Windkraft-Gegner formieren sich

In Hesselbach kam es zu einem Treffen von Windkraft-Gegnern aus NRW und Rheinland-Pfalz. Die Vertreter der Landesbündnisse und der Bürgerinitiativen entschieden sich dabei zu einer intensiven länderübergreifenden Zusammenarbeit. Foto: privat
  • In Hesselbach kam es zu einem Treffen von Windkraft-Gegnern aus NRW und Rheinland-Pfalz. Die Vertreter der Landesbündnisse und der Bürgerinitiativen entschieden sich dabei zu einer intensiven länderübergreifenden Zusammenarbeit. Foto: privat
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sz - Es formiert sich derzeit ein organisierter Widerstand gegen den Bau von Windkraftanlagen in den Wäldern Südwestfalens und in den angrenzenden Bundesländern. Auch die Vorgaben in dem von der Bezirksregierung Arnsberg vorgelegten „Sachlichen Teilplan Energie“ tragen laut einer Pressemitteilung dazu bei, dass sich mehr und mehr Widerstand regt.

Aus dem Grund trafen sich am Sonntag in Wittgenstein Vorstandsmitglieder der Landesbündnisse Nordrhein-Westfalen („VernunftWende“ mit 38 Bürgerinitiativen) und Rheinland-Pfalz („Energiewende für Mensch und Natur“ mit 39 Bürgerinitiativen) mit Vertretern zahlreicher Bürgerinitiativen aus den Kommunen Bad Laasphe, Schmallenberg, Olsberg, Brilon, Siegen, Wilnsdorf, Neunkirchen und dem Kreis Altenkirchen sowie Vertretern von Naturschutzverbänden. Auf dem Sohl sollen nach dem Willen der Betreiber „mitten in einem völlig intakten, schützenswerten Waldgebiet“, so die Bürgerinitiative, sieben neue Windenergieanlagen entstehen. Allerdings ist das bereits begonnene Vorhaben durch einen Baustopp momentan lahmgelegt.

Die Teilnehmer des Treffens erwanderten zunächst den für Transporter neu angelegten breiten Schotterweg zur „größten Wald-Baustelle Wittgensteins“, wie sie feststellten. Sehr betroffen waren die Teilnehmer über das aus ihrer Sicht jetzt schon sichtbare Ausmaß der Zerstörung in der Natur für Wege und Flächen, und sie standen teilweise schockiert vor den gewaltigen Fundamenten zweier Anlagen. Allen Beteiligten sei bewusst gewesen, dass dies erst der Anfang der Zerstörung sei.

Kein Teilnehmer konnte begreifen, dass diese Baustelle mit solch massiven Erdbewegungen und Verdichtungen nur circa 400 Meter entfernt von der Ilsequelle überhaupt für ein solches Vorhaben geplant werden und in Frage kommen konnte. Beim anschließenden Treffen in Hesselbach waren sich alle Vertreter der beiden Landesverbände und der Bürgerinitiativen einig, dass man dieses und ähnliche Vorhaben in den schwachwindigen schützenswerten Wäldern der Mittelgebirge beider Bundesländer nicht einfach hinnehmen werde.

Voller Sorge entschieden sich deshalb die Vertreter der Landesbündnisse und der Bürgerinitiativen bei ihrem Treffen in Hesselbach einstimmig zu einer intensiven länderübergreifenden Zusammenarbeit und verabredeten weitere gemeinsame Vorgehensweisen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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