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Zurück zum Handschlag
Corona-Pandemie: Erwin Rüddel wünscht sich eine neue Normalität

Erwin Rüddel meint: für Geimpfte und Genesene muss es in puncto Pandemie mit großen Schritten vorangehen.
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  • Foto: dach
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

dach Kreis Altenkirchen. „Herr Rüddel!“, fährt es aus mir heraus, „Was machen Sie denn da?!“ Julia Klöckner hatte sich angekündigt. Auf einem Bauernhof in Helmenzen warten gut zwei Dutzend Männer auf die Bundeslandwirtschaftsministerin. Rüddel macht die Runde – inklusive Händeschütteln.
Als er vor mir steht und mir seine Tatze hinhält, zögere ich. Seit fast eineinhalb Jahren habe ich außerhalb der Familie niemanden mehr berührt, denke ich. „Sind Sie geimpft?“, fragt mich der Bundestagsabgeordnete. „Klar“, entgegne ich. „Na, dann können wir uns doch die Hand geben!“, meint Erwin Rüddel. Ich schlage schließlich ein, denke aber weiter nach.

dach Kreis Altenkirchen. „Herr Rüddel!“, fährt es aus mir heraus, „Was machen Sie denn da?!“ Julia Klöckner hatte sich angekündigt. Auf einem Bauernhof in Helmenzen warten gut zwei Dutzend Männer auf die Bundeslandwirtschaftsministerin. Rüddel macht die Runde – inklusive Händeschütteln.
Als er vor mir steht und mir seine Tatze hinhält, zögere ich. Seit fast eineinhalb Jahren habe ich außerhalb der Familie niemanden mehr berührt, denke ich. „Sind Sie geimpft?“, fragt mich der Bundestagsabgeordnete. „Klar“, entgegne ich. „Na, dann können wir uns doch die Hand geben!“, meint Erwin Rüddel. Ich schlage schließlich ein, denke aber weiter nach.

Erwin Rüddel will mehr Normalität für Geimpfte und Genesene 

Am Freitag dann am Telefon: Rüddel, immerhin Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags, untermauert seine Auffassung. „Geimpfte und Genesene müssen in großen Schritten zu mehr Normalität kommen.“ Im September, so seine Vorstellung, solle man die sogenannte pandemische Lage auslaufen lassen. Sollte der Spuk, der allein im Kreis Altenkirchen 101 Menschen das Leben gekostet hat, tatsächlich in Kürze vorbei sein?

Dafür habe er jedenfalls am Vormittag in einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktion geworben, so Erwin Rüddel. Sein Empfinden: Alle wollten mehr Freiheiten, nur seien die Einschätzungen noch etwas unterschiedlich. Eine Bundestagssitzung zum Thema in der übernächsten Woche dürfte mehr Klarheit bringen.

Rüddel hat auch einen konkreten Vorschlag für Veranstaltungen in Kultur und Sport, auch für Gottesdienste beispielsweise: Die Anzahl an getesteten Zuschauern/Teilnehmern sollte auf fünf Prozent der Kapazität gedeckelt werden, Geimpfte und Genesene unbegrenzt Einlass erhalten. „Das würde eine ganze Reihe von Möglichkeiten bieten.“ Oder, wie es der hiesige Wahlkreisabgeordnete auf den Punkt bringt: „Keine Beschränkungen mehr für 2G!“

Handschlag für Erwin Rüddel ein Symbol für Normalität

Der Handschlag ist für Erwin Rüddel dabei ein Symbol, ein Symbol für eine neue Normalität. „Wir müssen Zug um Zug lernen, uns wieder normal zu verhalten“, sagt der Christdemokrat mit Blick auf eine in seinen Augen ordentliche Impfquote bisher. Und es geht ihm dabei auch um die Impfverweigerer: „Wir sollten uns von diesen zehn Prozent, die sich mutwillig nicht impfen lassen, nicht auf der Nase herumtanzen lassen.“

Inwieweit er mit seinem Ansinnen im politischen Berlin durchkommt, bleibt abzuwarten. Er sei als Ausschussvorsitzender jedenfalls bei nahezu jeder wichtigen Sitzung im Gesundheitsministerium dabei und habe die Möglichkeit, „meine Meinung frühzeitig einzupflegen“.
Ganz konkret sieht er derzeit noch einen Hemmschuh auf kommunaler Ebene. „Wir können in Berlin noch so viel über Freiheiten reden, wenn die Ordnungsämter keine anderen Anweisungen bekommen und sich nach wie vor an den Inzidenzen orientieren müssen.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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