Brüderbund: Bohrungen folgen

 So sah es am Brüderbund einmal aus. Auf unserem undatierten Bild sind die Spuren des Bergbaus deutlich zu sehen. Am Montag erinnerte ein Loch in der Fahrbahn an die 2000-jährige Siegerländer Bergbauhistorie. Archivfoto: SZ
  • So sah es am Brüderbund einmal aus. Auf unserem undatierten Bild sind die Spuren des Bergbaus deutlich zu sehen. Am Montag erinnerte ein Loch in der Fahrbahn an die 2000-jährige Siegerländer Bergbauhistorie. Archivfoto: SZ
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jak - Eberhard Zimmerschied atmete am Dienstag auf, als klar wurde, dass die Straße zwischen Neunkirchen-Salchendorf und Eiserfeld weiter einspurig befahren werden kann. „Wir waren heilfroh, dass keine Vollsperrung erfolgen muss“, resümierte der Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW im Gespräch mit der SZ. Am Brüderbund war am Montagmorgen ein Loch in der Fahrbahn entdeckt worden, das sich am Dienstag die Experten vom Bergamt Arnsberg sowie die Vertreter von Straßen NRW ansahen. Zwar bleibt die halbseitige Sperrung mit Baustellenampeln zunächst bestehen, doch das ist deutlich besser als die viel befahrene L 531 ganz sperren zu müssen. Die Experten ließen die Stelle vier Meter tief ausbaggern und schauten, ob weitere Hohlräume zutage treten. „Das war nicht der Fall“, freute sich Straßen-NRW-Sprecher Karl-Josef Fischer. Nach der guten Nachricht wurde das Loch wieder verfüllt. Ende dieser, Anfang nächster Woche soll es an der Stelle Sondierungsbohrungen geben. Das Ziel der „Übung“: Es soll geschaut werden, ob es Verbindungen zwischen dem darunter liegenden Stollen „Tiefe Kohlenbach“ und dem zutage getretenen Loch gibt.

Derzeit sei davon aber nicht auszugehen, so Fischer. „In diesem Bereich hat es immer wieder Pingenbergbau gegeben“, unterstrich Ralf Kleine Vorholt vom Bergamt. Bei dieser Vorgehensweise wurde an der Oberfläche gegraben und Erz abgebaut. „Auch Kupfer ist in diesem Bereich immer wieder zu finden“, berichtete Meinhard Weber vom Verein für Siegerländer Bergbau der SZ. Entscheidend für die Verkehrssicherheit ist jetzt, ob eine Verbindung zwischen der eingesackten Pinge und dem 20 bis 30 Meter darunter liegenden Stollen besteht. Derzeit gehen die Behörden nach der Auswertung des vorliegenden Kartenmaterials aber nicht davon aus. Der Stollen an sich, so die Experten einhellig, habe genügend Überdeckung, so dass er keine Gefahr für die Fahrbahn darstelle. Der „Tiefe Kohlenbacher Stollen“ wurde 1836 angelegt und war neben der Grube Brüderbund auch für die Entwässerung der Pfannenberger Einigkeit gebaut worden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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