SZ

A-Kreisliga Westerwald/Sieg
DJK Friesenhagen feiert Kantersieg im Verfolgerduell

Thomas Ross erwischte ein Startelf-Debüt nach Maß: Die bis gestern heimschwächste Mannschaft der Liga, Daaden, verbuchte vor 70 Zuschauern im Derby gegen Herdorf erst den dritten Heimsieg in dieser Saison.
  • Thomas Ross erwischte ein Startelf-Debüt nach Maß: Die bis gestern heimschwächste Mannschaft der Liga, Daaden, verbuchte vor 70 Zuschauern im Derby gegen Herdorf erst den dritten Heimsieg in dieser Saison.
  • Foto: hwl
  • hochgeladen von Silas Münker

SG Daaden - SG Herdorf 1:0 (0:0) Wohl dem, der in diesen Tagen noch einen Mefail Rahimovic als Joker auf der Bank hat. Dass beide Mannschaften trotz optimaler neun Punkte aus drei Heimspielen (Herdorf) bzw. mit gerade mal vier Punkten aus fünf Spielen (Daaden) in diesem Jahr vor allem aus personellen Gründen in Schieflage bzw. terminlich arg in Verzug geraten sind, das Gäste-Team von Trainer André Stoffel seine personelle Misere („Wir hatten zwei Auswechselspieler, damit ist heute zu diesem Thema, das andere genauso trifft, alles gesagt.“) aber bis dato deutlich besser verkraftet hatte, war auch gestern im Direnbachtal bei der 2022er-Auswärtspremiere der Stoffel-Elf im VG-internen Derby zu sehen.

SG Daaden - SG Herdorf 1:0 (0:0) Wohl dem, der in diesen Tagen noch einen Mefail Rahimovic als Joker auf der Bank hat. Dass beide Mannschaften trotz optimaler neun Punkte aus drei Heimspielen (Herdorf) bzw. mit gerade mal vier Punkten aus fünf Spielen (Daaden) in diesem Jahr vor allem aus personellen Gründen in Schieflage bzw. terminlich arg in Verzug geraten sind, das Gäste-Team von Trainer André Stoffel seine personelle Misere („Wir hatten zwei Auswechselspieler, damit ist heute zu diesem Thema, das andere genauso trifft, alles gesagt.“) aber bis dato deutlich besser verkraftet hatte, war auch gestern im Direnbachtal bei der 2022er-Auswärtspremiere der Stoffel-Elf im VG-internen Derby zu sehen.

Denn von der ersten Minute bestimmte die SG Herdorf das Geschehen in einer tempoarmen, von der Taktik und viel Vorsicht geprägten Partie. Das zahlte sich aber nur selten aus. Stoffel: „Das war heute C-Liga-Niveau. Dass wir 70, 75 Prozent Ballbesitz hatten, war gegen die ganz tief stehenden Daadener ohne Belang, weil wir einfach zu wenig Ideen hatten, zu viel mit langen Bällen gespielt haben und zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung gemacht haben. Das ist in 90 Minuten zu wenig. Selbst in einem Spiel, das mit einem Derby wenig zu tun hatte.“

In der Tat kam im Direnbachtal wenig Derby-Stimmung auf, was aber auch an den selbst zuschauermäßig überlegenen Herdorfern lag, die aus wenigen Chancen und wenigen Standardsituationen nichts machten, was die Daadener Kette oder Torwart Marvin Kohlhaas in die Bredouille hätte bringen können oder für etwas mehr Leben auf dem Platz hätte sorgen können.
Damit verlief die Partie für Daaden nach Maß. Spielertrainer Max Ramb, der gestern nach Corona-bedingter Zwangspause wieder in der Startelf zu finden war und zugleich dem reaktivierten Oldie Thomas Ross zum Startelf-Debüt verholfen hatte: „So wie das Spiel verlaufen ist, war ich schon nach einer Viertelstunde davon überzeugt: Heute sind wir nah dran am Dreier! Wir hatten eine gute Raumaufteilung und haben Herdorf 90 Minuten lang wenig Raum gelassen. Zwar hat uns oft noch der entscheidende Pass in die Spitze gefehlt. Je länger die Null stand, umso besser war aber das Gefühl: Hier geht was!“

Dabei konnte nicht einmal beim Siegtreffer durch Mefail Rahimovic (71.) von einem herausgearbeiteten oder überfälligen Tor die Rede sein. Stoffel: „Wir haben gepennt – geschlossen.“ Der erste Kopfball des Torschützen nach einem Freistoß war derart unglücklich abgewehrt worden, dass er ein zweites Mal köpfen konnte: 1:0. Wie wichtig war der Dreier für Daaden? Ramb: „Wir haben wieder Anschluss und jetzt in eigener Hand, im Abstiegskampf das Beste daraus zu machen. Für mich war der Sieg der verdiente Lohn für eine überragende Mannschaftsleistung.“

SG Lautzert-O./B.-W. - SG Nauroth/M./N. 4:1 (1:0) „Wir haben ein gutes Match abgeliefert, aber dann die Gegner zu Treffern eingeladen – und bei der Qualität im Angriff lässt Lautzert sich das nicht nehmen“, resümierte Gästetrainer Steffen Dörner, der einen beherzten Auftritt seiner Truppe sah. Das Schlusslicht glich sogar die Heimführung durch Stefan Schäfer (45.) durch Meik Minnerops ersten Saisontreffer aus (54.). „Am Ende fällt das Resultat zu hoch aus“, so Dörner, der noch einen Doppelpack von Mario Pavelic (65./80.) sowie eine „Hütte“ von Nick Brabender (72.) mitansehen musste.
DJK Friesenhagen - SG Betzdorf 6:1 (2:0) n Dass das Verfolgerduell einen so deutlichen Ausgang nahm, war nicht zu erwarten, in den Augen von DJK-Abteilungsleiter Josef Schmallenbach aber „gerecht, da wir unsere beste Saisonleistung gezeigt und Revanche für das 1:2 im Hinspiel genommen haben.“ Von Anfang an hatten die Gastgeber das Heft in der Hand und lagen zur Pause durch Janosch Schmallenbach (13.) und Hüseyin Samurkas (44.) in Führung. Nach dem 1:2 von Niklas Spies (48.) bauten Leon Ohrndorf (52.) und zweimal Felix Jung (53./57.) den Vorsprung weiter aus, ehe Torjäger Schmallenbach das halbe Dutzend für den Tabellenzweiten vollmachte (83.).

VfB Niederdreisbach - SG Westerburg 2. 1:1 (0:0) Das für die Gäste schmeichelhafte Remis fühlte sich für VfB-Coach Dennis Reder „wie ein 0:8 an, da es ein Spiel auf ein Tor war.“ Bezeichnend war dann, dass die Westerburger mit der einzigen Chance und einem Kopfball von Johannes Derscheid in Front gingen (70.). Sinnbildlich für das VfB-Abschlusspech war es letztlich ein Strafstoß von Niklas Bender, der noch einen Zähler für die überlegenen Platzherren sicherte (88.).

Adler Niederfischbach - VfL Hamm 3:0 (2:0) Adler-Coach Andreas Waffenschmidt war mit dem Auftritt seiner blutjungen Truppe zufrieden, „weil wir mit Glück und Geschick die prekäre Phase nach der Halbzeit gemeistert haben.“ Zuvor gehörte das Match komplett den Gastgebern, die durch Noah Langenbach (12.) und Fynn Barth (33.) folgerichtig in Führung gingen. Dann hatte der VfL mit zwei Pfostenschüssen Pech (50./52.), „ehe wir unsere gefährlichen Konter besser ausspielen müssen, um den Sack zuzumachen“, so Waffenschmidt, der bis zur 87. Minute warten musste, ehe wiederum Barth für das 3:0 sorgte.

Sportfr. Schönstein - SSV Weyerbusch 1:4 (1:3) Die Sportfreunde erwischten einen Traumstart, denn René Meyer glückte nach vier Minuten bereits die Führung. Im Anschluss ließen sich die Gastgeber mehr und mehr den Schneid abkaufen, so dass auch die 3:1-Halbzeitführung des SSV, hergestellt durch einen Doppelpack von Jan Reinhardt (14./34.) und Pascal Heil (28.), in Ordnung ging. In der Nachspielzeit ließ Dustin Ring noch den 4:1-Schlusspunkt folgen (90.+1).

SG Alsdorf/Kirchen - SG Gebhardshainer Land 1:2 (1:0) Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte war für Gäste-Coach Enis Caglayan erfolgreich, denn im Endspurt sicherte sich seine Elf einen wichtigen „Dreier“. Zufrieden blickte Caglayan also zurück: „Wir haben nach dem Rückstand die Ruhe bewahrt und uns glücklich, aber nicht unverdient belohnt.“ Dennis Hombach brachte seine Farben per Handelfmeter in Führung (41.), diese glich Robin Kastl nach Vorarbeit von Jary Braun aus (50.). Braun war es auch, dem der „Lucky Punch“ zum 2:1 glückte (87.).

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
ThemenweltenAnzeige
2 Bilder

Neues Angebot auf 57immo.de
Jetzt Immobilie von Experten bewerten lassen

Gründe für eine Immobilienbewertung gibt es viele: Sie kann erforderlich sein für den Kauf oder Verkauf eines Hauses, beim Schließen eines Ehevertrages oder auch beim Verschenken des Eigentums an die Kinder. Allgemein gilt: Wer den Wert seiner Immobilie kennt, hat in vielen Situationen einen Vorteil. Mit der Immobilienbewertung der Vorländer Mediengruppe bekommen Haus- und Wohnungsbesitzer nun ein passendes Werkzeug zur schnellen und zuverlässigen Einschätzung des Wertniveaus an die Hand – und...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.