Blech fiel vom Windrad

Ein Spaziergänger fand dieses Blech, das in der Diagonalen 100 Zentimeter misst, am Fuße des mittleren Windkraftmasten. Wie die Herstellerfirma Nordex erklärte, fiel es vom Maschinenhaus der Windenergieanlage zu Boden. Foto: Privat
  • Ein Spaziergänger fand dieses Blech, das in der Diagonalen 100 Zentimeter misst, am Fuße des mittleren Windkraftmasten. Wie die Herstellerfirma Nordex erklärte, fiel es vom Maschinenhaus der Windenergieanlage zu Boden. Foto: Privat
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Hier hört der Spaß auf: Das Blech flog vom Maschinenhaus der mittleren Freudenberger Windenergieanlagen unkontrolliert zu Boden. Ungefähr aus einer Höhe von 140 Metern. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand. Es gibt auch keine Augenzeugen des Abflugs, aber einen Spaziergänger, der das Blech am Sonntag, 16. Dezember, kurz nach 15 Uhr am Fuße des mittleren Masts fand und fotografierte. Sofort sendete er per Smartphone mehrere Fotos von Blech und dazugehörigem Masten an die Firma Nordex, dem Hersteller der Büschergrunder Windenergieanlagen, deren E-Mail-Adresse am Mast abzulesen ist. Das Blech selbst habe der Spaziergänger jedoch am Fundort belassen. Etwas später begegnete er dem Ortsvorsteher von Hohenhain, Heinz Fischbach, der wiederum im Telefongespräch mit der Siegener Zeitung von seiner Begegnung erzählte. Der „Blechfinder“ habe ihm von seinem Fund berichtet und die Fotos gezeigt. 

Fischbach selbst habe sich gleich nach dem Gespräch mit dem Spaziergänger in Richtung Windenergieanlage aufgemacht. Das Blech habe er dort aber nicht mehr gefunden. Ein Foto des Blechs „flog“ schließlich per Mail von der Interessengemeinschaft Knippen, einer Bürgerinitiative, in die SZ-Redaktion. Und die Siegener Zeitung informierte die Kreisverwaltung. Siehe da: Dort war offensichtlich nichts von einem vermissten Blech bekannt. Dann meldete sich Arno Wied, Dezernent der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein für Bauen, Umwelt und Wirtschaft mit Details. „Die in unserem Hause zuständige Immissionsschutzbehörde hat sich nach Bekanntwerden des Vorfalls direkt mit dem Betreiber und dem Hersteller der Anlagen in Verbindung gesetzt. Der Hersteller, die Firma Nordex, konnte umgehend bestätigen, dass es sich bei dem Fundstück um ein Bauteil eines Maschinenhauses einer Windenergieanlage handelt. Es konnte erreicht werden, dass der Hersteller sofort ein Serviceteam zur Inspektion der Anlagen eingesetzt hat. Die Inspektion aller drei Anlagen wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. Im Ergebnis der Inspektion konnten keine weiteren Schäden an den Anlagen festgestellt oder andere Hinweise auf andere zu erwartende Defekte festgestellt werden. Wir haben deswegen auf eine ansonsten notwendige Anordnung zur vorübergehenden Stilllegung der Anlagen verzichtet.“ 

Interessiert ist die Firma jetzt am Blech, sie bitte um Rückgabe um den Vorgang untersuchen zu können. Ein solcher Vorfall „darf natürlich nicht passieren“, habe sich die Firma Nordex dazu geäußert, so Wied. Aber das Blech sei dennoch runtergefallen. Der Hersteller könne derzeit die Ursache für den entstandenen Schaden noch nicht abschließend ermitteln, erklärte Arno Wied. Zur Ursachenforschung benötige er dringend das gefundene Bauteil. „Das können die gerne haben“, sagte Christel Hussing von der Interessengemeinschaft Knippen zur SZ. Der Initiative liege schließlich daran, dass geklärt werde, wieso das Blech von der Windkraftanlage abgefallen sei. „Aber abholen müssen die sich das Blech selbst.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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