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A-Kreisliga Westerwald/Sieg
SG Alsdorf/Kirchen ärgert den Spitzenreiter

Dieser Eindruck aus der ersten Hälfte täuscht, denn seinen Moment der Demut hatte der Herdorfer Mika Weber (am Boden) erst in der Nachspielzeit, als er einen Elfmeter ungenutzt ließ.
  • Dieser Eindruck aus der ersten Hälfte täuscht, denn seinen Moment der Demut hatte der Herdorfer Mika Weber (am Boden) erst in der Nachspielzeit, als er einen Elfmeter ungenutzt ließ.
  • Foto: hwl
  • hochgeladen von Silas Münker

VfB Niederdreisbach - SG Herdorf 2:2 (1:1) Ein von VfB-Ersatzkeeper Benjamin Grimm in der Nachspielzeit parierter bzw. von Mika Weber geschossener Elfmeter war gestern der Schluss- und Höhepunkt des VG-internen Derbys auf dem Koppelberg. Denn in den zuvor 90 unspektakulären Spielminuten des Duells der beiden A-Liga-Top-Teams der Hinrunde, die zurzeit in unmittelbarer Tabellennachbarschaft liegen, passierte vor des Gegners Tor nicht genug, um nicht mit einer 2022er-Serie von sechs Heimspielen ohne Sieg (Niederdreisbach) oder von drei Auswärtsspielen ohne Sieg (Herdorf) in die letzten vier Wochen der Saison gehen zu müssen.

VfB Niederdreisbach - SG Herdorf 2:2 (1:1) Ein von VfB-Ersatzkeeper Benjamin Grimm in der Nachspielzeit parierter bzw. von Mika Weber geschossener Elfmeter war gestern der Schluss- und Höhepunkt des VG-internen Derbys auf dem Koppelberg. Denn in den zuvor 90 unspektakulären Spielminuten des Duells der beiden A-Liga-Top-Teams der Hinrunde, die zurzeit in unmittelbarer Tabellennachbarschaft liegen, passierte vor des Gegners Tor nicht genug, um nicht mit einer 2022er-Serie von sechs Heimspielen ohne Sieg (Niederdreisbach) oder von drei Auswärtsspielen ohne Sieg (Herdorf) in die letzten vier Wochen der Saison gehen zu müssen.

Dass sich das Herdorfer Team von Trainer André Stoffel gestern für den Auftritt auf dem unbeliebten Hartplatz nach zwei Auswärtsniederlagen viel vorgenommen hatte, war aber trotz weiterhin bestehender personeller Probleme früh absehbar. Herdorf nahm von Beginn an das Geschehen in die Hand, ließ sich in einem Moment der Unachtsamkeit nach einem 60-m-Freistoß von Co-Trainer Max Ermert auf Sandro Josten beim 1:0 (21.) aber aus dem Nichts auf dem falschen Fuß erwischen. Zwar ließ das überfällige 1:1 durch Moritz Burbach nach starker Vorarbeit von Marcel Meyer nicht lange auf sich warten (26.), der Sicherheit der SGH-Kette tat das Gegentor aber nicht gut.

VfB-Trainer Dennis Reder: „Das 1:1 zur Pause war sicherlich schmeichelhaft für uns. Bitter war das 1:2, das in unserer besten Phase gefallen ist, als wir mutig nach vorne gespielt haben.“ Diesmal (65.) war Alessio Cervo der Nutznießer der Vorarbeit von Wirbelwind Marcel Meyer, nachdem kurz vorher Max Ermert (Kopfball) und Sandro Josten (Reder: „Unsere Waffe auf Linksaußen.“) im Abschluss Pech gehabt hatten. Umso erstaunlicher war, dass sich der VfB noch einmal zurückmeldete, als Goalgetter Niklas Bender zum 2:2 aus dem Gewühl im Strafraum traf, nachdem die Herdorfer Abwehr den Ball trotz etlicher Versuche einfach nicht aus der Gefahrenzone bekommen hatte (72.). Stoffel: „Das hatte was von Slapstick!“

Es sollte für Stoffel nicht die letzte Aktion des Spiels von hohem Erinnerungswert bleiben, denn in der Nachspielzeit scheiterte Mika Weber mit einem von Julian Harnischmacher an Marcel Meyer verursachten Foulelfmeter an Grimm, der erstmals in dieser Saison ab der Pause für den angeschlagenen/verletzten Pierre Zeitz eingesprungen war. Reder: „Er ist heute unser Held.“ Unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf war aber auch André Stoffel nicht, obwohl „wir heute sicherlich eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen haben“. Denn: „Die Einstellung hat über 90 Minuten gestimmt.“

VfL Hamm - SG Betzdorf 1:1 (1:0) „Wir haben heute zwei Zähler verloren, da wir uns das Gegentor selbst zuzuschreiben haben und trotz eines Spiels auf ein Tor es nicht geschafft haben, mehr als einen Treffer zu erzielen“, fasste SG-Spielertrainer Mirkan Kasikci zusammen. So dauerte es sogar bis zur 85. Minute, ehe Kapitän Christian Stark den Siegstädtern einen Zähler bescherte. Zuvor hatte Starks Pendant, Kapitän Simon Langemann, die Führung für den VfL im Traditionsduell erzielt (30.).

SG Alsdorf/Kirchen - SG Lautzert-O./B.-W. 1:1 (0:1) Im Endeffekt mussten sich die Gastgeber aufgrund der Überlegenheit ärgern, nur einen Zähler gegen den Ligaprimus ergattert zu haben. Auf der anderen Seite galt es aber auch durchzupusten, denn Heimkeeper Tunahan Akin hielt in der 88. Minute einen Handelfmeter von Stefan Schäfer. Lautzert ging ersatzgeschwächt in die Partie, kam aber nach einem Kopfball von Henrik Udert zur Führung (36.). Diese hatte lange Bestand, ehe Pascal Freudenberg der umjubelte Ausgleich glückte (79.). Kurz darauf klatschte Tim Schulz‘ Freistoß an die Latte, sodass es am Ende aus Heimsicht „nur“ bei dem überraschenden Remis blieb.

Sportfr. Schönstein - SG Nauroth/M./N. 5:2 (1:0) Die Sportfreunde, die nach langer Zeit eine volle Kapelle zur Verfügung hatten, erwiesen sich als gewohnt abschlussstark und konnten sich auf Schlussmann Kevin Wagener verlassen, der die SG mit Paraden ausbremste. So kam das Schlusslicht erst in der Schlussphase durch Wladimir Klein (80.) und Philip Klöckner (91.) zu „Buden“. Auf Seiten der Schönsteiner zeigten sich zweimal Michael Trautmann (35./68.), Sebastian Simon (48.), René Meyer (72.) und Kevin Binneweiß (90.) treffsicher.

SG Daaden - SSV Weyerbusch 2:2 (0:0) Das Duell fand einen gerechten Ausgang, wie Daadens Vorsitzender Thomas Weber feststellte: „Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte haben wir uns von dem 0:2-Schock erholt und am Ende den Sieg vertan – der wäre auch schmeichelhaft gewesen.“ Im ersten Durchgang gab es bis auf einen SSV-Lattenkracher nichts Spannendes zu vermelden, ehe Silas Eckenbach (65.) und Philipp Schmitz (68.) den Torbann für die Gäste brachen. Mefail Rahimovic brachte seine Farben wieder zurück in die Partie (71.), Dennis Stinner egalisierte (88.).

Adler Niederfischbach - SG Westerburg 2. 1:3 (0:2) Die Westerburger feiern „Big Points“ im Abstiegskampf. Sie konnten sich auf Goalgetter Johannes Dillbahner verlassen, der zweimal einlochte (20./55.), zudem traf Johannes Derscheid (40.). Für den in allen Belangen unterlegenen SV jubelte Fynn Barth zum 1:2 (47.). Coach Andy Waffenschmidt resümierte: „Wir haben verdient verloren, weil die SG bissiger und effizienter war.“

SG Guckheim - SG Gebhardshainer Land 3:3 (1:3) 
Gästetrainer Enis Caglayan war nicht sicher, ob er über das 3:3 jubeln durfte. „Einerseits haben wir deutlich geführt und eine frühe Vorentscheidung verpasst, andererseits haben wir in Unterzahl gegen kampfstarke Platzherren nicht mehr zu viel zugelassen“, so Caglayan, der sich zunächst über eine 2:0-Führung durch Robin Kastl (7.) und Jary Braun (15.) freute. Heimkeeper Fabian Rueth verhinderte mehrfach das 3:0, ehe Robin Krick die Gastgeber heranbrachte (25.). Wiederum Braun stellte den alten Abstand wieder her (40.), dann gelang Krick das 2:3 (57.). Nachdem Joshua Brenner für eine Unsportlichkeit die Ampelkarte gesehen hatte (75.), drückte Guckheim auf den Ausgleich und belohnte sich durch Adrian Nerschbachs 3:3 (85.).

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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