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Jede Woche 34.000 Dosen Corona-Impfstoff
Impfzentren öffnen am 7. Januar

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm bei der Pressekonferenz zum Impfen gegen das Coronavirus am Mittwoch in Mainz (Screenshot).
  • Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm bei der Pressekonferenz zum Impfen gegen das Coronavirus am Mittwoch in Mainz (Screenshot).
  • Foto: Achim Dörner
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

dach Mainz/Kreis Altenkirchen. 34.000 Dosen Biontech-Impfstoff werden ab 11. Januar jede Woche in Rheinland-Pfalz erwartet. Allerdings gab es am Mittwoch Wirbel um eine für den4. Januar angekündigte Lieferung. Zunächst hieß es aus Berlin, die Lieferung bleibe aus. „Den Grund kennen wir leider nicht“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm in einer Pressekonferenz. Im Laufe des frühen Abends erklärte dann das Bundesgesundheitsministerium, die nächste Lieferung solle wie ursprünglich geplant schon nächste Woche kommen – und zwar am 8. Januar. Ungeachtet dieser Terminturbulenzen sollen die 31 Impfzentren, die landesweit eingerichtet worden sind, unter anderem in Wissen, am 7. Januar ihre Arbeit aufnehmen, so Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

dach Mainz/Kreis Altenkirchen. 34.000 Dosen Biontech-Impfstoff werden ab 11. Januar jede Woche in Rheinland-Pfalz erwartet. Allerdings gab es am Mittwoch Wirbel um eine für den4. Januar angekündigte Lieferung. Zunächst hieß es aus Berlin, die Lieferung bleibe aus. „Den Grund kennen wir leider nicht“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm in einer Pressekonferenz. Im Laufe des frühen Abends erklärte dann das Bundesgesundheitsministerium, die nächste Lieferung solle wie ursprünglich geplant schon nächste Woche kommen – und zwar am 8. Januar. Ungeachtet dieser Terminturbulenzen sollen die 31 Impfzentren, die landesweit eingerichtet worden sind, unter anderem in Wissen, am 7. Januar ihre Arbeit aufnehmen, so Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Man habe sich nach den ersten Erfahrungen dazu entschlossen, diesen Termin vorzuziehen. Zuletzt hatte es geheißen, es solle am 11. Januar losgehen. „Jede Impfung trägt dazu bei, Leben zu schützen“, sagte sie.

Terminvergabe ab 4. Januar

In diesen Zentren sollen zunächst diejenigen das Serum gegen die Covid-19-Erkrankung erhalten, die zur „Gruppe 1“ gehören, sprich: alle über 80-Jährigen (exklusive derer, die in Pflegeeinrichtungen leben) sowie Mitarbeiter von Rettungsdiensten, ambulanten Pflegediensten etc. Summa summarum seien das rund 460.000 Männer und Frauen.Über 80 Jahre alt sind in Rheinland-Pfalz demnach etwa 280.000 Menschen. Sie werden am kommenden Dienstag bzw. Mittwoch Post erhalten. In den Schreiben werden Details zum weiteren Procedere nachzulesen sein. Dabei geht es in erster Linie um die Aufklärung zum Impfstoff und um die Modalitäten der Terminvergabe, die am 4. Januar beginnen soll. Hierum könnten sich selbstverständlich auch Angehörige oder Betreuer kümmern. Die Termine werden unter Tel. (08 00) 5 75 81 00 oder unter www.impftermin.rlp.de im Internet vergeben.
Darüber hinaus haben ab sofort die Mitarbeiter der acht Kliniken der sogenannten Maximalversorgung die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Diese Krankenhäuser haben laut Bätzing-Lichtenthäler jeweils 975 Dosen erhalten. Danach sollen die übrigen Kliniken, darunter auch die DRK-Krankenhäuser in Kirchen, Altenkirchen und Hachenburg, bedient werden. 
Parallel dazu sind die 20 mobilen Impfteams des DRK-Landesverbands aktiv. Sie gehen – wie bereits seit 27. Dezember – weiterhin in Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus gebe es nun für bettlägerige Ü-80-er die Möglichkeit, sich bei einem Hausbesuch vom Hausarzt impfen zu lassen. Eine solche Option biete sich auch für Seniorenheime.

Heime müssen Impfbereitschaft erklären

Auf die Frage der Siegener Zeitung, ab wann denn in den Einrichtungen im AK-Land geimpft werde, reagierte die Ministerin zwar charmant, eine konkrete Aussage traf sie jedoch nicht: dann, wenn die Heime ihre Impfbereitschaft gegenüber dem DRK erklärten. Dazu müssen die Einrichtungen einige Voraussetzungen erfüllen. Sobald der Großteil der Heime impfbereit ist – derzeit seien es landesweit 98 von rund 560 –, geht der Gesundheitsstaatssekretär davon aus, dass „da ordentlich Zug reinkommt“. Denn die bisher gelieferten 68.000 Dosen sind noch lange nicht alle verimpft. Wobei Dr. Wilhelm anmerkte, dass auch Rückstellungen gebildet würden: für die jeweils zweiten Dosen der zuerst Geimpften.

„Es geht hier um Solidarität“

Für die kommenden Wochen erwarte man weitere Zulassungen und damit mehr Impfstoff insgesamt. Trotzdem: In der Mitte der Bevölkerung werde man in puncto Impfen wohl erst „nach der Sommerpause“ ankommen, berief sich Bätzing-Lichtenthäler auf eine aktuelle Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Immerhin: Die rund 40.000 Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie nochmal so viele Mitarbeiter in den Einrichtungen sollten Ende Februar „bedient“ sein.
Eine Debatte um eine „Impfpflicht durch die Hintertür“, wie Bätzing-Lichtenthäler etwaige Privilegien für Corona-Geimpfte nannte, komme für sie derzeit „zu einem falschen Zeitpunkt“. Sie möchte den Themenkomplex von einer anderen Seite beleuchtet wissen: „Es geht hier um Solidarität.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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