Debatte um Bus-Ausfälle

 Seit dem Wochenende finden alle Linienbusfahrten in und um Siegen herum wieder komplett statt. Archivfoto: SZ
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mir - Eigentlich zu spät: Am Montag erst befasste sich der Siegener Verkehrsausschuss auf Antrag der UWG mit den vielen Ausfällen bei den Linienbussen. Dabei konnte die Wern-Gruppe am Wochenende und am Montag erstmals seit dem 20. Februar alle Fahrten wieder absolvieren.

„Wenn die Tarife so schlecht sind, warum zahlt Wern nicht mehr? Beispielsweise über ein Prämiensystem.“ Franz Englert (UWG) klang ärgerlich, Klaus Eckhardt (SPD) wollte die Debatte abwürgen: „Für Tarife sind wir nicht zuständig.“ VWS-Betriebsleiter Gerhard Bettermann widersprach: „Bei den Unternehmen, die 14 Euro die Stunde zahlen, haben wir keine Probleme, wohl aber bei den VWS, wo 18 Euro gezahlt werden. Und überhaupt, wir haben keine Motivationsprobleme bei den Fahrern.“

Silke Schneider (Linke) hatte bei dem Punkt Zweifel. Unter den Fahrern gebe es Angst vor Repressalien, „es hat Tribunale gegeben. Fahrer wurden zu den Chefs gerufen und zur Schnecke gemacht.“ Bettermann fand es überhaupt nicht gut, dass sich Fahrer anonym gegenüber der Zeitung geäußert hatten: „Die Dinge sind weitgehend unwahr.“

Als Idee steht im Raum, im EU-Ausland Fahrer anzuwerben: „Das diskutieren wir mit der Bezirksregierung Arnsberg. Fortbildung und vor allem der Erwerb der deutschen Sprache könnten eventuell über die öffentliche Hand finanziert werden“, deutete ZWS-Geschäftsführer Günter Padt an. Das Modell „Moldawien“ ist indes gescheitert: Klaus-Dieter Wern und sein Enkel Jörg Mühlhaus waren voriges Jahr mehrere Tage in Moldawien, um Busfahrer anzuwerben. In Deuz hatte das Unternehmen bereits Wohnungen für das auswärtige Personal hergerichtet, wie Bettermann SZ-Informationen bestätigte. Aber: Die moldawischen Führerscheine sind in Deutschland nicht gültig, der Deal kam nicht zustande.

Wie soll es besser werden? Bettermann berichtete dem Ausschuss von zehn Azubis, die man einstellen wolle. Und mit der Dekra werde es ein Weiterbildungsprojekt geben, das Jobcenter sei eingeschaltet. 

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