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Volle Zustimmung für Bätzing-Lichtenthäler und Gibhardt
SPD: Akzente in "sozialen Kernthemen" setzen

Sabine Bätzing-Lichtenthäler will weiter zwei „Hüte“ aufhaben: als Ministerin und Landtagsabgeordnete.
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nb Altenkirchen. Ganz leicht sei er nicht immer, ihr beruflicher Spagat als Ministerin und Landtagsabgeordnete, räumte Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Freitag in der Altenkirchener Stadthalle ein. Indes: Zwei Reden an einem Abend halten, das dürfte für sie eine der einfacheren Übungen gewesen sein. Schließlich beschied ihr Altenkirchens Stadtbürgermeister und Wahlkreis-2-Kandidat Matthias Gibhardt quasi „der FC Bayer der politischen Rede“ zu sein.
Noch viel zu tunDie Sozialdemokraten hatten sich am Freitagabend in der guten Stube der Kreisstadt ein strammes Programm vorgenommen.

nb Altenkirchen. Ganz leicht sei er nicht immer, ihr beruflicher Spagat als Ministerin und Landtagsabgeordnete, räumte Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Freitag in der Altenkirchener Stadthalle ein. Indes: Zwei Reden an einem Abend halten, das dürfte für sie eine der einfacheren Übungen gewesen sein. Schließlich beschied ihr Altenkirchens Stadtbürgermeister und Wahlkreis-2-Kandidat Matthias Gibhardt quasi „der FC Bayer der politischen Rede“ zu sein.

Noch viel zu tun

Die Sozialdemokraten hatten sich am Freitagabend in der guten Stube der Kreisstadt ein strammes Programm vorgenommen. Knapp 200 Tage vor der nächsten Landtagswahl und – coronabedingt – einige Monate später als geplant, standen zunächst die Kreisvertreter-Konferenz und anschließend die Wahlkreiskonferenzen für die Landtagswahlkreise 1 und 2 auf der Agenda. SPD-Kreisvorsitzender Andreas Hundhausen bemerkte in seiner Begrüßung denn auch, dass bis zu den Wahlen „noch viel zu tun“ sei.

Vieles richtig gemacht

Als Rednerin bei der Kreisvertreterkonferenz ging Sabine Bätzing-Lichtenthäler aber erwartungsgemäß erst einmal auf die vergangenen Monate ein. Corona und die Auswirkungen und Maßnahmen im Bildungs-, Gesundheits- und Wirtschaftssektor waren die Themen. Ihr Fazit: Die Bundesregierung habe in Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und weiteren Partnern vieles richtig gemacht. Gleichzeitig gelte, gerade auch mit Blick auf die wieder steigenden Infektionszahlen: „Es gibt keine Pause.“

Krise bisher gut gestaltet

Dann schwenkte die Gesundheits- und Sozialministerin um auf die in Rheinland-Pfalz ergriffenen Maßnahmen. Über 2000 Pflegefachkräfte seien für die intensiv-medizinische Betreuung weitergebildet, fast 40 Fieberambulanzen eingerichtet worden. Auch dem öffentlichen Gesundheitsdienst, also den Gesundheitsämtern, stellte sie ein gutes Zeugnis aus. Zudem habe sich gezeigt, wie wichtig die Vernetzung großer, mittlerer und kleiner Krankenhäuser sei. Den Schulen wiederum habe das Land in Sachen Digitalisierung unter die Arme gegriffen und der Wirtschaft insbesondere mit dem Kurzarbeitergeld – „ein wirksames Instrument gegen Arbeitslosigkeit“. So sei es bisher gelungen, die Krise gut zu gestalten, wobei man in Rheinland-Pfalz auch auf ein festes Fundament bauen könne.
Deshalb, so die Ministerin, sollten sich die Genossen auch nicht „kirre machen lassen“ von den derzeitigen Umfragewerten. Sie erinnerte an die letzte Landtagswahl, bei der Malu Dreyer auf den letzten Metern den Sieg einfuhr.

SPD will Akzente setzen

Sabine Bätzing-Lichtenthäler selbst will in den nächsten Jahren wieder als Ministerin und als Abgeordnete mitgestalten. „Die Wahlkreisarbeit liegt mir am Herzen“, sagte sie in ihrer Bewerberrede für die Kandidatur im Wahlkreis 1 (Verbandsgemeinden Kirchen, Daaden-Herdorf, Rennerod und ehemalige VG Betzdorf).
In den „sozialen Kernthemen“ der SPD gelte es, hier wieder Akzente zu setzen. Betont ging sie dabei noch einmal auf das Thema Krankenhäuser ein. Viele kleine Standorte seien unverzichtbar, darunter auch die DRK-Klinik in Kirchen.

Zweimal einstimmiges "Ja"

Die Landarztquote, die „bundesweit einzigartige ,Gemeindeschwester plus’“, das „Bedarfsgemeinschaftscoaching“ für Langzeitarbeitslose, finanzielle Unterstützung für die Kommunen, etwa aus dem Investitionsstock – damit trommelte Bätzing-Lichtenthäler.
Und das kam an. Viel Applaus kam von den Delegierten – und ein 100-Prozent-Ergebnis bei der Abstimmung: 19 abgegebene Stimmzettel, 19 mal ein „Ja“.
Ein einstimmiges Ergebnis fuhr auch Matthias Gibhardt ein. Vor gut einem Jahre folgte er als ehrenamtlicher Stadtbürgermeister von Altenkirchen auf Heijo Höfer und will Höfer nun auch als Abgeordneter in Mainz beerben. Gibhardt dankte Höfer für das Geleistete und dafür, dass dieser „einen wirklichen Generationswechsel möglich“ mache.
Eine nur elfminütige Rede hatte Gibhardt den Delegierten des Wahlkreises 2 (Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld, Hamm, Wissen und die ehemalige VG Gebhardshain) versprochen und hielt sich auch (fast) daran.

Nah an den Menschen sein

Der 42-Jährige schilderte, wie ihn insbesondere die Arbeit in einem sozial benachteiligten Viertel in Berlin geprägt und auf den Weg gebracht habe, sich für die Sozialdemokratie zu engagieren. Das Nah-Dran-Sein an den Menschen, das will Gibhardt, der mehrere Jahre das Jugendzentrum Kompa in der Kreisstadt leitete, auch in der Politik fortsetzen. Es gehe darum, sich um die Menschen und ihre Sorgen zu kümmern, so Gibhardt, der sich die Begriffe regional, nachhaltig und fair auf die Fahnen geschrieben hat.

Positiver Eindruck

Unaufgeregt, aber selbstbewusst – auch Gibhardt hinterließ bei den Delegierten einen positiven Eindruck. Sichtbares Zeichen war das einstimmige Ergebnis. Und beim nächsten Mal, so der Landtagskandidat, werde er genau so lange reden, wie die Ministerin.
Neben den Direktkandidaten wurden am Freitagabend auch die Ersatzbewerber gewählt: für den Wahlkreis 1 einmal mehr der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen, für den Wahlkreis 2 der Juso-Kreisvorsitzende Philip Schimkat.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler will weiter zwei „Hüte“ aufhaben: als Ministerin und Landtagsabgeordnete.
Generationswechsel: Matthias Gibhardt tritt für die SPD als Kandidat im Landtagswahlkreis 2 an.
Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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