„Wir sind das Team Mudersbach“
Christian Peter ist neuer Ortsbürgermeister

Aus den Händen des 1. Beigeordneten Bernhard Steiner (r.) erhielt Christian Peter seine Ernennungsurkunde als Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde in Mudersbach.
  • Aus den Händen des 1. Beigeordneten Bernhard Steiner (r.) erhielt Christian Peter seine Ernennungsurkunde als Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde in Mudersbach.
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thor Mudersbach. Es war diese eine Vereidigung und Ernennung der anderen Art: Christian Peter erhielt am Mittwochabend im Rahmen einer Ratssitzung als neuer Ortsbürgermeister von Mudersbach etliche Blumensträuße – aber er hatte selbst fast genauso viele mitgebracht. Denn der 42-Jährige wusste ganz genau, wem er selbst zu danken hat: An allererster Stelle seiner Frau Kathrin, die grünes Licht für die Kandidatur gegeben hatte, dann aber auch den Beigeordneten Bernhard Steiner und Renate Otto, die die große Ortsgemeinde in der schwierigen Zeit der Vakanz sicher geführt hatten.

Eine lockere und dennoch angemessene Veranstaltung

Und nicht zuletzt war es auch deshalb anders, weil es keine steife und ernste, sondern eine lockere und dennoch angemessene Veranstaltung war: Neben den Ratsmitgliedern waren etliche Freunde und Familienangehörige gekommen, auch die drei Kinder durften selbstverständlich nicht fehlen. Christian Peter verzichtete auf Krawatte und dunklen Anzug, die klare Botschaft: Der „Pete“ bleibt auch im neuen Amt authentisch.

Bernhard Steiner kam zunächst nicht umhin, nochmals auf den Schockmoment nach dem Tod von Maik Köhler einzugehen. Niemand sei darauf vorbereitet gewesen. Und ja, seine Stellvertreter seien ganz gefordert worden und teils auch an ihre Grenzen gestoßen, gestand der 1. Beigeordnete. „In stillen Stunden ist man immer noch bei Maik und seiner Familie.“

Vorsitzender ist überzeugt von guter Zusammenarbeit

Es sei keine leichte Kandidatenfindung gewesen. „Wir allen waren froh und dankbar, dass du dich zur Wahl gestellt hast“, sagte Steiner zu Peter. Und mit dieser Zustimmung am Wahltag könne man nur glücklich sein: „Es zeigt, dass die Menschen dir dieses Amt zutrauen.“

Steiner wünschte sich eine weiterhin gute und faire Zusammenarbeit und viele sach- und zielorientierte Entscheidungen. Mit dieser Art werde man weiter viel für die Ortsgemeinde Mudersbach erreichen können. Diesen Wünschen schloss sich Ulrich Merzhäuser an, nicht nur namens der Verbandsgemeinde Kirchen als 1. Beigeordneter, sondern auch als Vorsitzender des Bürgervereins. Von der guten Zusammenarbeit sei er jetzt schon überzeugt.

Neuer Ortsbürgermeister hält seine erste Rede

Christian Peter stellte in seiner ersten Rede als Ortsbürgermeister nochmals klar, dass er am allerliebsten gar nicht in diese neue Rolle geschlüpft wäre: „Nach wie vor kann man den Verlust unseres geschätzten Bürgermeisters nicht in Worte fassen.“ Doch für ihn gilt ebenso wie für die Ratsmitglieder, dass nun auch wieder der Blick nach vorne gerichtet werden muss. Ja, er wolle ein Ortsbürgermeister für alle sein – auch im Gemeinderat, sagte Sozialdemokrat Peter. „Ich denke, gerade in solch einem Gremium darf man sich nicht von Parteibüchern führen lassen. Wir sind das Team Mudersbach.“

Der neue Ortsbürgermeister erwähnte exemplarisch ein paar der wichtigsten Aufgaben: Anbindung der Bahnhofstraße an die B62, die Umgestaltung von Niederschelderhütte und die Einführung und Umsetzung der wiederkehrenden Beiträge beim Straßenausbau: „All das kann uns nur gemeinsam gelingen.“ Und dann dankte er den Beigeordneten für ihre Arbeit und seiner Frau: „Sie hält mir stets den Rücken frei.“

Markus Köhler erinnert an seinen verstorbenen Bruder

Herzliche Glückwünsche von der CDU-Fraktion kamen von ihrem Vorsitzenden Markus Köhler. Und wer will es ihm verdenken, dass auch er nochmals an seinen verstorbenen Bruder erinnerte ? Die Kommunalpolitik sei für diesen neben seiner Familie die zweite Liebe gewesen. Köhler streckte Peter verbal die Hand entgegen, schließlich sei die gemeinsame Sachpolitik mit der SPD „hervorragend“ gewesen.

„Wichtig ist, dass wie zusammenarbeiten“, schloss sich Karl-Heinz Frettlöh dem für die SPD an. Man dürfe sich nicht auseinander dividieren lassen. Jens Stötzel als Vorsitzender der gleichnamigen Wählergruppe sprach von einem riesigen Vertrauensvorschuss für Peter. Er sei aber überzeugt, dass er diesem gerecht werde. Zur Arbeit im Rat sagte Stötzel: „Solange das Ziel das gleiche ist, darf über den Weg gestritten werden.“ Und schon ging es weiter mit dem normalen Tagesgeschäft.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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