Landrat Dr. Enders entsetzt
Brandanschlag auf Gesundheitsamt Altenkirchen

Der Haupteingang des Gesundheitsamtsgebäudes ist komplett zerstört.
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+++ Update Sonntag, 28. November 2021, 17.15 Uhr +++

Inzwischen hat sich auch der Staatsschutz des Brandanschlags auf das Gesundheitsamt des Kreises Altenkirchen angenommen, wie am Sonntag bekannt wurde.
Unterdessen gehen die Ermittler davon aus, dass der oder die unbekannten Täter eine brennbare Flüssigkeit vor dem Gebäude ausgossen und anzündeten.

+++ Erstmeldung mit einer Ergänzung (kursiv) +++

dach Altenkirchen. Einen Brandanschlag auf das Gebäude des Kreisgesundheitsamts Altenkirchen hat es in der Nacht zu Samstag gegeben. Der Brandsatz wurde am Haupteingang unweit der Kreisverwaltung gezündet, der nun komplett zerstört ist. Verletzt wurde niemand. Auch sonst sind keine größeren Schäden am Gebäude zu verzeichnen, wie die Kreisverwaltung auf Anfrage der Siegener Zeitung mitteilt. Die ermittelnde Polizei geht von einem Schaden im vierstelligen Euro-Bereich aus. 
Allerdings sind einige Büros durch Rußschäden teilweise unbenutzbar und schränken die Arbeitsmöglichkeiten in den nächsten Tagen ein. Bis hier eine komplette Reinigung erfolgt ist – zum Teil wurde damit schon begonnen – , werden bei Bedarf Alternativen in anderen Gebäuden der Kreisverwaltung eingerichtet.

Landrat spricht von Niedertracht

Zu dem Vorfall muss es gegen 2 Uhr in der Nacht gekommen sein. Die Feuerwehr rückte nach einer Benachrichtigung durch Personen, die das Feuer bemerkt hatten, sofort aus und löschte die Flammen. Eine provisorische Reparatur ist veranlasst worden, heißt es weiter. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamts sind in der vierten Welle der Corona-Krise auch an den Wochenenden im Einsatz. 
„Ich bin sprachlos angesichts dieser Niedertracht“, sagte Landrat Dr. Peter Enders in einem ersten Statement. „Die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt arbeiten seit eineinhalb Jahren weit über dem Limit und müssen jetzt auch noch Angst um ihre Sicherheit haben? Das ist entsetzlich! Wir treffen jetzt umgehend Vorkehrungen, um die Sicherheit des Teams zu gewährleisten. Wir stehen dazu mit der Polizei in Kontakt.“

Etwaige Zeugen bitte melden

Zwar wurde von offizieller Seite noch nichts bestätigt, aber der Verdacht, dass der Brandanschlag in irgendeiner Weise mit der Pandemie in Zusammenhang steht, liegt nahe. Dabei ist der Kreis Altenkirchen nicht dafür bekannt, dass es hier eine größere Szene von (militanten) Querdenkern oder gar Reichsbürgern gibt. Die Polizei ermittelt daher in alle Richtungen.
Zeugen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalinspektion Betzdorf unter der  Telefonnummer (02741) 9260 oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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