Ans Meer für die gute Sache

 Matthias Weber, Ute Weber, Dirk Braukmann, Ralf Hauke, Holger Langenbach und Andreas Köhler (v. l.) starten zur Gickelpils-Tour. Mit dabei sind auch Karsten Wege und Burkhard Hof, die auf dem aber Bild fehlen. Foto: aber
  • Matthias Weber, Ute Weber, Dirk Braukmann, Ralf Hauke, Holger Langenbach und Andreas Köhler (v. l.) starten zur Gickelpils-Tour. Mit dabei sind auch Karsten Wege und Burkhard Hof, die auf dem aber Bild fehlen. Foto: aber
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aber - Das Fahrradfahren zählt schon lange zu ihren größten Hobbies, sie alle haben darin ihre Leidenschaft gefunden. Egal, ob in Deutschland oder Nachbarländern, allein oder im Team – aus dem Leben von Ralf Hauke und seinen Freunden ist das Touren auf zwei Rädern schon längst nicht mehr wegzudenken. Vor einiger Zeit juckte es den Sportlern wieder einmal in den Fingern, besser gesagt in den Waden: Eine Langstrecke musste her, etwas Anspruchsvolles, eine Herausforderung. Ihr Ziel ist das Meer.

Als Belohnung für die harte Tour einmal ins kühle Wasser springen und am Strand entspannen – mit diesen und ähnlichen Gedanken wurde so vor ungefähr vier Monaten der Grundstein für die Gickelpils-Tour gelegt, die nun kurz vor ihrer Umsetzung steht. Am kommenden Samstag, 1. Juli, soll es losgehen: um 3 Uhr in der Früh wird von der Erndtebrücker Skihütte am Gickelsberg losgeradelt. Das Ziel: Der Pilsumer Leuchtturm, der sich exakt 372 Kilometer weiter nördlich, mitten in Ostfriesland, befindet. Neben Ralf Hauke sind außerdem Holger Langenbach, Dirk Braukmann, Ute und Matthias Weber, Andreas Köhler, Karsten Wege und Burkhard Hof mit von der Partie. Von den Mittvierzigern bis Mittfünfzigern hat zwar bisher noch niemand eine derart lange Strecke absolviert, allerdings sind sie alle in Topform, in ausgesprochen enthusiastischer Stimmung und positiv gestimmt, die Nordseeküste noch am gleichen Tag zu erreichen.

Holger Langenbach und Andreas Köhler unternahmen erst kürzlich eine Tour ins benachbarte Frankreich und nutzen nun ausgiebig die verbleibende Zeit bis zum neuerlichen Start zur Regeneration. In Etappen von 50 Kilometern plant die Gruppe eine kleine Pause zum Erfrischen und Verschnaufen ein, alle 100 Kilometer soll es dann eine etwas größer angelegte Rast geben. Auch ein Begleitfahrzeug ist mit von der Partie, sodass ausreichend Verpflegung transportiert werden kann und den Radsportlern im Notfall jemand zur Seite steht.

Auf halber Strecke ist außerdem ein Treffen mit einem ortskundigen Bekannten angesetzt, der dem Team helfen soll, die dortige Bundesstraße und damit die zahlreichen Autofahrer weitgehend zu meiden. „Die Schwierigkeit liegt vor allem in der Länge der Strecke“, betonte Ralf Hauke, „gegen Wind und Wetter zu fahren, ist nicht immer einfach. Für uns ist es vor allem wichtig, in den Pausen ausreichend zu essen und natürlich auch zu trinken“.

Doch allen Spaß am Fahrradfahren beiseite: Die acht Freunde machen sich nicht nur zum Vergnügen auf den beschwerlichen Weg ans Meer. „Wir wollen kein Rennen veranstalten, wir fahren schließlich für den guten Zweck“, erklärte Ralf Hauke. In der Tat plant das Team eine Spendentour und ist auch schon fleißig auf der Suche nach Sponsoren. Für jeden absolvierten Kilometer kann man somit eine bestimmte Summe an Geld zur Verfügung stellen, die aber letzten Endes nicht den Freunden selbst, sondern einem guten Zweck zu Gute kommen wird.

In diesem Fall haben sich die Radsportler für die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung entschieden, die sich bereits seit mehreren Jahren für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, einsetzt und ihnen so wieder ein wenig Lebensfreude vermitteln kann. Etwa 130 000 Deutsche leiden an dieser Entzündung des zentralen Nervensystems, sie haben mit Nervenschmerzen, Sehstörungen, Fatigue und oft sogar Lähmungen zu kämpfen. Multiple Sklerose ist weder erblich bedingt, noch ist sie nach dem derzeitigen Stand der Medizin heilbar. Trotzdem können die Betroffenen oft auch durch kleine Taten ungemein erleichtert und ihr allgemeines Befinden verbessert werden.

Genau das hat sich die Stiftung zum Ziel gesetzt. Deshalb suchen die Radsportler auch weiterhin nach potenziellen Sponsoren, egal ob Privatpersonen, Firmen oder Institutionen – jeder kann auf seine Weise und ganz individuell einen Beitrag leisten. Auf der Facebook-Seite der Gickelpils-Tour beispielsweise findet sich ein Spenden-Formular, das dann anschließend per E-Mail an ralf.hauke@it58.de gesendet werden kann. Unter dieser Adresse steht Ralf Hauke für weitere Fragen und Informationen zur Verfügung.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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