Kreis will ein digitales Archiv

Die digitale Archivierung ist definitiv platzsparender. Ein weiterer Vorteil: Es muss niemand mehr durch die eng nebeneinander stehenden Regale laufen. Foto: kalle
  • Die digitale Archivierung ist definitiv platzsparender. Ein weiterer Vorteil: Es muss niemand mehr durch die eng nebeneinander stehenden Regale laufen. Foto: kalle
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jak - Wenn man vom Archiv spricht, stellt man sich riesige, klimatisierte Tiefkeller, lange Regalreihen und verstaubte Akten vor. Das war einmal. Denn natürlich könnte man auch heute noch jedes Dokument ausdrucken, abheften und archivieren – in eben jenen Kellern. Sinnvoll ist das im Zeitalter der digitalen Kommunikation freilich nicht. Das sieht auch Kreis-Archivar Thomas Wolf so, der kürzlich im Kulturausschuss über das Thema „Digitale Archivierung“ informierte.

Derzeit, so Wolf, schlummerten Daten von Verwaltungsvorgängen auf Festplatten, Netzwerklaufwerken oder in E-Mail-Postfächern. Doch wie archiviert man diese, um sie auch dauerhaft verfügbar zu machen? Wolf schlug dem Ausschuss vor, der Kreis möge sich über die Kommunale Datenzentrale an das Digitale Archiv NRW anschließen. Nicht zuletzt, weil dies die kostengünstigste Lösungsmöglichkeit sei. Laut Verwaltung entstehen einmalige Einrichungskosten in Höhe von 15 000 Euro und jährliche laufende Kosten in Höhe von 12 000 Euro,

Der Kreis ist an dieser Stelle zum Handeln gezwungen, da Bund und Länder bereits klare Vorgaben für die öffentliche Hand gemacht haben. Die Zeichen stünden hier ganz klar auf „digitale Archivierung“, wobei rechtliche und technische Vorgaben in Teilen noch unklar seien. Ungeachtet dessen ist das Digitale Archiv des Landes NRW, an dem man sich beteiligen möchte, am 7. September eröffnet worden.

In die Karten spielt dem Ziel, alle Verwaltungsvorgänge zu archivieren, der Trend zur elektronischen Aktenführung. Doch auch hier sind die Vorgaben – zumindest auf Landesebene – noch nicht ausformuliert.

Ungeklärt ist derzeit noch, wie künftig die Entstehung von Entscheidungen in der Kommunalpolitik abgebildet werden soll. Darauf, so Wolf, seien die Ratsinformationssysteme noch nicht eingestellt. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Ablage größerer Dateien, wie Bilder oder Videos. Nichtsdestotrotz wird das digitale Archiv kommen. Die ersten 15 000 Euro wurden bereits in den Haushaltsentwurf für 2016 eingestellt. Vorbehaltlich der Genehmigung soll Anfang des Jahres ein Zeitplan für die Einführung des digitalen Archivs erstellt werden. Zudem wolle man dann erste Projekte angehen, so Sprecher Timo Kohlberger am SZ-Telefon.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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