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Kreis Altenkirchen
Grüne stoßen Klimaschutz-Arbeitskreis an

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In der Bildmitte sieht man das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, in dem die jungen Menschen auf die Welt von morgen vorbereitet werden. Das Dach trägt eine Fotovoltaikanlage. Umgeben ist die Schule von den sichtbaren Zeichen des Klimawandels: überall Kahlschläge.
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In der Bildmitte sieht man das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, in dem die jungen Menschen auf die Welt von morgen vorbereitet werden. Das Dach trägt eine Fotovoltaikanlage. Umgeben ist die Schule von den sichtbaren Zeichen des Klimawandels: überall Kahlschläge.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

goeb Kreis Altenkirchen.  „Es ist ein bisschen in die Jahre gekommen.“ Zwar habe der Landkreis Altenkirchen in der Vergangenheit einiges in die Wege geleitet, räumt die Fraktionssprecherin der Kreis-Grünen, Anna Neuhof, im SZ-Gespräch ein. Doch der Klimawandel galoppiere in einem atemberaubenden Tempo davon. „Schauen Sie sich nur mal die Wälder an, in welchem Zustand die sich befinden“, führt sie vor Augen. Dass die Fichte als nicht standortgerechte Baumart Probleme bekomme, das sei schon absehbar gewesen. Aber inzwischen zeigten auch die Laubbaumarten schwere Schäden, allen voran die Rotbuche.
Gremium soll bereits im November das erste Mal tagen
Je mehr Zeit verstreiche, desto schwieriger werde es, die im Pariser Klimaschutzabkommen definierten Ziele noch zu erreichen.

goeb Kreis Altenkirchen.  „Es ist ein bisschen in die Jahre gekommen.“ Zwar habe der Landkreis Altenkirchen in der Vergangenheit einiges in die Wege geleitet, räumt die Fraktionssprecherin der Kreis-Grünen, Anna Neuhof, im SZ-Gespräch ein. Doch der Klimawandel galoppiere in einem atemberaubenden Tempo davon. „Schauen Sie sich nur mal die Wälder an, in welchem Zustand die sich befinden“, führt sie vor Augen. Dass die Fichte als nicht standortgerechte Baumart Probleme bekomme, das sei schon absehbar gewesen. Aber inzwischen zeigten auch die Laubbaumarten schwere Schäden, allen voran die Rotbuche.

Gremium soll bereits im November das erste Mal tagen

Je mehr Zeit verstreiche, desto schwieriger werde es, die im Pariser Klimaschutzabkommen definierten Ziele noch zu erreichen. Dazu müsse auch auf lokaler Ebene gehandelt werden. Eigentlich hatten die Grünen die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes des Kreises bereits am 5. Dezember 2019 beantragt. Wegen der Haushaltsberatungen wurde noch einmal vertagt, doch dann unterbrach, wie bei vielen anderen Themen auch, die Corona-Pandemie die politischen Prozesse, sodass das Thema jetzt in der Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses erneut „aufschlug“.
Dort herrschte Einstimmigkeit unter den Fraktionen, nachdem auch der Klimaschutzmanager des Kreises, Stefan Glässner, dem Gremium einen Ausschnitt der Anstrengungen des Landkreises in puncto Klimaschutz in den vergangenen Jahren präsentiert hatte.
„Wir sind uns schon bewusst, dass wir damit eine Menge Arbeit produzieren“, erklärt Neuhof im SZ-Gespräch. Erstmals soll der neue Facharbeitskreis am 18. November zusammenkommen.

Klimaschutzmaßnahmen sind wirtschaftlich sinnvoll

Glässner hatte die Wirtschaftlichkeit durchdachter Klimakonzepte akzentuiert. So betreibe der Landkreis derzeit 19 Solaranlagen auf den Dächern seiner Immobilien mit einer Gesamtleitung von 450 Kilowatt/Peak. 470 000 Euro beträgt die Gesamtinvestition in diesem Bereich.
Erstaunt waren viele von der hohen Eigenverbrauchsquote von 66 Prozent. Berechnungen hatten zuvor eine Marke von 40 Prozent im schlechtesten Fall und 60 Prozent im besten Fall ergeben. Die Anlagen haben sich nach zwölf Jahren amortisiert. Große Summen investierte der Kreis auch in die Sanierung der Fenster seiner Schulen, auch wenn hier noch einige Bauten in Angriff genommen werden müssen. So spare das sanierte Kopernikus-Gymnasium in Wissen durch die neuen Fenster 30 Prozent Heizenergie ein. Auch in den Fassaden-Dämmschutz lässt der Kreis Altenkirchen immer wieder Geld fließen.
Anna Neuhof nennt ferner das Blockheizkraftwerk an der Glockenspitze in Altenkirchen, die Flotte an E-Autos und letztlich auch den Ausbau des Busnetzes durch die kreiseigene Westerwald Bus GmbH als Positivbeispiele.

Arbeitskreis möchte für Kreis Altenkirchen mehr erreichen

„Letztlich ist aber noch viel mehr drin“, setzt sie im Gespräch hinzu. Dafür soll im neuen Arbeitskreis der Rahmen gesetzt werden. Mehr Anstrengungen im Klimaschutz, das sei im Grunde auch eine politische Entscheidung. Die öffentliche Hand müsse hier Vorbildfunktion haben für die Städte und Gemeinden, aber auch für die Bürger.
Dem Gremium angehören sollen je ein Vertreter der politischen Kreistagsfraktionen. Hinzu kommen der Klimaexperte Friedrich Hagemann (Bündnisgrüne) aus Birken-Honigsessen, dessen umfassenden „Masterplan Klimaschutz“ die Grünen ihrem Antrag beigefügt hatten. Mitarbeiter der Energieagentur, des Abfallwirtschaftsbetriebs und des Gebäudemanagements sowie Klimaschutzmanager Glässner runden den Facharbeitskreis ab.

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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