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Teilnahme nach Aufforderung verpflichtend
Zensus 2022: Auch Gebäudezählung läuft

Bei dem aktuellen Zensus geht es zum einen um die Bevölkerungszählung und zum anderen um die Gebäude- und Wohnungszählung.
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  • Bei dem aktuellen Zensus geht es zum einen um die Bevölkerungszählung und zum anderen um die Gebäude- und Wohnungszählung.
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dach Kreis Altenkirchen. Der Zensus 2022 läuft bislang weitgehend geräuschlos ab. Kein Vergleich etwa zur Volkszählung 1987, die von zahlreichen Protesten und sogar von einem Boykott begleitet wurde.
Gebäudezählung läuft über die Statistischen Landesämter
Die aktuelle Erhebung untergliedert sich in zwei Bereiche: Es geht um die Bevölkerungszählung, bei der beispielsweise Daten zum Geburtsdatum, Geschlecht, Familienstand oder zur Staatsangehörigkeit abgefragt werden, und es geht um die Gebäude- und Wohnungszählung, bei der die Art des Gebäudes, dessen Größe oder Baujahr eine Rolle spielt.

Zu beiden wird ein bestimmter Prozentsatz der Einwohner ausgewählt. Bei der Bevölkerungsbefragung sind es 10,3 Millionen derer, die in Deutschland leben, bei der Wohnungsbefragung 23 Millionen.

dach Kreis Altenkirchen. Der Zensus 2022 läuft bislang weitgehend geräuschlos ab. Kein Vergleich etwa zur Volkszählung 1987, die von zahlreichen Protesten und sogar von einem Boykott begleitet wurde.

Gebäudezählung läuft über die Statistischen Landesämter

Die aktuelle Erhebung untergliedert sich in zwei Bereiche: Es geht um die Bevölkerungszählung, bei der beispielsweise Daten zum Geburtsdatum, Geschlecht, Familienstand oder zur Staatsangehörigkeit abgefragt werden, und es geht um die Gebäude- und Wohnungszählung, bei der die Art des Gebäudes, dessen Größe oder Baujahr eine Rolle spielt.

Zu beiden wird ein bestimmter Prozentsatz der Einwohner ausgewählt. Bei der Bevölkerungsbefragung sind es 10,3 Millionen derer, die in Deutschland leben, bei der Wohnungsbefragung 23 Millionen. Zu beiden Befragungen besteht eine Auskunftspflicht. Darüber, wie die Bevölkerungszählung vonstatten geht, hat die SZ bereits ausführlich berichtet: Dazu hat die Erhebungsstelle der Kreisverwaltung zahlreiche Erhebungsbeauftragte geschult, die ab kommender Woche an den Haustüren klingeln werden.

Die Gebäude- und Wohnungszählung läuft hingegen rein über die Statistischen Landesämter. Wer dazu ausgewählt wird, der muss entweder bis 29. Mai an einer Online-Befragung teilnehmen oder aber einen klassischen Papierbogen ausfüllen, der aber erst dann verschickt wird, wenn mit der entsprechenden Registrierung eben keine Daten via Internet übermittelt werden.

Der Fragebogen ist in drei Bereiche eingeteilt

Das vollelektronische Prozedere, das muss man dem Statistischen Landesamt mit Sitz in Bad Ems lassen, ist wirklich einfach zu durchlaufen. Nach dem Einloggen unter www.zensus2022.de mit den Nummern und Codes, die per klassischer Post im Briefkasten landen, wird erst einmal die Anschrift gecheckt. Wenn die korrekt ist, geht es in medias res.

So sieht die Online-Befragung zur Gebäude- und Wohnungszählung aus.
  • So sieht die Online-Befragung zur Gebäude- und Wohnungszählung aus.
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Für Hauseigentümer bedeutet dies: anzugeben, um welche Art von Gebäude es sich handelt und wie viele Wohnungen darin angemeldet sind. Es wird das Baujahr abgefragt, der Typ und die Heizungsart sowie deren Energieträger. Den Statistikern geht es auch darum, wie das Gebäude genutzt wird und wie viele Personen darin wohnen. Es sind zwei Bewohner namentlich anzugeben.

Es geht ferner um die Wohnfläche und auch um die Anzahl der Räume. Insgesamt ist der Fragebogen, dessen Durchlaufen bloß einige Minuten dauert, in drei Bereiche unterteilt: allgemeine Fragen, Fragen zum Gebäude und Fragen zur Wohnung.

Warum werden Gebäude und Wohnungen gezählt?

Doch wozu das alles? „Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen“, heißt es auf der Zensus-Internetseite. Der Zensus wird europaweit durchgeführt und soll im Zehn-Jahres-Turnus stattfinden. Eigentlich wäre es 2021 soweit gewesen, wurde aber aufgrund der Pandemie verschoben.

Aber liegen nicht all diese Daten dem Staat sowieso bereits vor? In den Melderegistern sind zwar die Einwohnerinnen und Einwohner erfasst, doch die Register sind teilweise unvollständig und nicht mehr aktuell, heißt es dazu. Und: Merkmale zur Erwerbstätigkeit oder zum Bildungsstand sind nirgendwo zentral aufgeführt. Das gilt demnach auch für Immobilien: Da kein einheitliches Verwaltungsregister vorliege, das den Bestand an Wohnungen und Gebäuden flächendeckend erfasst, wird die Gebäude- und Wohnungszählung durchgeführt.

Bei dem aktuellen Zensus geht es zum einen um die Bevölkerungszählung und zum anderen um die Gebäude- und Wohnungszählung.
So sieht die Online-Befragung zur Gebäude- und Wohnungszählung aus.
Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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