Grünes Licht für Partys, Feiern und Feste
Rheinland-Pfalz beschließt weitere Lockerungen

Veranstaltungen wie das Feuerwehrfest in Niederfischbach sollen künftig in Rheinland-Pfalz unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich sein.
  • Veranstaltungen wie das Feuerwehrfest in Niederfischbach sollen künftig in Rheinland-Pfalz unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich sein.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

thor Mainz/Kreis Altenkirchen. Mehr Möglichkeiten beim Sport und der Musik, bei privaten Treffen, Partys und Feiern: Mit weiteren Lockerungen geht die rheinland-pfälzische Landesregierung in den Sommer. Möglich werde dies durch die sehr niedrigen Inzidenzen und die fortschreitende Impfquote, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Dienstagmittag in Mainz mit.

„Es ist uns ein Bedürfnis, ein deutliches Signal an die Kinder und Jugendlichen zu geben“, sagte die Regierungschefin. Diese hätten bislang große Lasten in der Pandemie getragen. So können ab Freitag auch Clubs und Discos wieder öffnen. „Wir können endlich wieder mehr Gemeinschaft möglich machen“, überschrieb Dreyer die Maßnahmen. Das alles geschehe unter Beachtung der „3G-Regeln“, soll heißen: geimpft, genesen, getestet.

Theoretisch bis zu 5000 Besucher erlaubt

So dürfen sich nun wieder bis zu 25 Personen aus verschiedenen Haushalten treffen, bei privaten Feiern im Freien sind bis zu 100 Gäste erlaubt. Für Kinder (bis 14 Jahre) entfällt grundsätzlich die Testpflicht, auch bei Freizeitaktivitäten. 50 Personen dürfen gemeinsam Sport treiben, Gleiches gilt für Musiksäle.

Auch Volksfeste sind nicht mehr tabu. Hier definiert das Land für Innenräume eine maximale Besucherzahl von 350, im Freien sind es 500. Unter einer Inzidenz von 35 sollen laut Dreyer auch große Veranstaltungen mit bis zu 5000 Besuchern möglich sein – ein entsprechendes Gelände und ein Hygienekonzept vorausgesetzt. „Und nach einer gefühlten Ewigkeit können auch Clubs und Discotheken wieder öffnen“, sagte die Ministerpräsidentin. Hier gelte als Obergrenze die Zahl von 350 Gästen (mit Testpflicht).

Maskenpflicht an einigen Orten aufgehoben

Auch die Beschäftigten in der Gastronomie und im Einzelhandel profitieren von den Lockerungen: Unter Beachtung der „3G-Regeln“ entfällt für sie die Maskenpflicht. In Innenbereich der Restaurants müssen Gäste keine Tests mehr vorweisen, zudem bedarf es keiner Anmeldung mehr. All diese Entscheidungen habe man sich nicht leicht gemacht, betonte Dreyer. Sie seien aber nach Rücksprache mit Experten sehr gut abgewogen.

Zugleich stellte Dreyer klar, dass momentan zwar noch der kollektive Schutz der Bevölkerung im Vordergrund stehe, man aber mittelfristig auf mehr Eigenverantwortung setzen müsse. Befragt nach Maßnahmen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, plädierte Dreyer für einen Test nach fünf Tagen, eine vorgeschriebene Quarantäne halte sie hier für nicht notwendig.

Impfkampagne schreitet voran

Gesundheitsminister Clemens Hoch betonte, dass die Impfungen in Rheinland-Pfalz weiter vorangekommen seien – „besser als erwartet“. Anfang Juni habe es noch 400 000 Menschen aus der Prio-Gruppe 3 auf der Warteliste gegeben, derzeit seien es nur noch 35 000. Momentan sei ein guter Zeitpunkt, um sich registrieren zu lassen, sagte Hoch mit Blick auf eine gewisse Stagnation bei den Anmeldungen in den Impfzentren. Ein Indiz dafür, dass vermehrt in den Arztpraxen geimpft wird. Das Land werde im Sommer aber auch nochmals eine Werbekampagne starten.

Inzwischen hätten 2,1 Millionen Rheinland-Pfälzer eine Erstimpfung erhalten, 1,4 Millionen seien komplett geimpft. In der nächste Woche werde eine große Lieferung an Impfstoffen erwartet, sagte Hoch.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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