Bau der Windräder erst 2015?

 Durch den Widerspruch der Anlieger kann Juwi von der Baugenehmigung keinen Gebrauch machen. Foto: Archiv

vö - Die Einsprüche gegen den Bau von insgesamt sieben Windrädern zwischen Fischelbach und Heiligenborn könnten für den Investor offenbar nachhaltige Konsequenzen haben: Denn wie die SZ aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, wird in dem zweiten Windpark auf Bad Laaspher Stadtgebiet – der bislang noch keiner ist – in diesem Jahr wohl keine einzige Anlage mehr gebaut. Nach SZ-Informationen sollen die Metallelemente des Herstellers für die 200-Meter-Anlagen erst im Frühjahr geliefert und montiert werden.

Der Grund: Investor und Projektträger Juwi möchte dem Vernehmen nach keine Winterbaustelle riskieren, zumal die Schwertransporte das Material über sehr weite Strecken auf den Wirtschaftswegen zu den endgültigen und teilweise abgelegenen Standorten transportieren müssen. Nicht zu vergessen: Das Projekt lag auch ohne den Baustopp – wie berichtet – bereits einige Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

Die Siegener Zeitung bemühte sich am Donnerstag um eine Stellungnahme des Unternehmens, konnte Pressesprecherin Ricarda Schuller allerdings nicht mehr erreichen. Fakt ist, dass sich auf den Baustellen oberhalb von Fischelbach nach wie vor kein Rad dreht. Durch den Widerspruch der Anlieger könne die Firma von der erteilten Baugenehmigung keinen Gebrauch machen“, erläuterte Torsten Manges, Pressesprecher der Kreisverwaltung, auf SZ-Anfrage.

Die Gründe für den Widerspruch seien mittlerweile eingereicht worden. Zur Erinnerung: Dafür hatten die Verfasser des Widerspruchs zwei Wochen Zeit. Die Anlieger bezögen sich in ihrer Argumentation auf Schattenwurf, Infraschall und die Frage, ob die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ordentlich durchgeführt worden sei, so Torsten Manges. Nicht zuletzt die Bürgerinitiative WEGAS (Windenergie aber sinnvoll) hatte dem Kreis mehrfach vorgeworfen, bei der Prüfung des Bauantrages zu oberflächlich vorgegangen zu sein. Das vermeintliche Fehlverhalten der Behörde kritisierten auch einzelne Anlieger öffentlich.

Juwi habe zwischenzeitlich einen Antrag auf sofortige Vollziehung gestellt, teilte Torsten Manges ergänzend mit. Dieser Antrag werde von der Kreisverwaltung geprüft – „auch im Lichte der Argumente, mit denen jetzt die Widersprüche begründet wurden“. Die Prüfung habe begonnen. Sie werde mindestens noch die erste September-Woche in Anspruch nehmen. Bis zur Entscheidung über die sofortige Vollziehung dürften an den Anlagen keine Bauarbeiten vorgenommen werden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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