Kleine Trostspender  an Bord

 Den großen „Fritz“ hätten die Erndtebrücker Nachwuchsfeuerwehrmänner gerne behalten, den nahm aber Manuela Marburger wieder mit nach Girkhausen. Dafür durfte die Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück aber 72 kleinere Teddys behalten. Foto: Björn Weyand
  • Den großen „Fritz“ hätten die Erndtebrücker Nachwuchsfeuerwehrmänner gerne behalten, den nahm aber Manuela Marburger wieder mit nach Girkhausen. Dafür durfte die Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück aber 72 kleinere Teddys behalten. Foto: Björn Weyand
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bw - Den großen „Fritz“ hätten sie am liebsten behalten, die kleinen und großen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Erndtebrück. Ihren riesigen Teddy nahm Manuela Marburger jedoch wieder mit nach Girkhausen, dafür ließ sie zusammen mit ihrem Mitstreiter Matthias Bohn freilich 72 kleinere Teddybären im Erndtebrücker Feuerwehrgerätehaus. Die sollen hier in Zukunft als Trostspender zur Verfügung stehen, wenn bei Einsätzen der Feuerwehr auch Kinder zu den Betroffenen gehören, etwa wenn ein Haus brennt oder ein Unfall passiert ist.

Der Siegener Matthias Bohn, selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, sorgt mit seiner Familie und mit der Girkhäuser Familie Matthias und Manuela Marburger in Siegen-Wittgenstein dafür, dass Rettungswagen und Feuerwehrautos mit den kleinen Teddybären bestückt sind. Das gilt ab sofort auch für die Erndtebrücker Feuerwehr. Für Kinder seien Unfälle und auch Brände mit Leuten in Uniform zumeist beängstigende Situationen, meinte Matthias Bohn gestern Abend bei der Übergabe der flauschigen Bären im Erndtebrücker Gerätehaus. „Die Einsatzkräfte sehen ja martialisch.“ Die Kuscheltiere seien dafür da, einen Zugang zu den Kindern zu finden, ihr Vertrauen zu gewinnen, manchmal auch, um durch den Bär zu ihnen durchzudringen. „Dem Teddy wird alles geglaubt“, berichtete Manuela Marburger. Das wusste auch Kerstin Grünert, die Pfarrerin ist der Feuerwehr eng verbunden und oft auch als Seelsorgerin dabei, wenn es brennt. Einen Fuchs hat sie inzwischen dabei, um Kinder am Einsatzort aufzumuntern.

Zum Fuchs gesellen sich jetzt ganz viele Bären. „Wir freuen uns, dass wir das hier machen können“, erklärte Matthias Bohn. Seit 20 Jahren gibt es die Deutsche Teddy-Stiftung in Deutschland, „hier müssen wir noch Entwicklungsarbeit leisten“. In ganz Deutschland gebe es 43 Botschafter für die Stiftung, die sich komplett durch Spenden finanziert. Der Dank für die Bären, die nun in Erndtebrück im „Einsatz“ sind, ging gestern Abend übrigens an Claudia Schmidt aus Oberschelden. „Wir hoffen immer natürlich, dass sie nicht gebraucht werden“, stellte Matthias Bohn klar. Ein Teddy solle übrigens jeweils in den Feuerwehrwagen rechts vorne mitfahren – als Wiedererkennungswert. „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagte Matthias Bohn, der zudem von herzzerreißenden Dankesbriefen von Kindern erzählte. Das beweist: Der kleine Bär hat eine große Wirkung.

Damit er die in Erndtebrück besonders gut entfalten kann, hatte Wehrführer Karl-Friedrich Müller eine gute Idee: Ein Drittel der Bären geht an die Rettungswache Womelsdorf und fährt im Krankenwagen mit.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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