Versammlung ohne Ereignisse

 Die Sportfreunde-Mitglieder sagten „Ja“ – erst zu den Vorstandswahlen im Mai, dann zur Entlastung des Vorstands. Foto: cst
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flo  -  Es geht weiter wie gehabt bei den Sportfr. Siegen. Bei der Jahreshauptversammlung des Fußball-Regionalligisten am Donnerstagabend gab es wie geplant keine Wahlen und der Vorstand wurde entlastet – dies allerdings nicht einstimmig. 126 grüne Karten („Für Entlastung“), 18 weiße Karten („Enthaltung“) und 26 rote Karten („keine Entlastung“) gingen in die Höhe. Die Vorstandswahlen gibt es erst – wie vom Ältestenrat vorgeschlagen – im Mai bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Die beiden vakanten Sitze im aktuell fünfköpfigen bleiben weiterhin unbesetzt. Die Opposition, die für gestern Abend zunächst einen Vorstoß und einen Einstieg in den Vorstand geplant hatte, rückte von ihrem Vorhaben ab und meldete sich gestern nicht zu Wort. Auch sonst verlief die Veranstaltung ruhiger als erwartet, kritische Äußerungen gab es kaum.

Die Zahlen indes, die Finanzvorstand Heiko Maurer präsentierte, waren – wie bereits bekannt – besorgniserregend. Nach dem Rückzug des langjährigen Mäzens Manfred Utsch klafft im Etat des gemeinnützigen Vereins („eV“) eine Lücke von rund 100 000 Euro, in der ausgelagerten Spielbetriebs-GmbH (Regionalliga-Team) gibt es eine Lücke von 210 000 Euro. Geschlossen werden sollen diese durch eine weitere Sponsoren-Akquise, wobei der Vorstand auf Erfolge durch denneuen Bund mit der Marketing-Agentur MSC-Sports hofft (die SZ berichtete).

Was war sonst noch erwähnenswert? Erstens: Wie im ersten Jahr nach der „Ära“ von Mäzen Manfred Utsch wollen die Sportfreunde sich auch künftig bewusst nicht mehr in die Abhängigkeit eines einzigen großen Geldgebers begeben. Zweitens: Über den Sportlichen Leiter der Jugend, Serkan Dalman, gab der Verein ein klares Bekenntnis zur im vergangenen Sommer noch umstrittenen „Zweiten“ ab, die in dieser Saison mit halbiertem Etat (65 000 Euro) auskommen muss und deshalb in der Landesliga im Abstiegskampf steckt.

Drittens: Beim Punkt „Aussprache“ ergriff Fritz Reuter das Mikrofon und verkündete, dass er – wie übrigens auch Geschäftsstellen-Mitarbeiter Hermann Fuckert, im Laufe des Tages vom Vorstand freigestellt worden sei. „Ich lasse das nicht auf mir sitzen. Die Vorwürfe gegen mich sind nicht korrekt“, meinte der langjährig erfolgreich im Marketing tätige Reuter: „Das ist eine Schweinerei. Ich werde für diesen Verein keine Hand mehr heben.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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