SZ

Delegierten-Trio könnte seine Stimmen dennoch aufteilen
AK-CDU wünscht sich Friedrich Merz

61 Prozent der Christdemokraten im Kreis Altenkirchen haben sich für Friedrich Merz als Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer an der Parteispitze ausgesprochen.
  • 61 Prozent der Christdemokraten im Kreis Altenkirchen haben sich für Friedrich Merz als Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer an der Parteispitze ausgesprochen.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

dach Kreis Altenkirchen. Das ist mal ein eindeutiges Votum: 61 Prozent der Christdemokraten im Kreis Altenkirchen haben sich für Friedrich Merz als Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer an der Parteispitze ausgesprochen. Zumindest diejenigen, die sich an einer vom Kreisvorstand initiierten Befragung beteiligt haben.
Am Freitag hat Kreisvorsitzender Michael Wäschenbach das Ergebnis öffentlich gemacht. Demnach kommt Norbert Röttgen auf 29 Prozent der „Stimmen“. Abgeschlagen: Armin Laschet. Nur 10 Prozent der knapp 200 Mitglieder, die bei dem Stimmungstest mit von der Partie waren, haben sich für den amtierenden NRW-Ministerpräsidenten entschieden.

dach Kreis Altenkirchen. Das ist mal ein eindeutiges Votum: 61 Prozent der Christdemokraten im Kreis Altenkirchen haben sich für Friedrich Merz als Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer an der Parteispitze ausgesprochen. Zumindest diejenigen, die sich an einer vom Kreisvorstand initiierten Befragung beteiligt haben.
Am Freitag hat Kreisvorsitzender Michael Wäschenbach das Ergebnis öffentlich gemacht. Demnach kommt Norbert Röttgen auf 29 Prozent der „Stimmen“. Abgeschlagen: Armin Laschet. Nur 10 Prozent der knapp 200 Mitglieder, die bei dem Stimmungstest mit von der Partie waren, haben sich für den amtierenden NRW-Ministerpräsidenten entschieden.

Ergebnis für Delegierte aus dem AK-Land nicht bindend

Ist somit klar, für wen die drei Delegierten aus dem AK-Land am Wochenende beim digitalen CDU-Parteitag klicken? Wäschenbach hatte im Vorfeld davon gesprochen, dass das Ergebnis nicht bindend für die Delegierten aus dem AK-Land sei: Das Mandat sei frei. Das sehen innerhalb der Kreispartei allerdings nicht alle so. „Einige Mitglieder meinen, es handele sich um ein imperatives Mandat“, sagte Wäschenbach im Gespräch mit der SZ.
Sprich: Die Delegierten hätten die Mehrheitsmeinung des jeweiligen Kreisverbands auch beim finalen Votum umzusetzen, ähnlich dem Prinzip der Wahlmänner und -frauen bei der Wahl des US-Präsidenten.
Aber das Delegierten-Trio bleibt dabei: Michael Wäschenbach, Jessica Weller und Dr. Josef Rosenbauer sehen das Befragungsergebnis als Richtschnur, nicht als „Befehl“. Wenn auch der Kreisvorsitzende meint: „Natürlich wird das Votum eine Rolle spielen.“
Der Kreisvorsitzende verweist hingegen darauf, dass es keinen Beschluss des Kreisvorstands gebe, wonach dem Delegierten-Trio ein Kandidat gewissermaßen vorgegeben werde. Und: Die Befragung sei nicht repräsentativ.

Keiner der drei möchte sich festlegen

Festlegen möchte sich im Vorfeld indes keiner der drei. Eine Idee könne aber sein, so Wäschenbach, die Mehrheitsverhältnisse aus dem Stimmungstest widerzuspiegeln, also vereinfacht gesagt: zwei wählen Merz, eine(r) Röttgen. Wer dabei für den ehemaligen Bundesumweltminister votieren würde, ist relativ klar. Jessica Weller ist nicht nur Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) innerhalb der CDU, die sich zumindest auf Bundesebene auf Laschet eingeschworen hat. Weller ist auch im Bundesvorstand der Frauen Union. Und die CDU-Damen hatten sich gegen Merz als Vorsitzenden ausgesprochen; Röttgen und Laschet waren hier quasi gleichauf.
Blieben für Wäschenbach und Rosenbauer jeweils Stimmen für den Sauerländer Merz. Im Falle Rosenbauer gehört dazu nicht viel Fantasie. Zumal er Merz aufgrund seiner Parteivergangenheit persönlich kennt. Bei Wäschenbach, der im Vorfeld keinen Hehl daraus gemacht hatte, am liebsten Jens Spahn wählen zu können, sieht das schon anders aus.
Dazu passt auch seine Aussage: „Ich lass’ mich auch ein Stück weit von der Situation leiten. Das hab’ ich bei Parteitagen immer so gemacht.“ Sprich: Nicht auszuschließen, dass sich der Kreisvorsitzende von einer leidenschaftlichen Rede mitreißen lässt.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige

Tablet-Aktion der Siegener Zeitung
SZ-Abo abschließen und Tablet sichern

Mit einem Abo der Siegener Zeitung kommen Sie jetzt gleichzeitig auch an ein Tablet Ihrer Wahl. Immer und überall informiert mit dem E-Paper... lesen, wo ich will; ... über die Suchfunktion schnell finden, was mich interessiert; ... gleicher Inhalt in praktischer Form; ... mit Zoomfunktion. Jetzt exklusiv: die Tablet-Bundle-Aktion  Beinahe geschenkt: Erhalten Sie kostengünstig ein Tablet Ihrer Wahl bei Abschluss eines Abos der Siegener Zeitung. Möchten Sie Ihr neues Tablet gleich zum Lesen...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen