SZ

Zu Besuch in der Grundschule
„Ich wünsch’ mir, dass Corona weggeht“

Den Wunsch mit den Strichen muss man sicher erklären: Die hagelt’s bei Fehlverhalten und vergessenen Hausaufgaben. Die anderen Wünsche sprechen für sich.
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  • Den Wunsch mit den Strichen muss man sicher erklären: Die hagelt’s bei Fehlverhalten und vergessenen Hausaufgaben. Die anderen Wünsche sprechen für sich.
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damo Weitefeld. Playstation? Ja, grundsätzlich gerne, aber nicht dieses Jahr. Barbie? Lego Friends? Ein neuer Roller? Alles gut und schön – hat aber keine Priorität. Auf den Wunschzetteln vieler Kinder steht dieses Jahr etwas ganz Anderes oben: „Dass Corona endlich weggeht“, haben fast alle Kinder aus der Giraffenklasse der Weitefelder Grundschule als ersten und wichtigsten Wunsch vermerkt. Die Zweitklässler sind’s ganz offensichtlich leid: „Jeden Tag testen, das nervt wirklich“, sagt Dennis, und auch auf die Maske hat er einfach keine Lust mehr. Und so geht’s vielen der Sieben- bis Achtjährigen – es vergehen keine drei Minuten, bis Klassenlehrerin Christiane Willwacher in großen Buchstaben „Corona“ an die Tafel schreibt: „Weil alle danach fragen“, erklärt sie schulterzuckend.

damo Weitefeld. Playstation? Ja, grundsätzlich gerne, aber nicht dieses Jahr. Barbie? Lego Friends? Ein neuer Roller? Alles gut und schön – hat aber keine Priorität. Auf den Wunschzetteln vieler Kinder steht dieses Jahr etwas ganz Anderes oben: „Dass Corona endlich weggeht“, haben fast alle Kinder aus der Giraffenklasse der Weitefelder Grundschule als ersten und wichtigsten Wunsch vermerkt. Die Zweitklässler sind’s ganz offensichtlich leid: „Jeden Tag testen, das nervt wirklich“, sagt Dennis, und auch auf die Maske hat er einfach keine Lust mehr. Und so geht’s vielen der Sieben- bis Achtjährigen – es vergehen keine drei Minuten, bis Klassenlehrerin Christiane Willwacher in großen Buchstaben „Corona“ an die Tafel schreibt: „Weil alle danach fragen“, erklärt sie schulterzuckend.

,,Darf ich da nur kleine Sachen draufschreiben?''

Eine Schulstunde lang ist die SZ zu Gast in der zweiten Klasse, und in dieser Zeit stehen weder Mathe noch Deutsch auf dem Stundenplan: 45 Minuten lang schreiben die Kinder ihre Weihnachtswünsche auf, und dabei lassen sie sich gerne über die Schulter schauen. Und natürlich erklären sie mit Feuereifer, was sie da auf ihrem Wunschzettel notiert haben. „Daniel, kommst du mal?“, ruft Emilia. „Darf ich da nur kleine Sachen draufschreiben oder alles?“ Meine Antwort nimmt die Zweitklässlerin sehr erfreut zur Kenntnis: „Super, dann schreib’ ich Pferd.“

Die Weitefelder Grundschüler haben den SZ-Redakteur einen Blick auf ihre Wunschzettel werfen lassen.
  • Die Weitefelder Grundschüler haben den SZ-Redakteur einen Blick auf ihre Wunschzettel werfen lassen.
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Und so kommen in 45 Minuten viele Wünsche zusammen. Manche, die man durchaus erwarten konnte: einige Hoverboards, Playmobil oder eine Barbie mit lilafarbenen Haaren zum Beispiel. Und natürlich wollen auch einige Weitefelder Kinder in die digitale Welt aufbrechen: Lea hätte gerne eine „Uhr zum Anrufen“. Amos hingegen würde sich wirklich sehr über ein neues Bayern-Trikot freuen. Ob ihm das alte nicht mehr passt? „Doch, schon“, sagt er, „aber da steht der falsche Name drauf“. Der Schriftzug „Serge Gnabry“ war vielleicht doch nicht die beste Entscheidung, heute würde er sich das Shirt lieber mit „Amos“ beflocken lassen.

Viele überraschende Wünsche

Sehr genaue Vorstellungen hat auch Marie: Sie will gerne tanzen lernen, und dazu braucht sie natürlich einen „Tanzanzug in Größe 130 bis 140“. Aber neben den materiellen Dingen tauchen überraschend oft Wünsche auf, die sich nicht in einem Karton mit Schleifchen unter den Baum legen lassen. So wünscht sich eine Zweitklässlerin, dass ihre Schwestern sich künftig mal ein bisschen besser vertragen, und eine andere fänd’s gut, wenn „meine Familie nicht so viel arbeiten müsste“. Lea – die mit der Smartwatch – hofft sehr, irgendwann mal eine Sternschnuppe zu sehen, und Finja wünscht sich etwas nicht: weiteren Matheunterricht.

Ich wünsche mir, dass mein Papa nicht wieder am
22. die Treppe runterfällt.
Finja
Grundschülerin aus Weitefeld

Ein Hund und ein Mittel gegen Hundehaar-Allergie

Und dann sind da am Ende der Stunde noch zwei Wünsche auf den Zetteln gelandet, die besonders hängenbleiben. Der erste kommt von Finja: „Ich wünsche mir, dass mein Papa nicht wieder am 22. die Treppe runterfällt.“ Als sie das große Fragezeichen in meinem Gesicht sieht, liefert sie lachend die Erklärung: „Letztes Jahr musste mein Papa kurz vor Weihnachten ins Krankenhaus. Das soll nicht nochmal passieren.“

Der zweite kommt von Marie, und er besteht genau genommen aus zwei Wünschen. Der erste ist ein Hund, und zwar „ein weißer, mittelgroßer“. Teil zwei des Wunsches ist wirklich rührend: „Ich wünsche mir ein Mittel gegen meine Hundehaar-Allergie.“

Den Wunsch mit den Strichen muss man sicher erklären: Die hagelt’s bei Fehlverhalten und vergessenen Hausaufgaben. Die anderen Wünsche sprechen für sich.
Die Weitefelder Grundschüler haben den SZ-Redakteur einen Blick auf ihre Wunschzettel werfen lassen.
Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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