Adler Toni ist zurück

 Eine Woche lang war Steppenadler Toni entflogen, jetzt ist er wieder zurück bei Falkner Marco Wahl im Tierpark Niederfischbach. Foto: nb
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nb - „Der Adler ist gelandet.“ Diese Nachricht kam am Donnerstagvormittag aus dem Tierpark Niederfischbach. Birgit Hausherr vom Vorstand des Tierparkvereins musste dabei nicht nur darüber lachen, dass sie einen bekannten Filmtitel aus den 70er-Jahren zitierte, sondern ihr war auch die Erleichterung deutlich anzumerken. Ebenso wie Falkner Marco Wahl. Schließlich war Steppenadler Toni, einer der Stars der Greifvogelshow, am vergangenen Donnerstag entflogen. Nach knapp einer Woche kam dann endlich die erlösende Nachricht.

Erspäht wurde Toni am Mittwochabend von einer Spaziergängerin, die mit ihrem Hund unterwegs war. Und zwar nahe Selbach bei Wissen – rund 30 Kilometer entfernt vom letzten Sichtungspunkt. Am Montag nämlich war Toni in Niederndorf gesehen worden. Und tatsächlich: Als Wahl sich daraufhin oberhalb der dortigen Freien christlichen Schulen positioniert hatte, sah er den vierjährigen Greifvogel. Umgekehrt passierte das aber nicht – Toni hatte sich bald schon wieder zu hoch in den Himmel geschraubt. Und bei bestem Flugwetter war Wissen dann keine Entfernung für ihn.

Als die Nachricht aus Selbach kam, war Wahl gerade unterwegs im Bergischen Land, aber er machte sich gleich auf den Weg zum Sichtungsort. Tatsächlich: Dort saß der Greif – etwas außerhalb von Selbach, in einem Waldstück direkt am Bachlehrpfad. Und als er „seinen“ Falkner rufen hörte, kam er sofort auf ihn zugeflogen. Dann ging es zurück nach Niederfischbach.

„Muskelkater wird er haben“, vermutet Wahl schmunzelnd. Ansonsten hat das Tier seinen Ausflug bestens überstanden, hat noch nicht einmal Gewicht verloren. Der Adler, der ohnehin gute Reserven hatte, dürfte sich laut Wahl überwiegend von Aas ernährt haben. Oder mal von einer nicht so cleveren Maus. Der Falkner ist dankbar für die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung, die ihn nach Tonis Verschwinden erreichten. Auch wenn sich der größte Teil als Sichtung anderer Vögel, etwa Mäusebussarde oder Rotmilane, herausstellte. Oder als Graureiher. „Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so viele Graureiher gesehen, wie in dieser Woche“, so Wahl lachend.

Zwei Tage lang will er nun das Training mit Toni aussetzen. Aber spätestens in der kommenden Woche soll der imposante Steppenadler auch wieder bei den Flugshows im Tierpark zu sehen sein. Dann wird er seine Kreise über dem Kesselbachtal ziehen – hoffentlich immer in Sichtweite.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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