AK-Feuerwehr wieder im Ahrtal im Einsatz
Schutz für Altenahr

Die Einsatzkräfte aus dem AK-Land waren zunächst in einem Hotel auf der Kalenborner Höhe untergebracht. Mittlerweile sind sie in ein Bürgerhaus umgezogen.
  • Die Einsatzkräfte aus dem AK-Land waren zunächst in einem Hotel auf der Kalenborner Höhe untergebracht. Mittlerweile sind sie in ein Bürgerhaus umgezogen.
  • Foto: Feuerwehr
  • hochgeladen von Marc Thomas

dach Altenkirchen. Die Flutkatastrophe von der Ahr – ganz langsam verschwindet sie aus dem Tagesgeschäft der Öffentlichkeit. In der so geschundenen Region ist aber damit längst nicht schon wieder alles gut. Ganz im Gegenteil: Das bemerken nun zusehends die Akteure der großen Politik, die zuletzt noch glaubten, angesichts der nahenden Wahl dort mit gummibestiefelten Gastauftritten Pluspunkte sammeln zu können.

Jederzeit wirklich gerne gesehen sind nach wie vor aber die Einsatzkräfte aus dem Kreis Altenkirchen. Teils noch in der Flutnacht selbst eilten sie zur Hilfe, waren in den anstrengenden ersten Tagen danach ebenfalls zur Stelle. Das bedeutet aber nicht, dass deren Arbeit damit getan wäre. Am vergangenen Sonntag machte sich erneut ein Tross aus dem AK-Land auf. Bis einschließlich kommenden Sonntag stellt ein gesamter Löschzug den sogenannten Grundschutz in der Verbandsgemeinde Altenahr sicher, erläutert Florian Jendrock im Telefonat mit der SZ. Der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Kreises Altenkirchen koordiniert die Hilfeleistungen von der Heimat aus, während BKI Ralf Schwarzbach immer wieder vor Ort ist.

Feuerwehren übernehmen reguläres Feuerwehrgeschäft

Grundschutz: Das bedeutet, dass die Einheiten aus dem AK-Land das „reguläre“ Feuerwehrgeschäft in der Verbandsgemeinde Altenahr übernehmen. „Damit sich die Kräfte vor Ort, die teils selbst betroffen sind, mal eine Woche rausnehmen können, Kraft tanken. Das unterstützen wir gerne“, so Jendrock.

"Die Kameraden haben schon gut zu tun."
Florian Jendrock
stellv. BKI des AK-Kreises

Denn in einer solchen Situation fallen auch deutlich mehr Einsätze an als normalerweise. Seit Sonntag sei die Anzahl deutlich zweistellig. Bei Aufräumarbeiten wird hier eine unbekannte Flüssigkeit gefunden, dort wird Gasgeruch wahrgenommen oder es geschieht ein Unfall mit einem Bagger. „Zum Glück aber bis jetzt nichts Dramatisches“, berichtet der stellvertretende BKI. Allerdings: „Die Kameraden haben schon gut zu tun.“

AK-Trupp besteht aus 28 Einsatzkräften

Der Trupp aus dem AK-Kreis besteht aus 28 Kräften (inklusive Personal für die Drehleiter der Feuerwehr Altenahr), einem Einsatzleitwagen, drei Löschfahrzeugen und einem Rettungswagen des DRK. Dabei werden die Rotkreuz-Kollegen der Bereitschaft Niederfischbach am Donnerstag von den Elkenrothern abgelöst. Auch die Feuerwehrleute werden in der Regel nach 24 Stunden mit frischen Kräften aus der Heimat ersetzt.

Darüber hinaus sind Feuerwehrleute aus dem Kreis Altenkirchen nach wie vor auf dem Nürburgring für den Brandschutz zuständig, mittlerweile mit Kollegen aus den Kreisen Westerwald, Neuwied und Rhein-Lahn. Jendrock spricht hier von einer Zeltstadt, in der sich zu Spitzenzeiten bis zu 4500 Einsatzkräfte gleichzeitig aufgehalten hätten. Am Donnerstag übernehmen hier Kameraden der Verbandsgemeinde Kirchen.

Für den Grundschutz in der Verbandgemeinde Altenahr waren die Feuerwehrleute und DRK-Kräfte zunächst in einem Hotel auf der Kalenborner Höhe untergebracht worden. Mittlerweile haben sie Quartier in einem Bürgerhaus bezogen. Jendrock: „Da kann man von einer improvisierten Feuerwache sprechen.“ Anders als zu Hause sind die Freiwilligen hier 24 Stunden am Tag im Dienst, lauern gewissermaßen auf Einsätze.

Enorme Hilfsbereitschaft unter Rettungskräften

Der Kontakt zwischen den Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Altenahr und im Kreis Altenkirchen hat sich in den vergangenen Wochen intensiviert. Die Kameraden aus Hamm etwa hatten schon Material hierhergefahren. Die Wehr der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf hat den Mitstreitern aus Altenahr ein Mehrzweckfahrzeug zur Verfügung gestellt, „als Dauerleihgabe“, wie Florian Jendrock sagt, der ebenfalls feststellt: „Wir haben immer noch eine enorme Hilfsbereitschaft unter den Rettungskräften aus dem Kreis Altenkirchen.“

Am Wochenende stellt die AK-Feuerwehr auch erneut Leute für den Einsatzstab ab. Am Mittwoch hat sich die Verpflegungsgruppe des DRK-Ortsvereins Herdorf auf den Weg nach Ahrbrück (ebenfalls Verbandsgemeinde Altenahr) gemacht. Sie wird sich dort bis Sonntag um Speis und Trank für Einsatzkräfte und Helfer kümmern.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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