Sandstraße: „Rote Welle“ fruchtet

Die Messungen mit den kleinen Dosen an der Sandstraße zeigen erste Ergebnisse der geänderten Verkehrsführung. Archivfoto: Michael Roth
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mir - Noch hegt die Stadt Siegen die Hoffnung, von einem Dieselfahrverbot in der Innenstadt verschont zu werden. Der Ende Februar für drei Monate gestartete Testlauf mit geänderten Ampelschaltungen zwischen Kochs Ecke und Hindenburgstraße hat den täglichen Verkehr von bisher 16.000 Fahrzeugen um 4000 reduziert. Zwischen Kocks Ecke und Obergraben waren es immerhin 3650 Kfz, zum Zeitpunkt der Zählungen war der Obergraben noch befahrbar, jetzt nicht mehr. Alles Fakten, die Dr. Bernhard Kraft als Leiter des Umweltamtes am Dienstag dem gleichnamigen Ausschuss vorstellte. Ergänzend erfolgen weitere Zählungen am Knotenpunkt Hagener Straße/Hohler Weg und an der Ecke Hohler Weg/Giersberg. Damit will man in Erfahrung bringen, ob speziell der Hohle Weg als Ausweichroute missbraucht wird. In zwei Wochen sollen die Werte vorliegen, sagte Kraft und erwähnte dabei die intensiven Klagen der dort wohnenden Menschen.

Zurück zur Sandstraße: „Nach drei Monaten sind wir hoffentlich mit den Werten so runtergekommen, dass wir den Grenzwert bei NO2 von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter unterschreiten. Andernfalls könnten wir gezwungen werden, noch mehr zu tun“, so Kraft. Und der Experte blickte mal forsch nach vorne. Die Deutsche Umwelthilfe habe jüngst erst sechs weitere Städte (wie zuvor schon Düsseldorf) verklagt. Siegen sei wohl nur deshalb nicht mit dabei gewesen, weil man mittels des Testlaufs gehandelt habe. Sollte das Limit von 40 nicht geschafft werden, „wird es schwierig“, so Dr. Kraft. Anfang Mai rechnet er mit dem NO2-Wert für März, die Analysezeit beträgt vier Wochen. Ganz aus dem Schneider ist die Stadt Siegen auch nicht bei der zweiten Messstelle an der Frankfurter Straße. Mit dem 39er-Wert liegt man nur haarscharf unter der erlaubten Grenze.

Ohnehin, Dr. Kraft sieht weiteres Potenzial für Korrekturen. So könnte die R 10, die von Siegen nach Norden führende Hauptbuslinie, komplett auf Elektrobusse umgestellt werden. Einen Masterplan habe Siegen nicht in Kalkül gezogen, auch weil dies personell in der Kürze der Zeit nicht hätte geleistet werden können. Derzeit prüfe man allerdings, ob nicht doch ein nachträglicher Antrag nachgeschoben werden könnte. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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