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Corona-Zahlen
Kreis Altenkirchen büßt Spitzenposition ein

Die Corona-Zahlen im Kreis Altenkirchen haben sich längst dem Durchschnitt angenähert. Im April lag die Infektionsrate noch so niedrig wie nirgendwo
sonst im Land.
  • Die Corona-Zahlen im Kreis Altenkirchen haben sich längst dem Durchschnitt angenähert. Im April lag die Infektionsrate noch so niedrig wie nirgendwo
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  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
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damo Altenkirchen. Rückblick, Anfang April: Die Kirchen sind verwaist, die meisten Geschäfte geschlossen, die Gastronomie muss sich auf Angebote zum Mitnehmen beschränken. Spielplätze sind mit Flatterband abgesperrt, an Urlaubsreisen ist nicht zu denken. Corona hat auch das AK-Land voll im Würgegriff. Allerdings: Zwar greift der Lockdown auch zwischen Flammersfeld und Friesenhagen, aber die eigentlichen Zahlen zur Pandemie sehen im Landkreis Altenkirchen erstaunlich gut aus. Davon ist nicht viel geblieben.
Im April lag das AK-Land landesweit noch auf einem Spitzenplatz: Nirgends gab es weniger Covid-19-Fälle.

damo Altenkirchen. Rückblick, Anfang April: Die Kirchen sind verwaist, die meisten Geschäfte geschlossen, die Gastronomie muss sich auf Angebote zum Mitnehmen beschränken. Spielplätze sind mit Flatterband abgesperrt, an Urlaubsreisen ist nicht zu denken. Corona hat auch das AK-Land voll im Würgegriff. Allerdings: Zwar greift der Lockdown auch zwischen Flammersfeld und Friesenhagen, aber die eigentlichen Zahlen zur Pandemie sehen im Landkreis Altenkirchen erstaunlich gut aus. Davon ist nicht viel geblieben.
Im April lag das AK-Land landesweit noch auf einem Spitzenplatz: Nirgends gab es weniger Covid-19-Fälle. Und auch der Blick über die Landesgrenzen sah – durch die Brille eines Menschen mit AK auf dem Nummernschild – richtig gut aus: Bis nach Thüringen hätte man damals fahren müssen, um in einen Landstrich zu kommen, in dem die Infektionsrate noch niedriger lag.

Zahlen zur Ausbreitung von Corona im Kreis Altenkirchen im "normalen" Bereich

Mittlerweile sind fast fünf Monate vergangen – und es zeigt sich, dass die damalige Datenlage nur eine Momentaufnahme war. Denn seinen unangefochtenen Spitzenplatz hat der Kreis Altenkirchen mittlerweile eingebüßt: Die Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus heben sich nicht mehr nennenswert von denen der Nachbarkreise ab. Das zeigt der Blick in die Datenbank des Robert Koch Instituts allzu deutlich.
Um einen falschen Zungenschlag zu vermeiden: Nein, im AK-Land wütet das Virus aktuell nicht, es besteht kein Grund zur übertriebenen Sorge. Aber es ist eben ein Fakt, dass der Kreis seine Ausnahmestellung eingebüßt hat.

Das belegen folgende Vergleichszahlen (Quelle ist das RKI, Stand der 1. September):

  • Die Neuinfektionen der vergangenen Tage, gerechnet auf 100 000 Einwohner, liegen im AK-Land bei 6,2. Ähnlich gut sieht’s mittlerweile in den Kreis Olpe und WW aus, spürbar besser in Siegen-Wittgenstein, wo die Quote bei 5,0 liegt. Im April hatte der Kreis Altenkirchen in dieser Rubrik noch den Spitzenplatz im Land belegt und deutlich unter den Zahlen der direkten Nachbarkreise gelegen.
  • Bei den Gesamtfällen, die seit Beginn der Pandemie registriert worden sind, steht der Kreis AK noch besser da als seine Nachbarn: Aktuell kommen auf 100 000 Einwohner 161,6 bekannte Fälle (von denen der weit überwiegende Teil natürlich als geheilt gilt). Aber auch hier haben sich die Zahlen angeglichen: In Neuwied sind es 171,5 Fälle, in SI 190,1. Lediglich der Kreis Olpe mit einer Quote von 558,0 fällt da noch aus dem Rahmen. Gerade in dieser Rubrik hatte das AK-Land im April außergewöhnlich gut dagestanden: Damals lag die nächste Gegend mit ähnlich guten Zahlen, der Wartburgkreis, gut 300 Kilometer weit entfernt. 
  • Auch bei den Todesfällen lässt sich aus den Zahlen für das Kreisgebiet Altenkirchen keine Besonderheit mehr ableiten – elf Fälle sind mehr als die vier aus Neuwied und die sieben aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, andererseits aber weniger als die 56 aus dem Kreis Olpe und die 53 aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Gerade diese Zahl ist aber mit Vorsicht zu betrachten: Eine einzige Verkettung unglücklicher Faktoren kann die Zahl der Todesfälle nachhaltig prägen – erinnert sei nur an den Ausbruch im Gebhardshainer St.-Vinzenzhaus. 
Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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