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Straßenbau im Kreis Altenkirchen
Vorfreude in Altenkirchen - Verzögerung in Betzdorf

So sieht der Plan für die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs der B 414 bei Altenkirchen samt dreispurigem Ausbau und neuen Anbindungen aus.
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  • So sieht der Plan für die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs der B 414 bei Altenkirchen samt dreispurigem Ausbau und neuen Anbindungen aus.
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sz/thor Altenkirchen/Betzdorf. Es dürfte eines der größten Straßenbauprojekte im AK-Land in den nächsten Jahren werden: der weitere dreispurige Ausbau der Bundesstraße 414 bei Altenkirchen. Nachdem bereits ein erstes Teilstück zwischen dem Anschluss der Siegener Straße und der Einmündung der Hochstraße um eine Fahrspur erweitert wurde, liegen nun konkrete Pläne in Richtung Hachenburg vor. An einen derartigen Ausbau ist für die B62 im Oberkreis nicht zu denken, obwohl es einmal ganz ähnliche Pläne gegeben hatte. Und zu allem Überfluss scheint sich der Bau des Hellerkreisels weiter zu verzögern.

sz/thor Altenkirchen/Betzdorf. Es dürfte eines der größten Straßenbauprojekte im AK-Land in den nächsten Jahren werden: der weitere dreispurige Ausbau der Bundesstraße 414 bei Altenkirchen. Nachdem bereits ein erstes Teilstück zwischen dem Anschluss der Siegener Straße und der Einmündung der Hochstraße um eine Fahrspur erweitert wurde, liegen nun konkrete Pläne in Richtung Hachenburg vor. An einen derartigen Ausbau ist für die B62 im Oberkreis nicht zu denken, obwohl es einmal ganz ähnliche Pläne gegeben hatte. Und zu allem Überfluss scheint sich der Bau des Hellerkreisels weiter zu verzögern.

Doch zunächst zurück nach Altenkirchen: Für die Erweiterung von zwei auf drei Spuren ist eine kreuzungsfreie Anbindung der Hochstraße sowie der Kreisstraßen von Sörth und Ingelbach/Michelbach kommend an die B 414 vorgesehen. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Maßnahmen:

  • Bau eines Kreisverkehrs im Bereich des Abzweigs der Hochstraße in die Graf-Zeppelin-Straße (Gewerbegebiet);
  • Bau einer Brücke über die Bundesstraße, um das Linksabbiegen in Richtung Flammersfeld zu verhindern;
  • Bau einer Unterführung der Bundesstraße von Sörth Richtung Ingelbach mit Anschluss an die Graf-Zeppelin-Straße, die ebenfalls zum Kreisel führt.

Durch die neugestaltete Anbindung werde das Gewerbegebiet aufgewertet und für Unternehmen attraktiver, heißt es dazu in einer Mitteilung der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld.
Auf Initiative des FDP-Kreisvorsitzenden Christian Chahem besuchte kürzlich die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) die Kreisstadt, um sich vom Stand der Planungen vor Ort ein Bild zu machen. Bürgermeister Fred Jüngerich betonte, dass bei der Planung der Maßnahme nicht nur der Kreis und die Verbandsgemeinde, sondern auch die betroffenen Ortsgemeinden involviert waren: „Ich freue mich, dass wir einen Konsens innerhalb der kommunalen Familie – Kreis, Verbandsgemeinde, Stadt und angrenzende Ortsgemeinden – erzielen konnten und auch Ortsgemeinden wie Sörth, Ingelbach und Michelbach durch die geplante Baumaßnahme nicht abgehangen werden.“

Straßenbau im Kreis Altenkirchen: Probleme auf der B62

Die Ministerin hob hervor: „Die kreuzungsfreie Anbindung und der dreispurige Straßenausbau sind ein wichtiges Projekt für die Region und um den Standort, den ländlichen Raum insgesamt voranzubringen.“ Sollten keine größeren Probleme bei der Planung auftreten, bleibt der zeitliche Rahmen für die Umsetzung bei unter zehn Jahren. Ein konkreter Start sei aber noch nicht absehbar. Bürgermeister Jüngerich hielt gleichwohl fest: „Nun haben alle Beteiligten den gleichen Sachstand. Wir sind auf gutem Wege.“

Die kreuzungsfreie Anbindung und der dreispurige Straßenausbau sind ein wichtiges Projekt für die Region und um den Standort, den ländlichen Raum insgesamt voranzubringen.
Daniela Schmitt
Verkehrsministerin

Von drei Spuren ist die B62 zwischen der Landesgrenze und Betzdorf Lichtjahre entfernt. Unabhängig von einer Ortsumgehung Mudersbach waren einst immer wieder Forderungen laut geworden, den Platz zwischen Büdenholz und Freusburg für eine dritte Spur zu nutzen. Zuletzt hatte sich 2008 die CDU im Kreis dafür stark gemacht, seitdem hat man nichts mehr gehört. Mit der Fertigstellung der HTS ist der (Schwerlast-)Verkehr in diesem Bereich stark gestiegen. Und wer nicht die Chance hat, einen der „Brummis“ auf der Geraden bei Büdenholz zu überholen, bleibt für länger im Windschatten.

Straßenbau im Kreis Altenkirchen: Bau des Hellerkreisels verzögert sich

Nachdem das letzte große Straßenbauprojekt im Oberkreis der Tunnelbau in Betzdorf war, ruhen nun viele Hoffnungen auf dem Hellerkreisel. Doch die Geduld der Betzdorfer wird einmal mehr auf die Probe gestellt. Ursprünglich war geplant, jetzt im Herbst als vorbereitende Maßnahme die Stützmauer an der Heller zu sanieren. Doch daraus wird wohl in diesem Jahr nichts mehr, wie Andreas Scheuer vom LBM auf Anfrage der SZ mitteilte. Es gebe noch Klärungsbedarf, was den Hochwasserabfluss angehe. Das gelte auch für den Hellerkreisel selbst, für auch eine neue Brücke gebaut werden müsse. „Es wird sich alles etwas nach hinten verschieben“, sagte Scheuer. Nach Informationen der SZ sind darüber hinaus auch noch nicht alle Einsprüche im Rahmen des Planfeststellungsverfahren abgearbeitet.

Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer war über Verzögerung nicht informiert, zeigte in Sachen Hochwasserschutz aber Verständnis: „Wir werden beharrlich in Kontakt mit dem LBM bleiben, damit der Hellerkreisel gebaut werden kann“.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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