Landesgartenschau  in Siegen?

 Der Blick vom Schlosspark aus auf den Siegener Lindenberg. Ob die bereits bestens gestaltete Parkanlage Teil einer Landesgartenschau würde, ist derzeit noch völlig offen. Zunächst soll die Politik einen Ratsbeschluss fassen, der der Stadtverwaltung den Auftrag für eine Bewerbung erteilt. Foto: Christian Hoffmann
  • Der Blick vom Schlosspark aus auf den Siegener Lindenberg. Ob die bereits bestens gestaltete Parkanlage Teil einer Landesgartenschau würde, ist derzeit noch völlig offen. Zunächst soll die Politik einen Ratsbeschluss fassen, der der Stadtverwaltung den Auftrag für eine Bewerbung erteilt. Foto: Christian Hoffmann
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ch - Ein ambitioniertes Projekt: Die Siegener Jamaika-Koalition möchte die Landesgartenschau 2023 in die Krönchenstadt holen. „Wir bereiten gerade einen Antrag vor, so dass der Rat der Stadt Siegen sofort nach den Sommerferien der Verwaltung einen entsprechenden Arbeitsauftrag zum Erstellen der Bewerbungsmappe erteilen kann“, erklärte Klaus Volker Walter (FDP) am Montag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz von CDU, Grünen und Liberalen. „Das ist eine aufwendige Sache“, ergänzte CDU-Fraktionschef Rüdiger Heupel, bis 2018/2019 sei ein umfangreiches Konzept samt Machbarkeitsstudie zu erstellen. „Wir sind dabei guten Mutes und sehen die Bewerbung unter einem guten Vorzeichen, schließlich hat noch nie eine südwestfälische Stadt oder Gemeinde ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht“, so Michael Groß von den Grünen. Zudem habe die Krönchenstadt beim NRW-Tag und zuletzt beim Landesturnfest „einen sehr guten Eindruck auch in der überregionalen Öffentlichkeit hinterlassen“, fuhr Groß fort.

Sein Fraktionskollege Joachim Boller und FDP-Mann Walter äußerten sich nur vage zu den Plänen: „Vorstellbar“ sei eine Themenlandschaft entlang der Sieg quer durchs Stadtgebiet, oder aber das Verknüpfen von freien Flächen der Krönchenstadt. Groß: „Wichtig ist, dass wir nicht nur für ein paar Monate eine Schau nach Siegen holen, sondern dass wir im Falle einer Zusage mit den zu erwartenden Fördermitteln etwas schaffen, das über den Tag hinaus wirkt!“

Es gehe darum, die Lebensqualität „für alle Bürger dauerhaft zu verbessern“, so Rüdiger Heupel. Mit anderen Worten: Es geht ums liebe Geld. Das macht auch der Blick auf die Bewerbungsrunde für die „Laga“ 2020 deutlich, um die Siegen sich nicht bewerben solle – „zu kurzfristig“, befand Michael Groß. Bewerbungsschluss beim NRW-Umweltministerium ist bereits der 1. September. In Herne, Recklinghausen, Herten und Castrop-Rauxel reifen bereits die Blütenträume, die vier Ruhrgebietsstädte wollen für 50 Mill. Euro das neue Emschertal präsentieren – und erwarten mindestens 800 000 Besucher. Kamp-Lintfort will reaktivierte Bergwerksflächen einer Million Besuchern zeigen und 25 Mill. Euro in den Strukturwandel stecken. Und: Bad Honnef möchte seine Besucher 2020 am Rheinufer mit einem neuen Park begeistern. Interessanter Blick auf die Zahlen hier, der laufende „Laga“-Betrieb wird mit 9 bis 12 Mill. Euro Kosten beziffert. Die NRW-Landesgartenschauen-Pauschale für Investitionen beträgt 5 Mill. Euro, insgesamt stehen Fördermittel von Land, Bund und EU in Höhe von 20 Mill. Euro zur Verfügung. Der städtische Eigenanteil liegt bei 6,4 Mill. Euro – um diesen zu stemmen, würden bei einem Zuschlag so oder so vorgesehene Straßen- und Städtebauprojekte umgewidmet.

Keine leichte Aufgabe für die hiesige Politik und Stadtverwaltung also. Beide müssen sich mächtig anstrengen, um eine ganz andere Hürde zu nehmen: In Paragraf 7 der „Laga“-Auschreibungsunterlagen steht geschrieben, dass Kommunen in der Haushaltssicherung – wie Siegen – zwar mitmachen, den Weg zum ausgeglichenen Etat mit dem Prestigeprojekt aber nicht gefährden dürfen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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