Einige Türen haben sich geöffnet

 Renate Hahn (am Tischende vor Kopf sitzend) freute sich am Freitag über rege Gespräche beim ersten Treffen einer Initiative für Flüchtlingshilfe in Bad Laasphe. Es waren sogar noch mehr Menschen dabei, die aber vorzeitig aufbrechen mussten. Foto: Björn Weyand
  • Renate Hahn (am Tischende vor Kopf sitzend) freute sich am Freitag über rege Gespräche beim ersten Treffen einer Initiative für Flüchtlingshilfe in Bad Laasphe. Es waren sogar noch mehr Menschen dabei, die aber vorzeitig aufbrechen mussten. Foto: Björn Weyand
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bw - Das war doch ein Start nach Maß für die Initiative Flüchtlingshilfe, die Renate Hahn „angezettelt“ hatte. Ein kleiner Tisch reichte im Haus des Gastes am Freitag nicht aus, damit alle Teilnehmer dieses ersten Treffens daran Platz nehmen konnten. „Ich bin ja ganz entzückt und positiv bewegt“, freute sich die renommierte Künstlerin aus Bad Laasphe. Viele weitere Bürger hätten sie bereits angerufen und Unterstützung für das Vorhaben, ehrenamtliche Deutschkurse sowie Begegnungsmöglichkeiten für die Flüchtlinge in Bad Laasphe zu schaffen. Was vor allem deutlich wurde: Manche Strukturen sind in der Lahnstadt auch bereits vorhanden – nun sollen sie auch genutzt werden.

Beispiel Räumlichkeiten: Bislang mussten sowohl Renate Hahn als auch viele andere Laaspher, die Deutschkurse für Asylbewerber auf privater Basis anbieten, improvisieren. Renate Hahn hatte im Vorfeld schon erwähnt, dass geeignete Räumlichkeiten wichtig seien. Und siehe da: Gleich vier Räume stehen zur Verfügung. Bei der Diakonie in der Bahnhofstraße gegenüber der Grundschule soll dreimal wöchentlich der Deutschunterricht angeboten werden. Auch Monika Zipro vom Sozialwerk St. Georg bot einen Raum an, dort könnten Begegnungen stattfinden, womöglich bei Musikworkshops. Der erste dieser Art fand zunächst im Haus des Gastes statt, Renate Hahn hatte dafür den befreundeten Musiker Johannes Tunyogi (Gladenbach) gewinnen können.

Auch Pfarrer Steffen Post von der evangelischen Kirchengemeinde brachte einen Raum in der Kirchschule ins Spiel. Der sei vielleicht als Kunstraum geeignet, schließlich möchte Renate Hahn auch ihre eigene Leidenschaft einbringen. Und ein weiterer Ort der Begegnung dürfte das CVJM-Heim „In der Grube“ werden. Hier öffnet jeweils am zweiten und vierten Sonntag im Monat ein Café, hier sind auch Flüchtlinge herzlich willkommen. Vor allem bietet sich dort auch die Möglichkeit der Begegnungen der Laaspher Bürger mit den Asylbewerbern – ein Ziel, das Renate Hahn auf die Agenda hob. An Räumlichkeiten mangelt es also in Bad Laasphe nicht mehr.

Damit aber noch lange nicht genug: Mit Helmut Kassel aus Schwarzenau stellt sich ein Lehrer zur Verfügung, der über einige Erfahrungen im Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache verfügt. An zwei Tagen pro Woche will er Flüchtlinge unterrichten – und seine Ehefrau könnte ihn auch mal ersetzen. Renate Hahn selbst wird einmal pro Woche den Deutschkurs anbieten. Natürlich sind weitere Lehrer immer herzlich willkommen, um das Angebot auf breitere Basis zu stellen. Pfarrer Steffen Post sagte zu, einen ersten Satz Bücher sowie Hefte für die Kurse zu beschaffen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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