Bußgelder von bis zu 25.000 Euro
Keine Genehmigungen zum Schächten

Die Kreisverwaltung erreichen regelmäßig Hinweise wegen Schlachtungen und auffälligen Tierverbringungen von Rindern und Schafen.
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sz Altenkirchen. Anlässlich des muslimischen Opferfestes, das noch bis zum 23. Juli andauert, erreichen die Kreisverwaltung Altenkirchen regelmäßig Anfragen und Hinweise aus der Bevölkerung wegen Schlachtungen oder auffälligen Tierverbringungen von Rindern und Schafen. Entgegen der landläufig oft verbreiteten Meinung, das Schächten, also der Blutentzug ohne Betäubung, sei jedermann aus religiösen Gründen erlaubt, gilt nach wie vor Paragraf 4a des Tierschutzgesetzes.

Ausnahmegenehmigungen für diese tierschutzwidrige Art des Schlachtens sind im Kreis Altenkirchen nicht erteilt.

Es gibt Alternativen zum Schächten

Anstelle des Schächtens, so der Hinweis der Kreisverwaltung, gibt es tierschutzkonforme Alternativen, die von sehr vielen Mitbürgern muslimischen Glaubens, auch von muslimischen Theologen, akzeptiert werden. Bei der elektrischen Betäubung und bei der Bolzenschussbetäubung wird das Schaf oder Rind nicht getötet. Da das Herz weiter schlägt, ist die vollständige Ausblutung der Schlachttiere nicht im Geringsten beeinträchtigt, was oft als Argument für das Schächten angeführt wird.

Zunehmend wird in den vergangenen Jahren die Möglichkeit genutzt, das Opfertier in einem gewerblichen Schlachtbetrieb mit Betäubung schlachten zu lassen. Die notwendige amtliche Fleischuntersuchung – vorgeschrieben auch bei Hausschlachtungen – ist dadurch sichergestellt. Privates Schächten kann dagegen als Gesetzesverstoß mit Bußgeldern von bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Die Kreisverwaltung kündigt an, dass Kontrollteams des Veterinäramtes im Kreisgebiet unterwegs sind, um rechtswidrige Schlachtungen zu unterbinden.

Immer wieder illegale Entsorgungen von Schlachtabfällen

Aufgrund des nach wie vor bestehenden Ansteckungsrisikos mit dem Covid-19-Erreger sind in den Schlachtstätten, auch im Rahmen des Opferfestes, neben den tierschutzrechtlichen Vorgaben zusätzlich die Bestimmungen der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz einzuhalten. Insbesondere sind das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, die Einhaltung des Abstandsgebotes, die Angabe der Kontaktdaten sowie die Beachtung der Hygieneregelungen des Schlachtbetriebes zu gewährleisten.

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, kam es in den vergangenen Jahren leider unmittelbar nach dem Opferfest kreisweit immer wieder zur illegalen Entsorgung von Schlachtabfällen wie Eingeweiden, Fellen, Schafköpfen etc.) in freier Natur, teilweise sogar in großen Mengen. Die Beseitigung der unschönen Abfälle bleibt dann in der Regel am Grundstückseigentümer oder dem Straßenbaulastträger hängen.

Eventuelle Zeugenhinweise können sehr wichtig werden und sollten unmittelbar an die Polizei, die Ordnungsämter oder das Veterinäramt erfolgen. Für Fragen und weitere Informationen steht das Veterinäramt der Kreisverwaltung unter Tel. (02681) 812834 zur Verfügung.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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