Keine Ruhe rund ums Eisstadion

Rund um den Sportpark Netphen mit seinem Eisstadion kehrt einfach keine Ruhe ein. Archivfoto: ihm 

sz - Das Ringen um den Sportpark Netphen geht weiter. Am späten Mittwochabend haben die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP „zur Klarstellung gegenüber der Öffentlichkeit“ folgende gemeinsame Erklärung abgegeben:

„Wir weisen die einseitigen und teilweise ehrverletzenden Anschuldigungen durch die Interessengemeinschaft eislauftreibender Vereine (IG) sowie von Vertretern der Sportpark Siegerland GmbH (SPS) gegenüber dem Netphener Rat in den Medien zurück.“ Dabei seien die Fraktionen wegen der Bindung an nichtöffentliche Beratungen und Entscheidungen gehemmt, einzelne Daten und Fakten zu nennen.

Es sei zunächst darauf hinzuweisen, dass IG und SPS versuchten, das Freizeitbad und den Sportpark in einem Zug zu nennen. „Das ist falsch. Das runderneuerte Freizeitbad erfreut sich großer Beliebtheit und wird als GmbH der Stadt Netphen betrieben. Der SPS wird von einer privaten GmbH betrieben, die sich in einem Zehn-Jahres-Vertrag bis 2019 verpflichtet hat.“ Hauptgegenstand der Auseinandersetzungen sei eine erhebliche Pachtforderung der Stadt wegen Nichtzahlung der Pacht. Ein faktischer Teilerlass in Höhe von 70.000 Euro sei bereits gewährt worden, eine angebotene Pachtreduzierung um 50 Prozent sei von der SPS GmbH ausgeschlagen worden. Kaufmännische Fehlentscheidungen lägen in der Verantwortung der SPS GmbH.

Der Rat möchte, so schreiben die beteiligten Fraktionen, „mittelfristig die Angebote des Sportparks erhalten sehen“. Und weiter steht in dem Papier: „Der Bürgermeister hat es bis heute nicht geschafft, dafür ein schlüssiges, modernes und finanzierbares Konzept vorzulegen. Ein solches Konzept wäre auch die unbedingte Basis für eventuelle Förderanträge.“ Der Rat fühle sich allen Bürgern und Vereinen in gleicher Weise verpflichtet. Er habe dem Allgemeinwohl zu dienen und dürfe Einzelinteressen nicht bevorzugen. Zwangsvollstreckungen gegen säumige Abgabenzahler würden unglaubwürdig, wenn anderen gleichzeitig hohe Forderungen erlassen werden sollten.

Exklusive Sportarten zu ermöglichen, sei keine Pflichtaufgabe der Stadt. Dennoch möchte der Rat sie im Bestand so lange ermöglichen, wie die privaten Finanzierungsbeteiligungen dafür ausreichend seien bzw. die Stadt ohne Erhöhung der Abgaben dazu in der Lage sei. Unterzeichnet haben die gemeinsame Erklärung: Helga Rock (Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Kopetzki (FDP), Manfred Heinz (SPD) und Alexandra Wunderlich (CDU).

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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