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Skeleton-Pilotin bangt um Olympia-Ticket
„Jackas“ Lage spitzt sich dramatisch zu

Jacqueline Lölling (Archivbild) wurde beim Weltcup-Rennen im lettischen Sigulda erneut ihre zu langsame Startzeit zum Verhängnis
  • Jacqueline Lölling (Archivbild) wurde beim Weltcup-Rennen im lettischen Sigulda erneut ihre zu langsame Startzeit zum Verhängnis
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sila Sigulda. Nächster Rückschlag für Jacqueline Lölling: Die aus Brachbach stammende Skeleton-Pilotin kam beim fünften Rennen des Weltcups, das am Freitag im lettischen Sigulda stattfand, nicht über den 17. Rang hinaus und verpasste damit die für ein Olympiaticket nötige Top-8-Platzierung deutlich. In den zwei verbleibenden Rennen, die am 7. Januar in Winterberg und am 14. Januar im schweizerischen St. Moritz ausgefahren werden, muss „Jacka“ dadurch jeweils mindestens unter die ersten Acht kommen, wenn sie das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 22. Februar) noch lösen will.

Für eine Olympia-Teilnahme ist es nötig, in mindestens drei Rennen ein Top-8-Ergebnis zu erzielen. Lölling gelang dies bislang lediglich ein einziges Mal – am 10.

sila Sigulda. Nächster Rückschlag für Jacqueline Lölling: Die aus Brachbach stammende Skeleton-Pilotin kam beim fünften Rennen des Weltcups, das am Freitag im lettischen Sigulda stattfand, nicht über den 17. Rang hinaus und verpasste damit die für ein Olympiaticket nötige Top-8-Platzierung deutlich. In den zwei verbleibenden Rennen, die am 7. Januar in Winterberg und am 14. Januar im schweizerischen St. Moritz ausgefahren werden, muss „Jacka“ dadurch jeweils mindestens unter die ersten Acht kommen, wenn sie das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 22. Februar) noch lösen will.

Für eine Olympia-Teilnahme ist es nötig, in mindestens drei Rennen ein Top-8-Ergebnis zu erzielen. Lölling gelang dies bislang lediglich ein einziges Mal – am 10. Dezember auf ihrer Heimstrecke in Winterberg waren nur drei Starterinnen schneller als sie. In Sigulda waren es erneut enttäuschende Startzeiten sowie von Fehlern behaftete Fahrten, die ein zufriedenstellendes Ergebnis verhinderten.
Die 26-jährige Pilotin der RSG Hochsauerland musste sich auch ihrer Landsfrau Hannah Neise vom BSC Winterberg geschlagen geben, wenn auch nur hauchdünn. Die Schmallenbergerin war nach beiden Läufen 0,08 Sekunden schneller als Lölling, fuhr damit auf den 16. Rang. Auch Neise muss dadurch um ihr Olympia-Ticket bangen. Die 21-Jährige konnte die Top-8-Norm bei den fünf Weltcup-Rennen bislang allerdings schon zu zwei Dritteln erfüllen, somit muss sie nur noch ein einziges Mal Platz 8 oder besser erreichen.

Die dritte Deutsche im Bunde, Weltmeisterin Tina Hermann (WSV Königsee), die zuletzt bei den beiden Heim-Weltcups in Altenberg triumphiert und in Winterberg den 2. Platz belegt hatte, verpasste das Podium in Sigulda ebenfalls und wurde Sechste. Als Siegerin ging die Österreicherin Janine Flock hervor, die das erste Mal in der laufenden Saison ganz oben auf dem Treppchen stand. Hinter ihr kamen Yulia Kanakina (Russland) und Kimberley Bos (Niederlande) ins Ziel.

Den deutschen Skeletonis wurden bei der Bahn in Lettland erneut die langsamen Startzeiten zum Verhängnis – und das bei einem Eiskanal, der durch seine Länge verhindert, während des Rennens noch viel Boden gut machen zu können. „Heute war es ein Rückschlag. Ich hatte nach den Trainingsleistungen schon damit gerechnet, dass Tina und Hannah um die Podiumsplätze mit kämpfen“, zeigte sich nach dem enttäuschenden Ergebnis auch Bundestrainer Christian Baude überrascht. Dass Lölling und Co. so weit hinterherfahren würden – die Brachbach-erin kam im Start auf 5,39 sowie 5,40 Sekunden, während die Rekordzeit, aufgestellt von der Russin Elena Nikitina, bei 4,84 Sekunden lag – sorgte für viele verwunderte Gesichter.

Ein Hoffnungsschimmer dürfte sein, dass die beiden verbleibenden Rennen auf Bahnen ausgetragen werden, die Lölling besser liegen – so etwa ihre Heimstrecke in Winterberg. Dennoch: Sollten sich die Probleme beim Start so drastisch fortsetzen, wie sie zuletzt auftraten, wird auch diese Tatsache allein nicht zu einer wesentlich besseren Platzierung verhelfen können.

„Wenn wir am Start sechs Zehntel hinterherlaufen, kann man auch auf einer Bahn wie Altenberg nicht mehr gewinnen. Wir haben von Rennen zu Rennen deutlich gesehen, dass die Konkurrenz, die schnell schieben kann, auch das Fahren gelernt hat, und es für uns immer schwerer wird“, hatte Bundestrainer Baude noch vor dem jüngsten ernüchternden Ergebnis gewarnt. Wenn der Traum von Olympia nicht platzen soll, gilt es, diesem Trend entgegenzuwirken.

Autor:

Silas Münker (Volontär) aus Siegen

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