Endlich werden wieder Fässer gefüllt
Erzquell-Chef sieht Ende der Durststrecke

Brauer Peter Dietermann, ein Urgestein bei der Erzquell, freut sich, dass er nach Monaten der Zwangspause nun auch wieder Fässer für die Gastronomie und größere Veranstaltungen abfüllen kann.
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thor Niederschelderhütte. Da gibt es unter Bierfreunden eigentlich keine zwei Meinungen: Ein Pils aus der Flasche ist eine feine Sache – allerdings nicht zu vergleichen mit der Variante aus dem Zapfhahn. Darauf musste man monatelang verzichten. Die Fässer der Brauereien standen nutzlos und ungefüllt in den Lagerhallen, auch bei der Erzquell in Niederschelderhütte. Dort, wie fast überall in der Branche, war die Fassbier-Produktion auf null heruntergefahren worden. 5-Liter-Fässchen zählen dabei nicht, die gelten in Teilen des Siegerlandes eh als ein bisschen groß geratene Flasche.

Es musste nicht viel Fassbier weggeschüttet werden

Doch nun sieht Brauerei-Chef Dr. Axel Haas deutlich Licht am Ende des Tunnels, der für sein Unternehmen eine sinnbildliche Durststrecke war. Dabei ist es dem geschäftsführenden Gesellschafter nicht nur aus dieser Perspektive ein Bedürfnis, den Schalter auf positive Stimmung umzulegen: „Auch wir wollen wieder ein Zeichen setzen.“ Haas gehört zu jenen Persönlichkeiten, die sich die Lebensfreude nicht von einem Virus nehmen lassen. Insofern ist er guter Dinge, dass es nun Stück für Stück wieder aufwärts geht. Für die Menschen, für die Brauerei.

Auch der Blick ins Lager zeigt: Die Kästen sind nicht länger allein
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Kurzer Rückblick auf den Herbst. „Wir haben nicht viel Fassbier wegschütten müssen, da wir den Lockdown im Herbst erwartet hatten. Das hat sich also stark in Grenzen gehalten“, berichtet Haas. Zudem habe es einige Kooperationen mit Bäckern und Metzgern gegeben, wo der Gerstensaft weiterverarbeitet werden konnte. Der Anteil des Fassbiers in der Schelder Braustätte liegt zu normalen Zeiten bei etwa 25 Prozent.

Es fehlen noch die großen Feste

Mit der Wiederöffnung der Außengastronomie sei die Fassbier-Produktion sofort wieder aufgenommen worden. In Niederschelderhütte deutlich stärker als in Bielstein, so Haas. Der Grund: „Wir hatten im Oberbergischen viel höhere Inzidenzen.“ Die Gastronomie sei hier länger von Einschränkungen betroffen gewesen als beispielsweise in Rheinland-Pfalz.

Inzwischen habe die Erzquell-Brauerei beim Fassbier-Ausstoß wieder ein gutes Niveau erreicht. „Wir lagen im Juni um einiges höher als vor einem Jahr“, erklärt der Geschäftsführer. Und selbst mit Blick auf den Juni 2019 liege man nur wenig zurück. Klar, es fehlten noch die richtig großen Feste. Aber viele kleinere Veranstaltungen könnten ja wieder stattfinden. „Wir können nur hoffen, dass es schnell mit den Öffnungen weitergeht.“ Inzwischen sei auch der Vertrieb, monatelang in Kurzarbeit, wieder voll im Einsatz.

Kunden standen der Erzquell treu beiseite

Haas hat derzeit nicht das Gefühl, dass viele gastronomische Betriebe pleite gegangen sind. Das müsse man aber noch abwarten. Wenn auch spät, sei schließlich doch noch die staatliche Unterstützung eingetroffen. Für die Brauerei weiß der Unternehmer hingegen nur zu genau, wer beim Überwinden besagter Durstrecke bis zum Ende geholfen hat: „Wir sind froh und dankbar, dass unsere Kunden so treu zu uns gestanden haben.“

Brauer Peter Dietermann, ein Urgestein bei der Erzquell, freut sich, dass er nach Monaten der Zwangspause nun auch wieder Fässer für die Gastronomie und größere Veranstaltungen abfüllen kann.
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Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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