Beendigung der Baumaßnahme komplett zurückgebaut“, versprach Karl-Hermann Metz. Statt der bisherigen acht Brückenpfeiler wird die neue Konstruktion übrigens mit vier Trägern auskommen, die Brücke aus Stahlverbund verkleinert sich auf 380 Meter und wird von derzeit 30 auf 37 Meter verbreitert.

Arno Krämer (SPD) kritisierte die Planungen und Ausführungen der Vertreter von Straßen.NRW als „sehr verfrüht“ und sagte: „Die Farbe der neuen Brücke ist offenbar schon klar, zum Lärmschutz werden aber keinerlei Angaben gemacht.“ Dessen Fraktionskollegin Anke Flender stieß ins gleiche Horn und wandte sich direkt an Karl-Hermann Metz: „Sie haben ausgeführt, dass die topographische Lage in Büschergrund besonders schwierig ist. Gibt es dadurch eventuell geringere Lärmschutzvorschriften?“ Darauf lieferte der Projekgruppenleiter eine klare Antworte: „Wir garantieren den Vollschutz für alle Betroffenen.“ Kornelia Busch-Pfaffe (CDU) wollte indes wissen, wie es während der Bauphase mit dem Wildwechsel unter der Brücke aussieht. „Viele Naturschützer weisen darauf hin, dass dies ein wichtiger Korridor für die Tiere ist“, sagte die Christdemokratin. Karl-Hermann Metz: „Trotz aller Bemühungen, zum Beispiel in Form von Absperrungen, wird die Baustelle eine Einschränkung sein.“

Johannes Werthenbach (CDU) lobte den „guten Einstieg in die Kommunikation“, pflichtete Arno Krämer aber durchaus bei, dass zwischen Politik, Verwaltung und Straßen.NRW auch in Zukunft ein enger Austausch gewährleistet sein müsse. Für einen kleinen Lacher sorgte am Ende der Diskussion die Frage von Karl-Heinz Moser (SPD), ob im Zuge des gesamten Ausbaus der Sauerlandlinie weitere Auffahrten in Planung seien. „Wir wollen keine Auffahrt in Heisberg schaffen“, schmunzelte Karl-Hermann Metz und meinte: „Die Qualität und die Dichte der Ausfahrten ist insgesamt sehr hoch, hier gibt es keinen Anstoß für weitere Überlegungen.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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