Gösinger Weiher: neuer Besitzer

 Den ersten Schritt zum Erhalt des Gösinger Weihers hat Manfred Koch getan: Er hat dem Haus Hatzfeldt das Gewässer abgekauft. Aber damit ist Koch noch nicht am Ziel angekommen. Foto: damo
  • Den ersten Schritt zum Erhalt des Gösinger Weihers hat Manfred Koch getan: Er hat dem Haus Hatzfeldt das Gewässer abgekauft. Aber damit ist Koch noch nicht am Ziel angekommen. Foto: damo
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damo - Manfred Koch hat Wort gehalten: Im Juni hatte er bei einem Ortstermin mit der SZ bekräftigt, dass er den Gösinger Weiher erhalten wolle – falls nötig, würde er dafür auch Geld in die Hand nehmen und dem Haus Hatzfeldt den Weiher abkaufen. Und genau das hat der Besitzer des benachbarten Pferdehofs mittlerweile getan: Wie Dr. Franz Straubinger als Geschäftsführer der Hatzfeldt’schen Verwaltung am Dienstag auf Anfrage der SZ bestätigte, ist der Verkauf des Weihers in trockenen Tüchern.

Sämtliche Notartermine seien erledigt, und in der vergangenen Woche sei auch die Kaufsumme auf dem Konto der Verwaltung eingegangen.

Manfred Koch selbst ist noch ein bisschen zurückhaltender: „Es fehlt noch die Urkunde vom Notar“, sagt er. Aber das ist nur eine Frage der Zeit, und dann ist der Landwirt seinem Ziel einen großen Schritt nähergekommen: „Der Weiher gehört zu Gösingen, und so ein Juwel des Wildenburger Lands darf nicht verschwinden.“

Natürlich weiß Koch auch, dass der Kauf des Weihers nur das erste Etappenziel sein kann. Denn dass die Hatzfeldt’sche Verwaltung überhaupt geplant hatte, den Bachlauf zu renaturieren und so den Weiher verschwinden zu lassen, ist dem Hochwasserschutz geschuldet.

Wie die SZ mehrfach berichtet hat, erfüllt der Weiher nach Einschätzung der zuständigen Behörden nicht alle aktuellen Anforderungen in Sachen Hochwasserschutz. Und zur Lösung dieses Problems standen nur zwei Varianten im Raum:

Soll der Weiher erhalten werden, muss in den Damm und einen geregelten Ablauf (Mönch) investiert werden; Dr. Straubinger bezifferte die prognostizierten Kosten auf 200 000 bis 300 000 Euro.

Alternativ dazu müsste der Weiher verschwinden. Weil damit auch der Bach wieder durchgängig für Wanderfische wäre, würde diese Maßnahme als Renaturierung eingestuft und mit Fördermitteln aus der „Aktion Blau“ bezuschusst.

Bekanntlich hat sich die Hatzfeldt’sche Verwaltung für die Renaturierung entschieden – was wiederum Manfred Koch nicht geschmeckt hat. Logisch, dass er jetzt die erste Variante anstrebt: „Ich denke schon, dass es uns gelingt, den Weiher zu erhalten.“

Koch will dabei nicht als Einzelkämpfer agieren: Er will in den kommenden Monaten mehrere Gespräche führen, u.a. mit der Gemeinde, aber auch mit dem Verein „Ebertseifen - Lebensräume“. Koch ist optimistisch, dass sich eine Lösung finden wird: „Wenn du von etwas überzeugt bist, dann kriegst du es auch umgesetzt.“

Daniel Montanus

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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